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Hainbur-rscher CorrcfpoifM
DbwSkag. 31. Iansar WR
Whrt zum Nirwana. Aber der Msttisch muß den Dcg zur Erlösung
selbst finden. Kein <tzott Hilst ihni wifuü."
„9hm, meine Lieben", die Gräfin erhob sich, „nach diesen
interessanten Ausführungen seiner Hoheit schlage ich vor. schlafen
m gehen. ES ist sckton sehr spat."
„Gestntten gnädigste Gräfin nach einen Blick auf den herrlichen
Diamanten?" sagte der Inder. „So ein wunden,olles
Stück besitze selbst ich nidtf in meiner Sammlung." Seine klugen
verschlangen den kostbaren Stein förmlich.
„Mir scheint", warf lachend ein Galt ein. „.Hoheit sind noch
nicht bi» zum Nirvmna vorgedrungen."
Der Inder sctavieg, als hätte er die Bemerkung nirftf gehört.
„Schließen Sie den Stein nur gut weg. verehrte Gräfin",
meinte er nach einer Pause leichthin, „es könnten sich Lickbhckber
dafür finden. Sie halben sickrer einen festen Tresor dafür?"
„Da habe ich keine Sorge" entgegnete die Gräfin, „ich lege
ihn aick meinen Nachttisch. Ich glaube.kaum, daß jemand i«
mein Schlafzimmer eindringen wird, ihn mir tvegMholen." Sie
lächelte den Fürsten an.
Man sagte stch allerseits „(Hute Nacht" und die Gäste der
Gräfin begaben sich in ihre Schlafzimmer.
*
Die Gräfin lag »vacktcnd im Bett. Sie nwrtctc auf etwas,
das nach ihrer Bereckmnng noch kommen nuißie. Dev Schein
der Lampen, der auf die Bäume des Parks fiel erlosch stückweise.
Sie n«rtete lange. Da, ein sckstürsendes Geräusch Die
Türklinke, im sclüvackien Mondlicht erkennbar, bewegte stch Di«
Tür öffnete sich Ein Schatten glitt dnrch das Zimmer zum
Bett der Gräfin. Jetzt drückte ste auf den Lichtschalter.
„Ach Hoheit, so spät noch unterwegs? Sie haben mich aber
lange warten laffen."
Jan ersten Augenblick hatte er sein Gesicht verborgen. Ms
er aber sah. daß sie ihn ernannt hotte, ließ er die Hände finken.
Ruhig sagte er:
.„Klingeln Sie und lassen Sie mich fesinehmen."
„Das werde ich vielleicht später tun. einstweilen setzen Sic
sich hin."
Gehorsam kauerte er sich in einen Stuhl.
Die Gräfin erhob sich und zog einen Dtorgenrock über. Dann
ließ sie sich ihm gegenüber in einen Stuhl fallen.
„Sie haben also gewußt, daß ich kam", begann er.
„Ja, und ich weiß noch viel mehr. Zum Beispiel weiß ich
daß Sie kein ricksiger Rajah sind."
Sein sonst so beherrschtes Gesicht ließ sein Erstaunen ersinnen.
Sie fuhr fort:
„Ich weiß, daß Sie ein armer Inder aus niederer Kaive
sind, daß ein reicher Gönner Sie in Bologna wegen Ihrer Begabung
Medizin studieren ließ, daß dieser Älkann eines Tages
starb und Sie dann mittellos die Universität verließen. Bor
drei Wochen sah ich Sie in Neapel als Ra>ah wieder und lud
Sie auf mein Schloß ein. Mich interessiert, wie Sie zu Ihrer
fürstlichen Würde gekommen sind. Die Sache mit dem Diamanten
habe ich arrangiert. Ich dachte mir, daß Sie aus diese
Weise sich die Mittel zu ihrem Lebensunterhalt verschaffen. Der
Diamant ist übrigens fälsch. An dem Funkeln ihrer Augen
sah ich dann, daß das Atittel gezogen hatte und erwartete ihren
Der Inder hatte sein Gesicht wieder völlig in der Gewalt.
„Me Hochachtung", sagte er. „Ader woher kennen Sic mich
denn eigentlich?"
„Vielleicht genügt Ihnen das." Mit einem Ruck riß sie eine
Perücke vom .stopf. Ein glattgeschorener Kopf kam zum Vorschein.
Es sah sehr merkwürdig aus.
„Anita Toetti . .? Aus Bologäw?"
„Allerdings."
„Durch die Perücke ließ ich mich täuschen. Das Benehmen
einer Gräfin haben Sie ausgezeichnet studiert."
„Nicht iuahr?" unterbrach Anita Toetti ihn. „Ich bin
natürlich ebenso wenig eine «Me Gräfin wie sie ein echter
Rajah. Ich werde Ihnen erzählen, wie ich zu Rang und
Würden kam."
Sie bot ihm eine Zigarette an uud zog dann genießerisch
den Rauch ein.
„Wie Sie wissen", begann sie wieder, „ivar ich damals m
Bologna in der Frauenklinik tätig. Eines Tages kam dorthin
die Gräfin. Sehr hültffch, ungefähr in meinem Alter mvb von
meiner Figur. Sie war unheilbar krank, wie sie. der Arzt und
ich nur allein wußten. Da ärztliche tili# nicht mehr helfen
konnte, wollte fie ihre letzten Tage einsam in einen, flemen
.Häuschen im Süden verbringen. Mich bat sie. ihre Gesell-
schaftettn zu werden, gegen fürstliche Bezahlung. Wir lebten
dort kaum ein Jahr mit einer uralten. lralb blinden und tauben
Wirtschafterin. Da sie keine nähere L<erwa»dtschast hatte, küm
n»erte sich keiner um fie. Eines Tages, die Wirtschafterin war
den Tag über zu Vettvandten in das benachbarte Dorf gegangen.
starb ste plötzlich Ick» sah die große Ehance. aus dem
Elendsleden herauszukommen, fuhr in die Stadt und ließ mir
eine Perücke nach dem Muster der Gräfin anfertigen. Dann
zog )ch ihre Kleider an und spielte ihre Rolle. Dafür war
Toetti tot. Jfiemand merkte etwas. Leider sah ich bald, daß
mein Vermögen nicht allzu groß war. Durch das luxuriöse
Leben war cs bald ausgckbra licht. Jetzt stehe ich vor dem Ende,
und da erschienen Sie als Retter durch einen Wink deS Schicksals.
Ich glaube", fie lächelte ihn fragend an, „zu zweit können
wir mehr verdienen als jeder für sim"
„Der Zweck der ganzen Sackte. die Sie da eingefädelt haben,
ist also Partnersckmst zwischen uns" antwortete der Iüder.
„Oder bin ich Ihnen nicht hübsch genug?"
Die ggnze. zurückgedämmte Leidenschaft brach aus ihm her
vor. Er war noch sehr weit von der Erreichung des Nirwana
entfernt.
*
In der internationalen Aristokratie gab es haß lickte Sk«s-
dale wegen ««erselmniiidener Iuvtelen. Der indische 9dabob und
die italienische Gräfin waren über jeden Verdacht erhaben, besonders.
da auch der berühmte Diamant der Gräfin gestohlen
wurde. Das Paar war immer zusammen, so daß mau
von einem Herzensroman munkelte. Den Rajah lud man gern
aus seine Scktlässer, und mit ihm nattirlich die Gräfin, weil der
Rajah so interesiant vom Buddhismus erzählen konnte ..
Kleines ZeuMeton.
Vayrisches Theater
Kleines Schauspielhaus.
Das Volksstück lobt am reinsten, am naturwahrsten noch im
Dialektttiick. Und gerade damit hapert es auf unteren Bühnen,
deren Ensemble geztvungen sind, das Aeschliffenc, abgeschliffene
Hochdeutsch zu ihrem künstlerischen Rüstzeug zu machen.
ES ist aus diesem Grunde schon ein akusttsches Vergnügen,
der Thoma-Büvne beizuwohlien, die jetzt zu kurzem Gastspiel
in den Großen Bleichen weilt. Sie gibt das Stück des
9Rannes, der ihr Pate geworden ist: Ludwig Thomas,-Magdalena",
die heimatlich gefühlte, auch heimatlich gestaltete
Dichtung, in der sich schlichte Menschenschicksale zur Tragödie
vollenden. Man muß wohl.schon ein Kind dieses Bodens fern,
seine Lust geatmet haben, um das Unoersälschte, Echte dieser
Art Bühnenkunst szenisch übermitteln zu können.
. Es teilt sich UNS auch im Darstellerischen mit. Die Schul-
tes, Loni und Bertl und Max. sind bühnenstchere Sprecher,
aber darüber hinaus haben sie die Kraft der Einfachheit, die
seelische Gelöstheit, die auf Wort und Geste übergeht. Auch
Marie Schweighofcr ist von dieser guten und starken Art.
Nord und Süd fanden sich rasch zusammen: eS gab herzlichen
Beifall für die seltenen Gaste. E. k.
edler gehört, seelc mV oller, vertiefter (unter Nikisch konnte es
zu Tränen rühren), aber tut Finale entfaltet stlemperer eine
dynamische Wucht, eine dithyrambisck»e Gewalt des Klanges,
die beispiellos stnd. Man wurde bei diesem fessellos dahinbrausenden
Strom an jene Pariser Anekdote erinnert, die erzählt,
wie bei einer Aufführung des Werkes in der französischen
.Hauptstadt ein paar von der alten Garde 9tapoleons so begeistert
im Schlußsatz warcil, daß sie ihre Mützen sckyvenkten und
„Vive l'Empereur" riefen, Klemperer, von unseren virtuos
spielenden Philharmonikern unterstützt, übermittelte uns den
eindringlichsten AuSklang der „Fünften", den wir bis jetzt gehört
haben.
Edwin Fischer im E moll-Konzert. Eine ganz unsolistisckte
Leistung, ein Aufgehen im Dienst an, Werk, an Beethoven,
dem Fiscktcr mit der Demut des echten Künstlers nabt. Er
spielt, m inniger Vervundenlieit mit dem Ordirfter, er ist ganz
eingesponnen in die Wunderwelt dieser Musik, deren inneren
geistigen Eltarakter er auch dadurch wabrt. daß er im ersten
Sah die schöne Kadenz des Meisters spielt und nicht, nach beliebter
Mode, etwas eignes.
Stürmische Huldigungen für ihn und für Klemperer.
—h—
Sichtung der Strautz-Aachlafses
Veethovon-rlbend unter Ulemperer
Eonventgarten
Es »vor ein heldischer Abend. Don der trotzig sich am-
reckenden zweiten Symphonie, über das männlich herbe E-moll-
Konzert führte er zu der weltumspannenden „Fünften" hin,
. dem klastischen Klangbild eines kämpscrisckien Löbens.
Klemperer spielte die v Dur-Symphonie mit einer Sufffili-
iät und einer Klangfarbigkeit, die sie — seltsamer Fall — als
ganz neues Werk erschinen ließ. Was machen Dutzend Dirigen-
teil sonst aus diesem Stück: ein farbloses Kiarnggebilde, ver
waschen und zerrissen, dem man dann im Publikum das ent-
sckmldigende Etikett nmhängt: Iugendwerk! Und doch bat.
relafip genommen, Beethoven kaum ein Werk geschrieben, das
so alterSreff wäre.
Die „Fünfte" erlebte eine Wiedergabe, wie man fie sich
grandioser nicht denken kann. Das Andante hat man schon
Max von Schillings — Berliner
Hurrk'nLendant?
Wie verlautet, soll der Posten des Berliner Funkintendanten,
der bisher von Dr. Duste ko»i,nistarisch verwaltet wurde, dem.
liächst neu besetzt werden. Ais Kandidat wird in erster Linie der
bekannte Komponist Max von Schillings genannt.
Der Wiener Johann Strauß-Forschcr Profestor Fritz
Lange hat im Strauß-Nachlaß eine unvollendete Operette
„Der Schelm von Bergen" ausgefunden. Das Werk fft
zum großen Teil vertont. Da das Libretto dem Sullivanschen
„Mikado" ähnelt und die Sullivansche Operette zur selben Zeit
erschien, als Johann Strauß an seinem „Schelm von Bergen"
arbeitete, wurde das Werk nicht vollendet. Profestor Lange beabsichtigt.
dem Libretto noch andere unbekannte, aufgefundene
Komposttionen zu unterlegen und somit eine gänzlich neue
Strauß-Operette zusammenzustellen. Der reichhaltige Nachlaß
— mehrere tausend Blatter — soll itach Sichtung ,n einigen
Sammelbänden im Druck erscheinen.
New Yorker Sensation: Die Zeitungs-
Symphonie
Die Bürger der New Borker Unterwelt gelten im allgemeinen
nicht gerade für große Musikfreunde, aber sie lvaren zahlreich bei
der Aufführung einer neuen Symphonie vertreten, die in der
Carnegie Hall zu New Bork stattfand.
Der bekannte „Jazz-König" Paul Whiteman brachte hier
eine Symphonie von »rcrde G r ojnc zu Gehör, für die eine große
Reklame gemacht worden ivar. Mit Hilfe der Töne wird darin
das Tagewerk einer Zeitung dargestellt. Schon fiüher
war verkündet worden, daß sich unter den Orck»esterinstrumenten
vier Schreibmaschinen, ein Moesetelegravh. ein Revolver, ein
Maschinengewehr und eine Polizeipfcife befinden würden. (Gehören
die letzten drei Dinge auch zum Tagewerk einer Zeitung?
D. Red.) Da bei der Arbeit einer New Uorker Zeitung das Auf»
spüren von Verbrechen eine große Rolle spielt, so kommt in der
Symphonie natürlich auch eine I a g d a u s „Gangsters" vor.
und zur sachverständigen Beurteilung dieser musikalischen
Leistung hatten sich die Herren Verdrcch?r «ingefunden.
Die meisten der seltsamen Geräusch,' erregten bei dem Publikum
kein besonderes Aufsehen, aber als der Revolver ab-
geschofsen wurde und als da»n das Knattern des Maschinengewehrs
einsetzte, da schienen doch manche nervös zu werden, und
rückten unruhig auf ihren Sitzen hin und her.
Dabei hatte Wbiteman vorsichtig mitgeteilt, daß der Mann,
der den Revolver abfeuerte. datu eine polizeiliche Erlaubnis besitze
und daß die .Handhabung der gefährlichen Waffe einem br«
sonders besonnenen und vorsichtigen Musiker ültertragen sei.
Als in dem zweiten Satz die Violinen uiid Harfen die rührenden
Artikel der sog. Schluchz-Schivestern — wie die »veiblichen Re-
porter im amerikanischen Slang genannt werden — malten, da
brachen einige unter der Zuhörerschaft in Tränen au».
Der Beifall war sehr groß, und besonder» die Sachverständigen
au» der Unterwelt zeigten stch sehr befriedigt. — Sonst
hat man drüben keine Sorgen!
„Da wvrta da»
jetzt meinem Ntann
Hau» ausräuchert,
^lerrntern!"
will ich dir anstreickien! Alles erzähle ich
Und er wird dafiir sovgen. daß man dein
Pfui! Pfui über solch eine Bande von
^MSie lief hinaus: und dje Wischerin schimpfte hinter chr
„So eine Fvechheit! Ander» Leuten durch» Schlüffe!loch zu
t rhen. Als ob es nicht ein .Heiligtum wäre, was man zwischen
einen vier Wäitden treibt!^
„Dann aber der»lhtgte ste stch. „Es ist nur." meinte sie
»achdenNich „daß vielleicht dock, dinier dem Sachar Geovgewitsch
eNva» Veib.uiniges steck« Snid das Manieren eines gemeinen
Manne»? Und ivoher lmt er soviel Gelehrsanckeit? Wissen
müfcte unn doch, ioa» der Pope bet «hm will "
„Geh schnell. Rastasia! Beobachte durch da» Schlüsselloch,
>va» tue l»e»den treibenl Pielieicht kannst du aud) verstehe»,
was sie reden. Du mußt nur gut hineinhorche» "
Während so Mariiika Andrejenma ihrer Tochter einen
Au-tlAg ga» o> t uoiliui „» anw, I. „ Ansicht Uder die
Heiligkeit interne»» Lehens in krassen» Widerspruch stand ft
tm »Kgeiistverliegend.,, Sluv>t»e., der Pope und der U. P
ged rechtliche, zerluuipte Bettler Rtkaudrow e»»»a>»der gege»,M-r.
^er -reise P-s» wiegte bedächtig
Sob»»>
ad saften
offenoar
Sokmchen. Sohncheu," sagte er,
für OmstzMftJ. Mtr müfTett i»infd»le
Haupt
sind schlechte Zeiten
WW leime», zu den »venigen, die
noch gtaul'ig sind, wenn wir ihnen den Trost der K,rck»e dringen
sollen "
Hab» Sie ia aber nickst gerufen, tttaierch.»»," »Miibta
r«»w ein Seine Stimme
L.
.Berufen!" sagte de, Pope „Mu
ff >"l, IlM
IB ich nicht ve
sonor
und gehalten,
nntbru
das
iiL ' v mVihq »mf ««uw» wrninwn out
Dem \n Mufft dfL Vrutr lu tuurni von (Mm ich amitömi,
daß sie d« »n fidckstten nickst anscknvorene Zu mir kan», i* »U*
seittze,« man die Kirchen in Taiizlokaie
um 11 n
kommen
*
ver-
„Und woraus Bätoeck»,,. schloffen Die. daß tck, „ach Ihnen
Perlannen trüge?"
Gesicht. Sack»»r ttzeorgewitfich ßgzte «tr. ügtz di,
Rodeit der heutigen Zeit Sie Miberührt ließ. Ick, bin ein alter,
erfahrener Mann und l-wtze genug Menscheiikeiininis, u»n zu
seht-»» daß Sie der besser», Gesellschist angchörten, bevor Die
in Niedrigkeit versanken."
^ ^^Plan versinkt nicht. Paterctzen, solange mau nicht stch selbst
„Beim hr»l»gen Nikolaus, so ift es! Ntan versinkt auch
nicht, solange »na» an Gott glaubt."
„Nur Narren glaube», nicht a», ihn, nur Unwtsiende. deren
Geist von Finsternis umhüllt wird und die ihn nicht zu erkennen
vermögen in seinen Werken."
„Recht so. mein Söhncht-n. Ich habe mich nicht geirrt, als
ich ereannta. du könnest kein Gottesteugner sein, wie der da
offen."
^Wen »»reinen Die?"
„Den. der über Iduei» »vohnt. Dackrar ckß ongeivivsch den
tzUeret Rikolajetvittch Pugadsiheiv, vor dem ich Sie warnen
niöchie."
„Warum den» wodl. Paier>den?"
„Well er ein Schnete ist und die Leute betrugt Hörten Die
seinais vom Anton A»Uono»v,»ich isterinosf?"
In Rikandrmvs Augen kam Z„ Lenckuen. Ts zuckte darin
auf »oie von beihaltenen, Zorn. Doch vlang sriita Antwort seh,
ruhig, als er sagte:
„Ick, kemta ihn nickst."
„Zu Ihrem Heil, mein Sohnckien. Denn dieser «erinoft
und her Pugatsckrerv gehören zu eine» Gesellschafi von Louien,
die daraus ausgehe,die anfcrm, ansz»,beuten u»«6 stch zu b».
rriebrni in einem Staat, in »vetaien» d,*h kein R.ckchtum nuchr
gelten soll "
Der Pope Untatte einen Augenbinl die Augen ,,»tt der
.Hand und sann nach
-lEftss" ' fttstr er fort - „»na,» h»i dtftem G»rff»otf einen
aim'» Streich gefpieit Bor »venigen Tagen, als sr im Haufe
allein wo», uff»'»fiel ihn eil, »nuskierie» Mann und eramung »nit
vorgetzaltener Pistole einen Raub uon 10)0*) Rudeln «an
»t «n Räude» «uff, ausfindig nachen können U»B das (Vib
1« »MU - Uta
Abermals unterbrach er sich und lachte vor sich hin. „Es
ist znar uni'echt von einem Diener der Kirche, daß er sich über
dergleick<„ freut. Aber diesmal wa, es gerechte Vergeltung."
„Ia". sagte Nikandroiv mit lleberzcuaung „da» »vor es.
Und gerade I0,0)f, Rubel. Wie merkwürdig!"
„Gerade 10)00»? Was lallt .timen denn dabei auf. Sachar
Georgeivitsch?"
„Nnhts." sagte dieser. „ES ivar nur so ein (Gedanke."
^Heute muß »tan stch sogar vor (tzedanken hüten, »veil sie
leicht über die Zun^ schlüpsen könnten Denn überall lauern
S pione. Petstehen Stk. ment Söhnthen? Spione — überall
pionel
Der Pope sagte es mit elchoffenem Finger, so daß Nikan.
drow ausmeifsan» »vurde.
„Wtirum refte» Si« mir davon. Bäterckren?" fragte er.
„Warum. Sack«r Geoigtivitsch? Weil »nan auch aus Die
lchon Be »hack», hat. Man erkannte längst daß Die nicht zun»
Pöbel gehören. Und da» ist ent Verbrechen tm freien Ruß
taub."
.Nicht zum Pöbel!" laute Nikandrow verdiffen.
es nicht, daß ich ein Bettler bin?"
„Genüiit
-Also", tagte Rtkandro»» „kamen Sie — scheint es — her.
um muff zu warnen."
„Dv ist es." bestätigte der Pope leise „Sie haben mich
vetttande», find wenn S»e in Rot „e»aten sotlten und »nan
Iffnen na»ff Zeit dazu laßt kommen Sie zu mir! Der Tridu-
imlrichier P.-trow. ein strenner, «der „e»echte, Mann, ist mir
gewogen. Ick» Haff»- schon manchen Unschuldigen rette», können
Leben »te »ootzl mein Göststchsst. und beacksten Sie »netne
Warnung!"
. ®jÜf* Pop» la»»git damngenangei» »var. tam Rastaßa
thver lvoutter Um Ztuune» aesprungen
<2oztsetzuug folgt.)
zn

Bronvermelding

Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg, Börsen-Halle (PPN borsen-halle), dinsdag 31 januari 1933, pagina 20




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