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Gebruik tekstcoördinaten Transcriptie Abschied de» RetchSpostmtntster« Nr. Sttngt. Reichspostmintster I»r. Stingl versammelte am Montag die Beamten de« NeichSpostministertumS zu einer Abschiedsseier. Staatssekretär Sautier schilderte di« Leistungen des Minister« aus dem Gebiete der Reorganisation der Verwaltung nach Jnkrast» treten de» R e i ch s p o st f i n a n z g e s e tz e S. seine Verdienste um di« wirtscktastiiche Gestaltung und Modernisierung de» Betriebes und seine Fürsorge für die Beamtensckmst. In seiner Erwider»ng betonte der Minister, daß ei die Frucht treuer Zusammenarbeit der gesamle» Postl>«amttuschaft sei. daß daS reiche Eft* Stephans und seiner Nachfolger erhalten worden sei und dankte allen Mit« ardeitern für ihre Treue und da« ihm geschenkte Vertrauen. Znduslrte und Znlandsmar». wtb. Düsseldorf, den 1. Februar. (D r a h t m e l d u n g.) Der Verein zur Wahrung der gemeinsamen Interessen in Rheinland-Westfalen und die Nordwestliche Gruppe des Verein» deutscher Eisen» und Stohlindustrieller veranstalteten am Dienstag ihre Februar-Mitgliederversammlung, in der die Be» deutung de» Binnenmarktes für die deutsche Industrie behandelt wurde. Eingeleitet wurde die Tagung mit einer Ansprackw de» Vorsitzenden. Fabrikbesitzer Frowein (Elberfeld), und mit einer Gedächtnisrede für den verstorbenen Dr. Ben m e r. Dann ergriff der macht, ob es auf die Dauer nicht vorteilhaster ist. etwa« weniger Geld in die Börse und etwas mehr in den Konsum und damit in die Produktion «u lenke». Besonder» ernst ist i» Deutschland da» Problem des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbettneluner. Ter deutsche Arbeitnehmer muh in verstärktem Masse selbständiger und Partner des llnternchmerS werden. Die gesellschaftlich« und wirtschaftliche Emanzipation der deutschen Arbeiterklasse ist ab. hängig von der geistigen Umstellung unseres Volkes. Es ist in besonderem Maße Ausgabe des deutschen IluternehmertumS. der arbeitenden Klasse die staat», bürgerliche Einordnung in die nationale Gemein» schuft zu erleichtern. Auch der in dieser H.teise in den Staat und die Wirtschast eingeordnete Arbeit» nehmer braucht die Führung durch das deutsche Unternehmertum, die sich selbst in veränderten sozialen und gesellfchuftlichen Verhältnissen durchsehen wird. Der Berliner Hochschulprosessor Schlesinger sprach über die Zukunft der deutschen Auto» mabilind u st r i e. Vorläufig stehe die deutsche Automobilindustric mit 118950 Arbeitern weit hinter der amerikanischen Automobilindustrie zurück, die mit 1 673 063 Arbeitern arbeite. Die deutsche Automobilindustrie sei immer noch zu sehr von jeder Normung entfernt und verliere sich zu sehr in Einzelheiten. Durch weitere Senkung der Produktiondkosten müsse das Automobil ein Verkehrtmittel des Volke» werden, dessen Bedeutung Stadt und Land anerkennen mühten. preußische yandelsminlsler Schreiber da» Wort. Er führte auS: Vor dem großen Kriege war e» selbstverständlich, daß sich die Wirtschaft in den Dienst der politischen Machtbestrebunge» stellte, während sich jetzt auch in der Wirtschaft der Gedanke der Kooperation über die LandeSgrenzen bin» weg immer mehr durchgesetzt hat, wie die« in dem Stahlpakt und der Kalivereinigung zum Ausdruck kommt. Der Erfolg dieser Bemühungen hängt wesentlich von dem Fortschreiten der politischen Versöhnung der beiden großen Länder Deutsch» land und Frankreich und dem Verschwinden der sichtbaren Zeugen ehemaliger Feindseligkeit von deutschem Boden ab. Di« Exportscite unseres Außenhandels hat sich namentlich, wenn man die Veränderung des Geldmarktes und die Verkleinerung des deutschen Wirtschaftsgebietes berücksichtigt, in den letzten Jahren leidlich entwickelt, bc. sonders, seitdem wir am 10. Januar 1025 von der Last der einseitigen Meistbegünstigung befreit wur» den. fluch die klare und entschlossene deutsche Außenpolitik hat dazu beigetragen, dem deutschen Kaufmann in der Welt manche Tür wieder zu öffnen. Durch Verzicht auf Einfuhr von Rohstofsen und Waren, die im eigenen Lande gcwonncn und hergestellt werde» können, muß die Verbesserung der Einfuhr seit« unserer Handelsbilanz angestrebt werden. Starke Möglichleiten hierfür bestehen in der größeren Produktivität unserer Landwirtschaft und in den Fortschritten auf dem Gebtete, der Chemie. Di« entschlossene Jnangrifsnahme eines auf mehrere Jahre festgelegten Wohnungsbaupro» gra m m s würde die Wirtschaft beleben und die Aroeitslosigkeit vermindern. Eine Verringerung der Arbeitslosigkeit bedeutet aber eine Hebung der Konsumkraft der Massen. Durch ein rein schrmatischrS Verbot jeder über» arbeit läßt sich keine Besserung erreichen. In einem vollbesetzten Betrieb wird bei vorübergehender Auftragshäufung eine gewisse llbcrarbeit nicht entbehrt werden können. Die wichtige Frage der Überstundenarbeit muß unter Berücksichtigung der allgemeinen Interessen dsr Volkswirtschaft ge» regelt werden. Im Zusammenhang mit den Fortschritten bei der Behebung der K a p i t a I n o t der Betriebe steht die weitgehende Belebung deS BörsenverkehrS, deren Ausmaß allerdings die Frage akut Der preußische Zorslelal: Einnahmen von 1014 bi» 1027 um 3« Millionen gefallen, Ausgaben um 51 Millionen gestiegen! (D r a h t m e l d u n g.) Berlin, den 1. Februar. Der Hauptausschuß deS Preußischen Landtage» beriet den Haushalt der Forst v e r w al t u ng. Landwirtschaftsminister Dr. Steiger führte aus. der B c trieb sübe rfchu ß sei von 73 Mii. sionen im Jahre 1011 auf 35 Millionen im Etat für 1927 gesunken. Die Ausgaben seien in derselben Zeit von 61 Millionen auf 115 Millionen gestiegen. Es sei zu hoffen, daß die Aufforstung der Forle u len f>l äch e n in einigen lahren beendet sein werde. Insbesondere müßten Mittel zum Erwerb des Waldes derjenigen Güter bereitgestellt werde», die sür StedlungSzwecke aufgestellt werden. In zahlreichen Fällen seien Pachtermäßigungen sür Landpachten, Fischereipachten und dergleichen be» will igt worden. Deutschland sei auf die Holzeinfuhr angewiesen da wir mit unserem Holz» ertrag unseren Bedarf nicht zu decken vermögen. Der Ctesamtholzertrag Deutschlands betrug im Jahre 1026 56% Millionen Festmeter, außerdem seien 0 Millionen Festmeter eingesührt worden. Die Umwandlung des Staatswaldes in eine Aktiengesellschaft sei keineswegs beabsichtigt. In weiterer Aussprache wurde der Haushalt be» willigt. Mittwoch: Gestütsctat. Der Barmat-Prozetz. Berlin, den l. Februar. (12. Bcrhandlungstag.) In der TlcnStag-Vcrhandlung gibt der An. geklagte Julius Barmat an. dost Dr. Bernst e i n ihm erzählt habe. Schreib jun. sei an ibit herangetreten wegen einer Liierung der Stralsund er Spielkarte nfabrik mit der Chromo. In diesem Zusammenhang sei dann wohl von einer Bewertung der Chromo mit 0 Mil. lionen gesprochen worden. Zeuge Dr. Rühe bekundet, Julius Barmat hätte im Zimmer von Dr. Hellwig einmal gesagt, es stehe eine Interessengemeinschaft mit der Slralsunder Spielkartenfabrik bevor und Schreib jun. bättc ihm ein Angebot von 6 Millionen auf'seine Chromo gemacht. Zeuge Schreib jun. hat weder mit Barm a t noch mit einem seiner Herren jemals über die Chromo verhandelt. Nur nach dem Zusammenbruch der Chromo hat ihn der Liquidator angerufen, ob die Stralsundcr Spiclkartenfabrik ein Interesse an einer Interessengemeinschaft mit der Chromo habe. Das hat Schreib verneint. Er hat die Chromo damals überhaupt nicht gekannt. Der Vorsitzende verliest dann ein Gutachten eines Friedrich Geiger über die Chromo. das zu dem Ergebnis kommt, daß die Fabrik durchaus unkaufmännisch und unpraktisch betrieben worden sei. Es machte den Anschein, als ob der Leiter sie hätte einem Konzern in die Hände spielen wolle». Ein Gutachten eines Herrn Beyer aus Altenburg koinmt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Fabrik arbeitete mit zu hohen Unkosten. Zeuge Geh eintrat Rühe bekundet über das Gespräch mit der Firma Mendelssohn über die Amexima: Im allgemeinen sei es üolick, dast solche Auskünfte schriftlich gegeben werden. Bei dein Vertrauensverhältnis zwischen der Staatsbank und Mendelssohn sei es aber nicht auffallend, wenn dies gelegentlich auch tclcphonifch geschah. Der Vorsitzende stellt fest, dah Barmat damalz seilten 111-Millionen-Kredit schon weg hatte. Zeuge Kurtzmeier, Einzelprokurist bei der Firma Mendelssohn (Berlin) hat ei» derartige» Telephongespräch über die Amexima mit der Staat», bani niemals geführt. Er habe die Amexima nur dem Namen nach gekannt. Eine Erklärung sei nur dahin möglich, dast ein anderer Herr aus der Finanzwelt mit schweizerischem Akzent mit Dr. Rübe am Telephon gesprochen habe. Die mündliche AuSkunfterteilung halte er für höchst unwahr» schcinlich. Zum mindesten wäre sie schriftlich be» statigt worden. Datz die Firma Mendelssohn wegen der Amexima befragt worden sei, ist dem Zeugen in Erinnerung. Zeuge L a b a n d, Mitinhaber der Bankfirma Laband, Stielst & Ca., überreicht eine Auskunft der Firma Mendelssohn (Amsterdam) vom Jabre 1021 über Barmat, in der von angenehmer Geschäftsverbindung mit der Amexima (Amsterdam) iin Jabre 1021 gesprochen wird. Eine Auskunst der Staatsbank über Barmat sei lehr lang gewesen und habe sehr gut gelautet. Zeuge Pfennigsdorf, Leiter der Aus» kunstSabteiluilg der Firma Mendelssohn (Berlin), erinnert sich gleichfalls nicht, dah von der Firma eine Auskunft über Barmat an die Staatsbank erteilt worden wäre. Darüber fei auch nichts bei den Akten. Gebcimrat Rugge überreicht eine Bescheidgung über die Zuwendung einer gröberen Anzahl an den Verein für Erziehung sittlich verwahrloster Kinder durch ihn selbst, Dr. Hellwig und Dr. Rübe im Juni 1021. Im weiteren Verlaus der Verhandlung verliest .der Vorsitzende die Niederschrift über eine Unterredung zwischen Barmat und Geheimtat Rugge, wonach die Chromo-Aitieit mit Eisen-Matthe?. Aktie» 1:10 kontrahiert wurden und nunmehr im Werte von 300 bis 100 Mark je Aktie als Sicherhcit im Depot der Staatsbank blieben. Angeklagter Dr. Hellwig gibt an. Geheimrat Rugge habe ibm die Niederschrift z» de» Akten übergeben. Der Vorsitzende stellt dann fest, dasz Chromo Und München.Bcrnsdorff mil zusammen 1,1 Millirnien in das mit der Firyra I. Roth St.»®. zu bildende Konsortium eingebracht wurden. Er fragt den Angeklagten Julius Barmat, warum et sich diese niedrige Bewertung habe gefallen lassen, da er doch den Wert der Chromo allein mit 6 Millionen angenommen habe. Angeklagter Barmat bemerkt, diese Aktien seien ja in dem Konzern geblieben. Diesen Vcrtrag habe Dr. Hcllwig gesehen. Angekl. Dr. Hellwig bestreitet daS. Die niedrige Bewertung der CKromo und Münchcn» Bernsdorsf wäre ihm sonst sofort aufgefallen. Kruge Henry Barmat gibt an. die be> treffende Unterredung habe im DirektionSzimmer seines Bruders in der Mcrkurbank stattgefunden. Dr. Hcllwig und Dr. Rühe seien dabei zugegen getoqjcn. Er habe seinen Bruder nachher gefragt, warum er denn dies alles den Herren von der Staatsbank zeige, worauf dieser erwidert habe, er zeige ihnen alle?, was er mache. Zeuge Dr. Rühe bekundet, er sei öfter nach Dicnstschluß in der Merkurbank gewesen. Barmal habe ihn gebeten, mit herüberzukommen. Die Perhandlung wird dann auf Donnerstag vertagt. van hmnel lritt nicht lurttck. (T ra htme l d u n g.) » wtb. Tanzig, den 1. Februar. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, entspricht die Meldung des Allgemeen Handelsblad in Amsterdam, nach der der Tanziger Völkerbunds kammissar Van Hamel auS persönlichen Gründen van seinem Amte zurücktreten werde, nickt den Tai» sacken. (Van Hamel wird beschuldigt. Bezicdungcn zur Frau des Tanziger Polizcikommandanten zu unterhalten. Er wird deshalb von der Tanzigcr Gesellschaft geschnitten. Die Schristl.) Die neue Mimische Regierung gebildet. (D r a h t m e l d u n g.) wtb. Belgrad, den 1. Februar. DaS neue Kabinett Ususonitsch wurde heut« mittag gebildet. Die Veränderungen betreffen nur vier bisher von Mitgliedern der Raditschpartei innegehabte Mrnisterien. wovon drei an Slowenen übergingen. DaS wert«, da» HondelSministcri.un, ist nur interimistisch durch den radikalen Minister Snnonowihsch besetzt, da Nikitfch den Eintritt in das neue Kabinett ablehnte. Das schweizerische Getreidemonopol. <D ra ht m e I dun g.) wtb. Bern, den l. Februar. Der BundeSVat hat die vorläufige Ordnung der Getreideversorgung und die dazugehörige Botschaft einstimmig angenommen. Der Beschluß» entwurs, der aus den Beratungen des Bundesrate» hervorging, kommt in feiner Gesamtheit zur An» Wendung b s 30. Juni 1028, umsaht oJfo insbesondere auch die Abgaben der Ernte dcS Jahre» 1927. Ulrerdie» gellen die Bestimmungen betreffend die Übernahme von JnlandSgetreide und Marktprämie auch für die Ernte de» Jahre» 1028. Über die Frage, ob da» Einsuhrmonopol Über den 30. Juni Kinau» dauern soll, behält sich der Bundesrat die Prüfung vor. Der Bundesrat hielt eS für notwendig, der inländlichen Getreideproduktion die Zusicherung zu geben, das; auch die Ernte de» Jahre? 1028 in k»S-beriger Weise abgenommen und für sie auch die Marktprämie entrichtet werden soll. D>« Vertretung der Vereinigten Staden tn dee Reparutionelomniistwn. Der Neuqork Herald kündigt an. das, der Beobachter der Bereinigten Staaten in der Renaration»kommissio». Ralph SP. Hill, zurückgetreten sei. Er werde ersetzt werden durch den erste» Botschaftssekretär bei der amerikanischen Botschaft in Pari», Edwin SPillo». Keine Ermordung de« General» Protogeross. Po. lilila erklärt, die von ihr gebrachte Nachricht aus Sofia von der Eimordung de» Präsidenten de» revolutionären macedonuchen Komitees, General Prolognoss» sei un richtig. «urze polllische üadicKDfen. gmplänge beim ReiäiSvrnsibenten. Ter Reich.» präsiident empfing die nenernaiiuien Reick»,» in ister Schiel«, Hergt und von Keudell, ferner den Prälaten Monsignorc Steinmann von der deutschen Botschaft heim Vatikan. Ter friifirrc südslawische Gesandte, Dr. Zivosin B a l» gds ch i 1 s ch. der M» zum Mai vorigen Jahre» sein« Regierung in Berlin Vertrete» hatte und seither al» Gesandter in Renn tätig war, kehrt an Stelle de» bisherigen Gesandten Dr. Josip Smodlaka ans leinen Wunsch an seinen Berliner Posten zurück und hat bereit» da» Agrement deui'scherseit» erhalten. Dr. Frirden»burg Rrgierungsveäsident in Kastel. Wie die Telcgraphen-'Union erführt, wird Polizei- Präsident Dr. FriedenSblirg i» kurzer Zeil »»>» Re> gierungspräsidenlen in Kassel «rnannt wenden. AI» sein Nachfolger ist der bisherige Veilci der Berliner .Kriminalpolizei, Regierung Adirektor Dr. Weih, in Aussicht genommen. Neuer Termin im Plaurner Ztresrmanii-Prozeh. In «dem Prozeh gegen den völkischen Rechtsanwalt Müller in Plauen wegen Beleidigung de» Reichsauhenminister» Dr. Stresemann ist der neue Verhandlnng»lermiii auf den '.R. März anhergumt worden. Für zeitweilige Aushebung de» Ronnenzolle». Räch einer Meldung der Vosiischen Zeitung haben die Sozialdemokraten einen Antrag eingebracht, wonach vom l. Februar bi» 30. Juni der Roggenzoll suspendiert wenden soll. Zur Begründmig weide auf die einhaltende Steigerung der Roggenpreis« in den letzten Monaten hingewiesen. Verhandlungen über die Aushebung de« Lichtvermerk». Nach einer Meldung de» Demokratischen Zeidungibiciistv» sind die Verhandlungen de» Au»- wärtigcn Amte» mit Eng land über «die Aushebung de» Sich!venn«rkS.zmange» so weit forigeschritten, bah mit einem aussichtsreichen Abschlnh zu rechyen ist. Weiter sind in der letzten Zeit mit Burt«ml»iltfl «und Portugal UVrfrftgf übet Vi« ¥lu'jl)d>utifl fcc» >iichtvermerk»z«>vang«» zum Abfctvluh göbracht World«». Auch ist da» Att»«wärtige Amt bei seinen Be«nühungeii zum völlig«» Abbau ixr Pakntguen» neuerdittg» mit weiteren Otaaten in Fühlung getreten. Immer »rnc Maßttgelmigen Deutscher im Memrlgebirt. W>« die Moinelländische Rundschau erführt, hat da» BaudeSdireiktorium im Kreise £>e lifo«! rn g zwei Lehrern, die für Deut'sch. Land i>ptt«rt hüben, idcn Dienst gekündigt. Auch in anderen Kreis«» «sollen Kündigungen ausgesprochen worden fein. iP iin Mb rmpsiug den belgischen Auftenminister fanbervelbe. lf» wurde berfucht, «inen modus vivendi aufzuarbeiten, um belgischen Arbeitern den Eintritt nach Frankreich zu erleichtern, gleichzeitig aber auch den 'Schutz französischer Arbeiter vonzunehinen. Ter Wunsch de« General» Walch, zum Militärgouverneur in Slrasfluirg «rnannt zu wenden, wird nicht in Erfüllung gehen. Im Ministerrat wurde Ver frühere Dlsrkommandttzrend« in «Marckkko, Dmision.'geiieral Bo i ch ut, zum «M i 1 i tür g o u - v e r n e u r in Strasburg ernannt. Maebonaib für Frirbrn in brr Jnbusleie. I» einer Rede rief Ramsay Matdoi»ald die tFiihrer «der Arbeiterpartei und de» Kapital» zugunsten de» Frieden» in der Industrie an. «Die Arbeiter, sagte er. sollten ge-meiirjam mit dem Kapital die Verantwortung in der Industrie tragen. Lsterrrichisch.italienischer Grenzzwischenfall. Wie «die amrlicke Aachrichtenstelle mitteilt, ln«t»e» am Sonnabend HO 'Faschisten die Grenze am Brenner überschritten und sind ungefähr 100 Schritt ans österreichische» Gebiet vorgedrungen. Al» die Faschisienableilung einer österreichischen G c ndar mer i« pa troii i I l e begegnete, kehrte sie wieder ans italienischen Boden zurück. Einige Zeit später erschien der Kommandant «der italienischen Fiuanzioachabbeilung beim österreichischen Gendarmeriepasten und entschuldigte sich wegen «de» Vorfall». Aus dem Reiche. Schien. v<tt>. Breslau, den 1. Februar. Beim «vielen auf einem gefrorenen Teich brachen drei Kna. den ein. Es gelang nur einen von ihnen zu retten. Bei den beiden anderen, d e im Alter von 12 Jahren stehen, waren alle WicderbclebungSversuche vergeblich. Sachsen. Tll. Zwickau, den 1. Februar. Der arbeitslose Ernst Wutzcr au» Silau hat nach anfänglichem Leugnen seine bisherige» Geständnisse dahin erweitert, daß er nun zugibt, auch den umfangreichen Brand bei der Fiachsbereilungsa» stall Schoid«! & Co. in Oberbohndorf am 27. September vorigen labreS angelegt zu haben, wobei Werte im Betrage von etwa 30 000 Reichsmark vernichtet worden find. Bis jetzt sind Wutzer bereits sieben Brände nachgewiesen worden. TU. Leipzig, den 1. Februar. Die sächsische LandeSwoblfahrtsst-iftung setzt für die beste Lösung einer PrciSaufgabc über das Thema: Borbet! gende Fürsorge al S Sparmaßnahme einen Preis von 1000 Mari? aiu». Die Au'gabe besteht in der Untersuchung, inwieweit sich Maß nahmen in vorbcuigciidcr Fürsorge der öffentlichen oder freien Wohlfahrtspflege, sei cS auf dein Gebiet der Gesundheitsfürsorge, der Tuberkulosen, Krüppel- oder Geschlechtskranken, als Sparinaßnahine erwiese» haben. Die PreiSbewcrbungen sind bis zum 1. Oklolter 1027 an da? sächsische Landcswohlfahrt?, amt und Jugendamt, Dresden, Tüppclstraße 1. einzureichen. Provinz Sachsen. wtb. Magdeburg, den 1. Februar. I» den henttgen Morgenstunden würbe ein Pvlizetoffizier auf seinem Kontrollgang von einem jungen Mann um Unterstützung gebeten und dann von diesem in einen Hinterhalt gelockt, wo der Offizier von mehreren Personen überfalle« und so schwer verletzt wurde, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird. Tie Täter sind entkam men. -ö- Halle B/2., den 1. Februar. Auf dein Fördcrschacht der Grube Alt-Grmtschen bei Zeitz brach Montag mittag durch F u n k e n s l u g e i n Brand ans. der den Fördcrschacht und die aas Holz gebauten Bunkeranlagen sowie einige Wagen mit Kahlen vernichtete. ES gelang jedoch, die wertvolle Seilbahn, auf der die Kohle nach Ncu-Groit» schcn befördert wird, zu erhallen. Braunsen. wtb. Blankenburg am Harz, den 1. Februar. Am ©oimiaq «rtranken m einem Teiche bei Blawkenbura ein Ivjahriger uird «in lkiä.niger Schüler. de if der Nähe ÄeS Tcxt'ed gerodelt hatten und dabei auf das des Teiches geraten waren und einbrackren. Beide kämpften vergebens um ihr Leiben. Als Hilfe eintraf. waren fi« bereits tot. Hessen. Lanterba». den 31. Januar. In diesem Jahre lind 40V Jahre verflossen, das, Laute r b a ch lut h c - risch geworden ist. Die crlte hessische «ladt, die die Rcsorinaiioi annahm, um 1525 Altfeld, wo Luther 1521 im alten Gasthaus »um Schwan übernachtet hatte. In unserem Laulerbach bereitete um 1527 Hermann 111. Riedcsel den Boden sur die Reformation. Bon den Statten, an denen damals in Lauterbach die neue Lehre verkündet wurde, ist heute nicht» mehr vorhanden. Rhelnprovlnz. TU. Duisburg, den 1. Februar. Vor dem Schösse irgemcht fand gestern die dritte Bcrhandluiig gegen tri« sogenannt«», Koblcnschieber stall. Ein Bureauangestellter der SipeintionSsirina HnlSmann in DuiSburg-Ruhvorl hatte mehrere Ausfuhrschetn«, di« er haufenweise allein in Verwahrung habt«, vertauft. Die Schein« gingen ohne Zollvermerk noch durch d>« drill« und werie .Hand, n*rh» rend d>« bezahltem Suimnen immer höher rvurden. Tab Gericht verurteilt« oen Augefielllen »vegen Diobsiahl» zu 100 Mark Geldstrafe. Bon den Hehlern erthielten ein Wirt 150 Marl, ein Schneider 100 Mark Geldstrafe. Der Staatderi»voll Holl« de» allen Angeklagten Gesängi, itzstrasen bcanlragt. 7U. Koblenz, den 1. Februar. Da» hiesig« Schwurgericht beschäftigte sich mit «in«m Altern» «ati-prozeß, bei dem di« Täter das Loiferder Atlenilot als Vorbild benutzt hatten. Angeklagt waren der früher« Sisenbahnarbciler Wilhelm Cor» »eil, und der Winzer Bloihia» Gobel an» platte». De Täter hatten auf der Bahnst recke Trier-iKol>. lenz «ine «isev» e Schwei!« aus da» Geleif« gelegt, um eiu«n Schnellzug zu<n> Entgleisen zu dring«». Außerdem haben die Burschen vorher schon Anschläge auf fahrende /füge vevulbl und wi«>derholt Züge mit Steinen beworfen, D<a» Gemchi hielt di« Taler trotz Leugnen» für überführt und verurteilt« d«n Carueltz zu 5 Jahren und dem Angeklagten Gobel zu S Jahren Buchthau». wtb. Trier, den 1. Februar. Amtlich wird ge» meldet: lstestern nacht gegen 1 Uhr fuhr auf dem Bahnhof Nennt g infolge falscker Signalslelluiig e n Güterzug auf «neu I>altenden Güterzug ans. Der Lokomotivführer wurde getötet, der Heizer schiver verletzt. Der Sachschaden ist bedeutend. wtb. Mist». den 1. Februar. Ter Reichsbahn» angestellte Strohn,ibdel bat aus einem P o it» beutet für die Reichsbahn Anweisnngen in Höhe von 550 Mark gestohlen, indem er in den Beutel Sckmitle machte und.so einen Postraub vortäuschte, wodurch Postbeamte n den Verdacht de» Diebstahl» gelommen ioaren. vanern. Vt Ib. Canbthut, den 1. Jh'dr.iar. Vor beut Schwurgericht hatte sich heut« die Löiuhrige «Ichloj» ffrmelfterltorfjlct Röckl ou» O 6 ftf ii ad& zu verantworttn bie beschuldigt war, ihr Kind gleich nach der Geburt «et Stet t u hab«n. In der Verhandlung gestand die Angeklagte, das, ih r c Mutt <r die Ni ötberiti de» Kindes sei. Die Mutier habe Heluimmendstnst« geleistet und nach der Geburt da» Kind erstickt, und ini Ofen derbräunt. Vtuf (Mrurnb diese» Geständnissc» sprach da» Gericht die Röckl frei. Die Mutter, die bereit» wegen iwisätzlictier Brandstiftung »in Jahr Kuchtha.i» per« büht bat. wurde in da» hiesige Gesängni» ein« geliefert. 11. Deutscher Kartosseltag. N'tk. Berlin, den 1. Februar. Die Ka r toff clb a u -Gesei lsch af t hielt beute ibrcn 11. Deutschen Krntoffeltag an. Nach BcgrüßungSworten des Borsitzenden v. Regenborn sprach zunächst der Hauptgeschästsführer Fant? lßerlin) über das Thema „Was kann die Landwirtschaft ans eigener Kraft tun, um den Kartofsclbau rcnläbel zu gestalten?" Im Anschluß an das Refe» rat wurde einstimmig eine Entschließung angcnominen, in der von der Rcichsrcgicrung in erster Linie ausreichender Schutz de? deutschen Kartoffclbaus gegen den ausländischen Wettbewerb gefordert wird. Die Gttterschlebungen während der Ruhrdefetzung. wtb. Düsseldorf, den 1. Februar. In der heutigen Verhandlung im Prozeß Koch und Genossen gab der Hauptangeklagte Koch zu. achtmal einen Schuppen, der drei Waggons faßte, leer getauft zu haben. Sieben an Phönix (Düsseldorf) gerichtete Waggons sandte er nach Brüssel. Leutnant Pahhol von der Unterkommission der Regie, der nach den Aussagen eines anderen Angeklagten aus Kochs Schuppen eine Speisezimmereinrichtung und andere Sachen erhalten hatte, hatte diese» Zug freigegeben. Koch behauptete, er habe sich bei all diescn Sachen nicht? gedacht, da das Reich ja den Schaden ersetzen würde. Im Jahre 1923 deckten 100 französische Familien ihren gesamten Bedarf bei Koch zu spottbilligen Preisen. Als Koch festgenommen wurde, bot er der deutschen Regierung seine Kenntnijse an den Schiebungen bei der Regie für 20 000 Mark an. Berlin. wtb. Berlin, den 1. Februar. Der 27 Jahre aste Straßen bahn schaff» er Woschovius aus Berlin und seine Braut, eine l 8 Jahre alte Hertha Berg er, die seit 14 Tagen vermißt wurden, sind gestern hon Waldarbeitern aus Schwarzburg in der Nähe eine» zum Trippstein führenden Weges mit Schußwunden tot aufgefunden worden. Tie Mutter der Braut, die an der Reife teilgenommen hat, ist noch immer verschwunden. 8. Berlin, den l. Februar. Das Berliner Poli» zeipräfidium teilt Mit: In der Moabiter Akten» beseitig» ngSaffäre ist ein österreichischer Staatsangehöriger verhaftet worden, dessen Auslieferung nach Wien in den nächsten Tagen bevorstand, weil er dort wegen anderer schwerer Straftaten gesucht wurde. Ter Fest» genommene legte ein umfassendes Geständnis ao, indem er einen Berliner Kriminalbeamten schwer belastete. Daraufhin wurde dieser Beamte gleichfalls festgenommen. Bei feinem Verhör ge» stand der Beamte, daß er Geschenke, kleinere Geld» Zuwendungen und auch Einladungen zu Kneipereien angenommen habe und sich dadurch zu pflichtwidri» gen Handlungen habe verleiten lassen. Eine tat» sächliche Aklcnbeseiligung bestreitet der Beamte, und eine solche Tat ist ihm auch nicht nachzuweisen. Tic beiden hier festgenommenen Personen sind dem Beriiehmungcrichler vorgeführt worden, der Hast» beseht gegen sie erlassen hat. Die Auslieferung de» österreichischen Staatsangehörigen ist auf Anord» nung der zuständigen Behörden vorläufig zurückgestellt worden. wtb. Berlin, den 1. Fäbruar. Der Berliner Kriminalpolizei ist es nach monatelangcn Ermitteln», gen g.-liingen, .zwei Personen zu verhaften, ldip unter bem bringest», Veödachi stehen, seinerzeit bei einem Einbruch im ReichSsinavzzeugamt für 480 000 Mark Zigarttenbanderolen gestohlen zu halben. Die beiden Perihafteten, Marsal und Miller, bestreiten jede Schuld. Bei einer früheren Wirtin Marsal» fanden die Beamten jedoch für 88 000 Mark Baiiiderolen unter dem Bett versteckt. DU. Berlin, den 1. Felbruar. In den beiden Gedäuden de» Amtsgerichte» Potsdam ist gestern dreimal versucht worden. Fvuer anzulegen. Der erste Braud würbe im Keller de» Gericklsgebändes in der entdeckt, wo Papierabfalle in Flammen standen. Während di« F«u«r-»oehr im Keller hari gearbeitet halt«, war unterdenen im Dachgeschoß Feuer angelegt worden. Die Wehr war gerade abgerückt, al» man Rauch und Flammen au» einer Dachluke herausschlage» sah. Aus die erneute Meldung kam die Feuerwehr wieder und konnte auch wer fämell dad Feuer löschen. Kurze Feit darauf wurde sie zum dritten Male alarmiert', diesmal kam aber der Alarm au» dem AmiSgerichlSgebäude Lindenstraße: dort »var da» Feuer tm Sitzungssaal« entstandet*. Brandenburg. Zvmmerfeld sßczlrk Frankfurt a. Oder), den 1. Februar. In Sommerfeld wurde da» Ehepaar T schenke ermordet in der Wohnung aufgefunden. D e Täter haben ein Fenster eingeschlagen, die Eheleute nn Bette gefesselt und erschlagen Geraubt sind Kleidungsstücke.und dare» Geld. Einer der Täler muß sich bei dem Einschlagen der Scheibe verletzt haben. Di« Täter sind anscheinend morgen« mit dem Fug nach Berlin gefahren. vberjchlesien. wtb. HoHomlb, den 1. ftehruar. Txrd Siitomadil dte Verlagddireftor« dir ftottotnifrct Zeitung, Mae. lud, überschlug sich bei einer ftahrt auf hei Tlrahc tt!otischatkowih-D«>«dFih. Von de» Insassen erlitt Mr"k»? eine schwere tHehirnerschüttcrung. ? c wurde fa sch>»er verlevt, das, sie bald darauf ftettli. Tie lächlet de» luetiot* und der tarnen mit leichteren Verletzungen davon. kerne Iroxxritte» Die Vereinbarungen über bie Aussuhr und Lagerung von Kriegsgerät. Kurz vor RedoktionSschluft erhalten wir nähere Ängabcn über die Vereinbarungen über die Ausfuhr und Lagerung von Kriegsgerat. Der auf Grund dieser Vereinbarungen ausgearbeitete deutsche Gesetzentwurf gliedert sich, wie wir erfahren, etiva wie folgt: Am ß 1 Wird die Ein. und AnSf n h r von KricgSgerät jeder Art (©äffen, MunÄio» und fon. stigcs Gerät), smvic seine Herstellung für die Ausfuhr verboten, Nach 8 2 des Gesetzentwurf» darf Kriegsgcrät für iuläuvische Verwendung weder hergestellt, >ioä> anföewahrt oder vechandclt werden. Im 8 ist in 45 Kiffern zusammengestellt, wclrftt Massen lind sonstiges Gerät im Sinne de» Gesetzes als Kriegsgcrät anzusehen find und da m l unter die Beftinmnungcn d.'r 88 t und 2 fallen. Di« Liste cndhäll Krieg»Waffen jeder Art und deren Geschosse, Munition, Minen. Boinöen, Muni» tzwiiSkäsle», Unterseeboote, MiinitionSanifzüge und maschinelle Eiiioichtniigc.» für die Marineartillerie, ll nte rw a sse rn e tzfchu tz (I), Panzerplatten, Pamzertürnvc, M a,npf wagen, Pauzerkraftwagen. Lanzen und anfpflangliarc Bajonette, Kriegsschiffe und denen Kessel und Ha »pt m afchi neu, sv-> weit sie, offenkundig für die Verwendung auf Kriegsschiffen oder ll nie Nwass c rsährze ng e n besonders eingerichtet find, Vorrichtungen Min Abschiestcn oder zum Ablassen von Ga? oder Rauch, Flanimenwerfer, für Kriegszwecke bestimmte optische und cletl» trotechnisch« Instrumente und Leu cht» mittel, für Kriegszwecke bestimmte Stucke der niil tätischen Ausrüstung, für Kriegszwecke besonder» eingerichtetes Schanzzeug und Stachel, d rächt (!). für Kriegszwecke besonders eingerichtete Selbstfahrer und Fährzeuge, militärische Beoioach: ng; vagen und BeobacktungSloitern, für Krieg», zwecke bestimmte Sondereinrichtungen für Brucken» trainS, militärische Feldbäckereie», für Kriegszwecke besonder? eingerichieteL rollendes Mai/rial für Schienen, besondere militänscke AuschildungSeinrichtnngen. Giftgase, militärische Pulver und Sprengst ojfe Ferner sind als Kriegsmaterial anzusehen die fertigen Hauptteilc von ©äffen und Munition, sowie die Haupttcile sonstigen Kriegbgerätk, wenn sie nicht in der gleichen Form für wirtschaftliche Zwecke Verwendung finden können. Vorgearbeitete Haupttoile sind nur für einen beschränkten Xe» der in der Liste aufgeführten Gegenstände alö anzusehen, jedoch auch nur dann, wenn sie offenkundig für die Herstellung von ©af» kn, Munition und Kriegsgerät bestinimt sind oder bereit» sonr i vorgearbeitet sind, das; sie üblicherweise nur »och für Kriegszwecke Verwendung sinteil können. Nach 8 4 de? Gesetzentwürfe» ist für eine Reihe weiterer Erzeugnisse die Aufbewabrung und Lagervng im Inlandc, jedoch nicht die Ausfuhr verboten. Hieruntei fall-» auch KriegSspezial» Maschinen, X e Bestimmungen des Gesetze? finden keine Anivendung ans die von amtlichen deutschen Stellen erteilten Inland Saufträge. Kuwiderbandliingcn iverden mit Gefängnis bis zu ö Monaten oder mit öafl oder mit Geldstrafe bestraft. Neben der Strafe kann auf Einziehung »nd U nbr a » ck> b a i mach n n g der Gegenstände, auf d'c sich die strafbare .Handlung bezieht, erkannt wcriei, In gewissen Fällen, nämlich wenn es sich im; Gegenstände handelt, die ihrer Beschaffenheit nach lediglich für Kriegszwecke verwandt werden können, also "i der Hauptsache um Waffen und Munition, mos; auf Einziehung ertannt werden. Für eine Frist von sechs Monaten nach In« krafitrcie» de? Gesetzes sollen feine Vorschriften keine Anwendung finden aus Verträge, die sich auf die Audtuhr von Erzeugnisse» beziehen, deren Ausfuhr durch da? Gesetz vom 25. Juni 1021 betreffend Ein- und Aiisfuhr von Kriegsgerät nicht i»erboten war. Tics gilt jedoch nur für solche Verträge, die vor dem Tage der Veröffentlichung de? G setzt? abgeschlossen »nd deren Ausführung vor i> efcir Tage n Angrif genommen worden ist. Aus aller Well. Wiener Akademie und Kalier-Wilhelm-Geiellschafl. <D r a Tj t m e I b u n g.) wtb. Wir», den 1. Februar. (Heitern wurde hier eine gemeinsame Sitzung bei Wiener Akademie der Wissenschaften und der Berliner .M<flicr»'2Btllielm-CMefc IlfetKift al>ge halten. Ten Vorsitz fiihrle Dr. Krupp von Bohlen» Halbach. Zur Beratung stand die Unierhaltung der beiden in Österreich. und HlDcr des Meteorologischen Instituts auf Sonichlitl sowie der Biologischen Station in Linz. Beide In« stitutionen sind mit letzten Jahre durch die Unter« stützung der Kaiser»Wilhelm.(HeseUsehaft auf ihren alten Umfang zurückgesuhlt worden, so dah sie ihre volle Wirksamkeit wiederausnehmen konnten. Am Abend veranstaltete Dr. Krupp für di« Teilnehmer an der Konferenz einen Empsang, an dem der Prasident der Wiener Akademie der Wissenschaften und der Unterrichtsminister Schmitz teilnahmen. Dabei wurde die Zusaminenarbeit der beiden Gesellschaften von lbeiden Seiten gewürdigt- Untervicht»» minister Schmitz dankte im Namen der vstcrreichischon Unterrichtsverwaltung den Berliner Delegierteil für tue Unterstützung seitens der Helm-Gesellschaft. furchtbarer Irrtum einer Kraukrutvärlrrin. In eurem Mailänder Krankenhaus hat eine War« Urin an Patienten irrtümlich falsche JnKfHoncn verabfolgt. Bier unter ihnen find «in der Nacht unter furchtbaren Schmerzen den Verletzungen er» legen, die andere» schweben in Lebensgefahr. Di« Krankenpslegerin ist geflohen. Felssturz «wischen Irirnt und Bovereto. Zivi, scheu Trient und Rovereto wurden durch einen FelSstnrz die Reichs st raße und der Bahnkörper beschädigt. Der Straßenverkehr auf dem linken Etschufer ist unterbrochen. Der Eisen» bahnverkchr wirb durch Umsteigen aufrechterhalten. »in grauenhafter Selbstmordversuch. Die Krau eines arbeitsamen Elektrotechnikers, die emer schweren Banchopcratio» enigegenging, bat sich aus Berzwetflung ihr« Kleider mit P«• tro <l« um übergössen und angezündet. In letzter SKinut« konnte der herbeieilende Ehemann noch die flammen ersticken. Die Unglückliche hat aber lebenSgesährliche Brandvcrletzungcn erlitte». Das Land der Hundertjährigen. Nach der lehien offiziellen Volkszählung scheint Spanien die Haupthe mal der Hundertjährigen zu sein. Nach den Angaben, die Madrider Blätter veröffentlichen, haben dort 865 Personen da» Alier von IUO lahren erreicht, und zwar 90 Männer und 250 Frauen; 76 Männer nnid 204 Frauen sind über 100 Jahre alt, und einige von ihnen haben das Alier von 1 10 Jahren erreicht. 22150 Männer und 86 201 Frauen sind über 80 Jahre alt; selbst Madrid, dos für ein« ungesunde Stadt gilt, Hai 24 Frauen und >1 Männer, die über 100 Jahre alt sind. Auch an diesen kiahlc» zecht sick wieder, daß di« Frauen älter werden als d.c Männer. Morgen-AnSgabe Hambnrqer Nachrtlbten Mittwoch, ». flfr b r«ar 1927
Bronvermelding Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg, Hamburger Nachrichten (PPN hamburger-nachrichten), woensdag 2 februari 1927 , pagina 3
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