Blader door transcripties » Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg



Gebruik tekstcoördinaten

Transcriptie

flriff her regulären KontonArwee auf Schöna-
Hai die Olrofimncfite wieber zusginmenschwoißen
tiMixbe. ?lugefichts bicier Canc zaubert England,
es mackit wenigstens auf de» Außenstehenden
den Eindruck. als ob man in London noch nicht
wisse, welchen sTiirB man steuern solle. Aus her
einen Seite entsendet man rund 20000 Mann
(bret Brigaden, davon eine indische) nach China,
verstärkt die britische ftsottemnnrfbt in den chinesischen
Gewässern »nb erweckt so den Eindruck
einer kriegerischen Aktion, aus der anderen
Seite werden die Derbandlungen sowohl mit
der Kantonregierung als auch mit Peking durch
die englischen Diplomaten weitergeführt und
diese Verbandlungen deuten nicht daraus bin.
daß man in London beabsichtige, e» im fernen
Osten znm Kampf kommen zu lassen. Vielfach
bat man in Deutschland anS dein zwiespältigen
englischen Vorgeben auf da? Vorhandensein von
zwei verschiedenen Strömungen innerhalb der
englischen Nepierung geschlossen: einer Frieden?-
Partei unter Cbamberlain und einer Kriegs-
Partei unter dem Kolonialminister Amery, der
neben dem Kriegsminister auch der erste Seelorb
angehörte. Das Märchen von einer
..Kriegspartei" wird bekanntlich immer im geeigneten
Augenblick erfunden. Es kann doch
keinem Zweifel unterliegen, daß die von England
entsandten Truppen viel zu schwach für
irgendwelche großangelegten Kämpfe im Fernen
Osten sind. Man kann daber auch kaum annehmen,
daß sie bei ihrer geringe» Zahl provozierend
auf die „kochende chinesische Volksfeele"
wirken sollten, wie die Phrasen deinokratischer
Spießbürger lauten, die vor sedem bewaffneten
Mann ein Angstgefühl nicht loSwerden
können. England kann sich jetzt nur noch
auf Verbandeln beschränken, nachdem nicht nur
alle Großmächte. sondern auch die englischen
Dominions England im Stich gelassen haben.
Man kann den englischen Versicherungen, die
Truppen Ivären nur zum Schutz von Leben und
Eigentum britischer Untertanen nach Ebina beordert,
rubig Glauben schenken.
Allerdings gäbe es einen Fall, wo militarische
Hilfe nötig wäre. Es ist nach allem, waS
man über die Stimmung in China hört, die sich
fast ausschließlich gegen die Engländer richtet,
nicht ausgeschlossen, daß mit oder ohne sanfte
Nachhilfe von Herrn Tschen der Großstadtmob
von Ich'nghai Aufstände und Unruhen beginneu
könnte, die sehr leicht unter diesem völlig
entwurzelten Proletariat sowjetähnliche Formen
annehmen könnten. Auf längere Zeit und
außerhalb der großen Städte ist der BolschewismuS
in China undenkbar, aber vielleicht hofft
Herr Tschen, den Teufel Albion mit dem bolschewistischen
Beelzebub austreiben zu können.
Er dürste sich allerdings täuschen: denn eine
solche Wendung im ganzen Charakter der.Bewegung
würden voraussichtlich die Vereinigten
Staaten und ivobl auch Japan nicht ruhig mitansehen.
Mit dieser Entwicklung muß man in
der Millionenstadt Schanghai rechnen und
Schanghai darf England nicht verloren geben,
selbst ivenn eS auf alles andere verzichten müßte.
Man hat Schanghai da? Hamburg Chinas genannt.
Wie Hamburg das wirtschaftliche Einfallsjor
nach Europa, ist- so Schanghai daS EinfallStor
nach China.' Hier ist der Mittelpunkt
des Handels für Europäer wie für Chinesen.
Was England noch in China für sich erwartet,
ist die wirtschaftliche Vormachtstellung, deren
erster Stützpunkt Schanghai ist. Die Männer
in Downing-Street wissen wohl besser als
andere, daß die Beherrschung Chinas durch
Europa und Amerika in der bisherigen Form
nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. China will
und muß seine Zollhoheit und seine Gebiets-
Hoheit zurückverlangen, die Exterritorialitätsrechte
fremder Privatpersonen müssen aushören.
Aber man weiß auch bei den Führern der Kantonleute,
daß man den Boaen nicht überspannen
darf, daß diese uralten fremden Rechte nicht
von beute aus morgen abgeschafft werden können.
Es ist nicht anzunehmen, daß es in Ebina
noch zu schweren .Kämpfen zwischen Weiß und
Gelb kommen wird, hvenn nicht von irgendeiner
Seite eine große Dummheit begangen wird.
.Herr Borodin. der Sowjetbeaiistragte in
Ebina. bat ja eine fieberhafte Tätigkeit entwickelt
und der Einfluß der Sowjetregierung ist
bei den Kantonleuten unverkennbar. Aber hier
im fernsten Asien zeigt sich wieder mit voller
Deutlichkeit, daß die Lehre Moskau? nach Osten
bin eine andere Wirkung und ein andere? Geficht
bvt. Man kann vielleicht sagen: nach Osten
gilt im Bolschewismus der Primat der Außenpolitik
nach Weiten, nach Europa zu. siebt im
Mittelpunkt der bolschewistischen Lebre der
.Kommunismus, um die Weltrevolution herbeizuführen.
Vielleicht, daß die halbasiatische Form
des Bolschewismus, wenn sie erst durch die alten
asiatischen Kulturvölker gegangen ist. in veredelter
Form zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrt.
Nach China wird Indien an die Reibe kominen,
so denkt man in Westeuropa. Diese Gefahr
kann eintreten und England täte gut. in
Indien beizeiten mit diesen Dingen zu rechnen,
von denen man sich in Ebina bat überraschen
lassen. ES gibt Deutsche, die beute schon die
Meerherrschast Englands als aus dem Absterbeetat
stebend betrachten, in Zukunft soll nicht
mehr der Seeweg gelten, sondern der Landweg
vom Atlantischen zum Stillen Ozean über
Sibirien. Ob diese einstweilen noch etwa«
phantastisch anmutende Entwicklung für Deutsch-
Innb so bcssriifzonswcrs wäre, Muß doch fioglich
erscheinen. In dem grostcn eurasischen »lautnc
sind wir ein Nichts, in Europa allein könnten
wir uns wieder eine achtkxire Stellung erringen.
Tie Times beklagen sich, das; die deutsche
Presse daS englische Znriiikwciclren in Cliina mit
Jubel begrüße. Die Times vergessen dabei, das;,
abaeseben von einigen Phantasten, die Deutschland
lieber beute als morgen als ein Appendix
des grasten asiatischen Völkcrblocks sehen mächten,
die meisten Deutschen bei der Betrachtung
der Dinge in China ihren Glauben an Gerechtigkcit
wieder erstehen fühlen, wenn sie auch auf
der anderen Seite nicht bcrkennen, dast die Nie«
derlage, die der Weiste beute in Astasien erleidet.
Deutschland im Grunde genau so trifft,
wie England oder Amerika. Asien ist auf dem
Vormarsch, Europa in die Abwehr gedrängt.
M) Miißliii gtlltll dit tWlislljt Grpcliition?
INS. Peking, den 1. Februar.
(IS lae n t r ot»etV t r t <b t.l
Tie rfiincsisdif Telegraphenagentur Hoven (?)
meldet, das» Marschall ?sch a n gts o I t n der eng.
lisch,» Regierung mitteilte, daft er im stalle rinrr
englischen Intervention Massnahmen zur Per»eidignng
Yftjna? treffen werde.
wtb. London, de» 1. Februar.
(Drahtmeld un g.)
Dir Note der chinesischrn Rordregirrung, welche
gegen die Entsendung der britischen Krirgvschisse
und Truppen nach Eltina Protest erbeb», ist bei der
dritischrn Regierung ringrgangrn.
Mar erwartet erneu baldigen Zusammen»
st of? zwischen der Nord- und der Südarme.'. Wie
verlautet, ha! sich Marschall Wupeifu erboten,
nrit Tschongtsolin zusammen zu wirken, sie beabsichtigten
ihre Truppen z» vereinigen, um gemein>am
Ha nfait anzugreifen.
gehandelt hätte. Das Marincdcpartement gibt strkannt.
dast weitere 1200 amerikanische Mannesoldatcn
in St. Diego den Befehl erhalten haben,
sich nach China einzuschiffen.
London weiß angeblich von nichts.
(Drahlmeldung unsere? ständigen Mitarbeiter?.)
ck. London, den 1. Februar.
Da? Auß« namt erklärte zwar, daß eS noch
kein- Bestätigung der Nachricht erHalden habe, daß
die Bcrtand.'ungen mit Tschen in Hankau abgebrachen
seien. Aber die Meldung kommt von
R ent e r au? Neuho.ik und sag*, daß Tschen erklärt
habe, solange die britischen Truppen nicht zurückgezogen
würden, k'tin« er keine Abmachungen
»nterschve'b >». Man erfährt nicht? über den Gang
der Verhan>!ungn und tut, als wenn man noch
hoffnungsvoll wäre.
Die Nachricht ans Peking, daß die chinesische
Regierung den Generalinspektor der
Seezölle, Sir Francis Aglen, entlassen hat.
macht hier natürlich einen sehr unangenehmen
Eindruck, gerade in dem gegenwärtigen Augenblick.
Aber eS wird davor gewarnt, die Bedeutung
der Angelegenheit zu unterschätzen. Der General-
Inspektor ist ein Angestellter der chinesischen Regiening,
die also das Recht hat, ihn zu entlassen. DaS
Abkommen mit Ebina bestimmt nur, daß, solange
ser britische Handel in Ehina vorherrschend ist, der
Generalinspektor ein Engländer sein soll. Die
chinesische Regierung gibt al? Grund für die Enilassung
an. daß Sir Aglen sich geweigert habe, de
neuen Zölle einzuziehen. E? wird weiter behaupte!
daß Ttchangtsolin ein Gegner de? abg«-
lebten Inspektor? sei und daß ihm außerdem der
Besuch übel genommen worden 'ei, den er kürzlich
dem Außenminister Tschen abstattete, um mit diesem
zn verhandeln.
Niederwebeluna e'ner Kompagnie
Muldeuttuvven.
tD ra b t vre l d u n g.)
wtb. Port?, den 1. Februar.
Noch einer Meldung an? Peking soll da? von
Bauern der Provinz Hon a n gegen jede militärische
Intervention gebildete Freikorps „Rote
Lanzen" entc Kompagnie von Mukdentruppen
massakriert haben. Nur drei Mann konnten sich
retten.
Washington zur Lage der Amerikaner
in China.
((5 : ö e n e r Kab , l b e r i ch t.Z
INS. Washtupton, den 1. Februar.
TaS Kabinett beschäftigte sich in einer längercn
Sitzung mit der Lage in China, die ÄS
ernst angesehen wird. Besonders wurde die Frage
der völligen Räumung der chinesischen Städte
durch die dort lebenden Amerikaner erörtert.
Durch die Räumung wurde ungefähr die Hälfte der
ganzen amerikanischen PrivatvcrmögcnSwerte in
China ausgegeben, was einen ungeheuren finanz
eilen Verlust darstellt.
Der Pessimismus in bezug auf die Ent»
Wicklung der Dinge in China ist ständig im Wach«
f e 11. Über die vermißten Amerikaner und Engländer
ist keine weitere Nachricht eingegangen. Man nimmt
allgemein an. daß die Vermißten unter der großen
Zahl von Flüchtlingen sind, die das Land verlassen
oder verlassen wollen.
Das Staatsdepartement gibt bekannt, daß der
amerikaniche Konsul, al? er In Gemeinschaft mit dem
anderen Konsul in Schangha- gegen die Eingnar«
ticrnng britischer Truppen im internationalen Gcbiet
protestierte, ohne Instruktion aus Washington
D'e Sudetendeutschen gegen den
tschechischen Zmperiaiismus.
(D r a h t m e l d u n g.)
TU. Berlin, den 1. Februar.
In den letzten Tagen fand in Berlin ein» Beratung
führender Männer der Sudetendeutlchen
Auslandsbeweaung statt, die zur qegenwärtiqen
Lage in der Tschechoslowakei u. a. fest«
stellten:
„Durch den Zwang der Friedensverträge von St.
Germain wurden dreiein bald Millionen
Deutsche des geschlossenen deutschen Volksgebietes im
mittleren Europa abgetrennt und in den neuen
tschechoslowakischen Staat eingclchlolien. Nie und nirgends
babcn sich diele Millionen Deutschen für die
Tschechoslowakei erklärt, die von den lieben Millionen
Tschechen dm'ch Unterstützung Frankreichs selbständig ins
Leben gerufen wurde. Ohne Rücksicht auf die ander«
Hälfte der Staatsbevölkerung. die aus Deutschen. Slotrafen,
Madjaren, Ukrainern und Polen besteht, versuchte
bisher der tschechische Zentralismus von Prag
den Völkerstaat mit allen staatlichen Maßnahmen. Ausnahmegesetzen
und willkürlicher Bevorzugung der eigenen
Interessen in einen rein tschechischen Nationalstaat
zu verwandeln.
Gegen ihre politische, nationale und kulturelle Uli»
terdrückung haben sich gleich den anderen eingeschlossenen
Völkerteilen die Sudetendeutschen in der
Tschechoslowakei entschieden zur Wehr gesetzt
und führen den harten Kampf um die Selbstbehauvtung
gegen den feindlichen Staat. Daran wird auch
die Tatfache nichts ändern, dast von einem Teile der
deutschen Parteien des Prager Parlaments zwei deutsche
Minister in die tschechische Regierung entsendet wurden,
wo sie die Wahrnehmung der deutschen Volksinteressen
zu vertreten hätten.
Wir Sudelen deutschen stellen aus diesem Anlaß fest,
daß sich das herrschende tschechische Volk m seiner
deutschfeindlichen imperi all stischenEinst
e l l u n g nicht geändert bat, auf seinen Vorrechten im
Staate besteht und bisher nur den zwei Millionen
stammverwandten Slowaken ein« Art Selbstverwaltung
eingeräumt hat, die es den dreieinhalb Millionen
Deutschen bis nun verweigert. Die Sudetendentschen
führen deshalb den geschichtlichen Kampf um da? Selbstbestimmungsrecht,
den Schutz ihrer Kultur und Wirtschast
und die wirkliche Sicherung ihrer Zukunft.
Wir bleiben trotz willkürlich gezogener Staatsgrenzen
ewig ein untrennbarer Teil des großen deutscher
Volkes." . «» • ■» ---
tön weiter sal! flolüin?
fj W 9 9W ->
(Drahtmeldung.) 1
TU. Innsbruck, den 1. Februar.
In N e u m a r k in Tüdtirol wurde gestern ohne
Angabe von Gründen der Lehrer Rudolf
Riedl, ein alter Mann, verhaftet und nach Tricnt
weggeführt, Man befürchtet, dast ihm das gleiche
Schicksal wie dem Rechtsanwalt Or. Noldin beschieden
fein wird, da er seinerzeit deutschen Privatunterricht
erteilt bat. In der letzten Zeit war Riedl bei
der Raiffeisenfasie angestellt.
Demonilralion vor dem
italienischen Konsulat in Zrnsbrult.
SD r a b t m e l d u n g.)
rvtb. Innsbruck, den 1. Februar.
Im Anschluß an eine für heute abend von der
völkischen Arbeitsgemeinschaft einberufene Protestversa
in in In iig de» Sarlurner Nr.
Reld n fand vor dem italienischen Korvu'loi eine
Demonstration einiger hundert Leute statt,
die Pfuiruf« auf Mussolini ausstießen und wehrere
völkische Lieder absangen. Die Polizei, die
die Menge z» zerstreuen versuchte, konnte erst nach
Verstärkungen die Demonstranten auseinandertreiben.
Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen.
Ter italienisch? Justizmintfter Balte «ine lautrere
Unterredung mit Brianv. der auch der in Paris
anwesend« französisch« Barschaft er in Nom. Aene
Be?n a r d, beiwohnte. Dieser Unterredung tit
arötzte Bedeutung beizumessen. Ter Insttzminister
scheint in besonderem Auftrage Mussolinis nach
Paris gekomm«« zu sein.
Jas Ntilh und die LinnidatiansnelGdinten.
Bon einem Lignidationsgesckiädigtcn wird
uns zu den Ausführungen des ReickiSfinanz-
Ministeriums geschrieben:
Der Vertreter der deutschen Regierung. Professor
Kauffmann, bat vor dem Langer Schicdsgeeicht
erklärt, dast die LiquibationSgeschävigten t'om
Deutschen Reich vis zum t. Juli IltöS 8,4 s Prozent
ihrer Schäden oder 818,2 Millionen Mark erhalten
hail,cn. So las man e» vor Tische.
Jetzt gebt eine Notiz deF Reichssinänzminisveriums
durch die Presse, in der das Urteil des Haager
Schiedsgerichts besprochen vüöd. In dieser Mittellung
ist nun plötzlich nicht mehr pon 318 Millionen
die Rede, sondern von mebr al» einer Milliarde.
Es soll also anscheinend allen ZeilnngSlcsern in
ganz Deutschland suggeriert werden, dast die
LiquiPationSgeschädigtvn bisher schon über «ine
Milliarde erb alten basten.
In Wirklichkeit starben die Liquidation»-
geschädigten biü zum heutigen Tage unter Ginrechnuiig
aller W>cderaufst audarlcsten mir ungefähr
«in Drittel dieser Summ« bekommen.
Wem sind also die übrige» zwei Drittel der bcwustten
Milliarde zugeflossen? Wenn man »aber
stinsiestt, löst sich da? Rätsel: In der Milliarde
sind gewisse soziale Lasten mitinbcgrisfen,
nämlich Zahlungen für Gewaltgcschädigic und Fluchtlinge,
also für Gruppen, die mit dem Haager Schied»,
gericht und den LiquidationSschöden nicht das mindeste
zu tun stallen! Warum wirft man die vielen
Milliarden, die für andere Fürsorgemastnahmcn aller
Art ausgegeben wurden, nicht auch noch in den Topf
der Liquidationsgeschädigten hinein?
Wir Liquidationsgeschädigten haben gerade genug
Provokationen erlebt und können daher ein solches
Zahlen spiel einer amtlichen Stelle nur höchst
befremdlich finden, da dadurch in der Ofsentlichtkeit
falsche Vorstellungen erweckt werden müssen.
In einer anderen Anschrift ans Geschädigten-
Kreisen beistt es mit Bezug ans die .Haltung
de-. Reichsfinanzministeriums:
Nach der Konstruktion des Verfailler Vertrages
bedeuten die Liquidationen des deutschen Eigentums
nichts anderes als die erste Rate der beutscheu
Reparationszahlungen. Die Deutscheu,
deren Eigentum draußen weggenommen wurde,
höben damit dem Reiche diese erste RcparationSrate
aus ihrem Vermögen vorgeschossen und sind so zu
unfreiwilligen Gläubigern dcS Reiches geworden.
Diese Vorschüsse zu ersetzen, ist nach dem Verfailler
Vertrag Pflicht des De»fseben Reiches. Auf diese
Weise sollen die Konfiskationen deutschen Vermögens
völkerrechtlich gerechtfertigt werden. Auf Grund
dieses Verfahrens sind die LiquidationSopfcr stärker
belastet worden als alle anderen privaten ReparationSliefcranten
und die deutschen Steuerzahler im
allgemeinen, denn sie haben ihr Hab und Gut als
erste Sachlieserung und als erste Reparationslast
zur Verfügung stellen müssen.
Aber wir wollen uns unter Deutschen nicht auf
den Verfailler Vertrag berufen, der bei uns nicht
immer als Rechtsquelle beliebt ist. Deshalb beziehen
wir uns auf unsere innerdeutsche Verfassung, unsere
innerdeutschen Bestimmungen. Diese
sehen in Übereinstimmung mit den Grundsätzen aller
Rechtsstaaten vor, dast eine Enteignung
und um eine solch« handelt es sich bei den von
ihnen geleisteten Vorschußzahlungen nurgcgen
angemessene Entschädigung zu erfolgen
bat, sowie dast alle Deutschen vor dem Gesetz gleich
behandelt werden. Tie 'bisherige auf dem Reichs-
vom Juni 1023 aufgestaut« Entschädigungs-gesetzgebung
stellt einen schweren Bruch
dieser VersassurigSbcstimmungen dar. der äußerlich
nur zu heilen wäre, wenn eine verfassungändernde
Mehrheit bei der Verabschiedung dcS ReichsentlastuiigSgefctzeS
festgestellt worden wäre, was nicht
der Fall war.
Jeder recht und billig Denkend« kann folgende
Vergleiche anstellen: Aus Gtund der WaffenstillstandSibet
ingungen mustte Vieb, EiscnbahnMaterial
usw. abgeliefert werden. Di« Ablieserer wurden voll
entschädigt. Auf Grund dcS Verfailler Vertrages
mußten andererseits bestimmte Wertpapiere an das
Deutsche Reich abgeliefert werden. Die Entschädigung
betrug zwei pro Mille. Im Jahre 1023 gerieten
beim Rubre inbrnch erhebliche Kohlenvorräte und
Fndustriecrzengnissc aller Art in die Gewalt der
Franzosen. Sie nahmen sie weg. größtenteils ohne
sie auf ReparaüonSkonto gutzuschreiben. Die betroffenen
Kreise erhielten volle Entschädigung.
Während der NachkriegSjahr« wurden andere Gold»
nvrte. die sich ebenfalls in 'dein Machtbcreich der
Alliierten befänden, nämlich »ach dein 10. Januar
1020 fällig gewordene Dividenden aus Wertpapieren,
die den Alliierten in die Hände gefallen waren,
weggenommen und ans Reparationskonto gutgeschrieben.
Eine Entschädigung hierfür wurde durch
Gesetz ausgeschlossen. Die Sachlicfernngcn auf
Grundlage de? DcrweS-Plancs werden mit 100 Prozent
bezahlt, die Liquidationsgeschädigten haben nach
den eigenen Ausstellungen der Reichsregierung bisber
durchschnittlich 3,4 Prozent erhalten. Weitere
SljnllrfK ©enctiiWvfrfteDintßfn könnten in groster Zahl
gemacht werben.
ES ist also «in nfllcfxtr Boden, auf den sich
da» Re ichSfinan>zininisterium begibt, wenn e» die
Rechtsansprüche der Liquidationsgeschüdigten zu
schmälern versucht. Wir raten ihm, von diesen
Dingen lieber nicht z» sprechen, sondern sich trotz
de» Verlustes van Gefühl für Recht und Billigkeit
bei einigen Geheimräten da» äusserst Mögliche zu
tun, um da» begangoirc Unr«cht, da» in der Weltgeschichte
nicht seinesgleichen hat, wieder gut *ll
machen.
Kabinett und Meslunaen.
VVWVItIK«« MMV V|f II«
(T r a h t m e l d u n g.)
, wtb. Berlin, den 1. Februar.
Der Berliner Lokalanzeigcr behauptet in seiner
heutigen Abendausgabe, dast bei dem Crlast. der
nach Pari» in der Frage der Ostfestungcn zu richtenden
Instruktionen van dem Gedanken ausgegangen
sei. „die KabinettSmitglieder, var allein auch der
Rechten, in der Äuhenpolitik vor vollendete
Tatsachen zu stellen", und bezweifelt bei
dieser Gelegenheit die Loyalität de» Austen»
m i n i st c r S.
Wie demgegenüber offiziell festgestellt wird,
hat das Kabinett einmütig beschlossen, die Vcrant»
Wartung für diese Instruktionen zu übernehmen, da
einmal die Verhandlungen schon seit Wochen ge»
führt wurden und kurz vor dem Abschlust standen
und weiter, weil die Sachlage eine Verzögerung
nickt gestattete.
Tie Beschlüsse de» Kabinetts seien nach üöereinstimmenden
Vorschlägen des Reichswehrministcr?
und de» Ministers de» Auswärtigen nach Anhörung
des Chefs der Heeresleitung gefastt. Irgend»
welche Angriffe gegen den Austcnminister seien daher
völlig unberechtigt.
Rädel über das neue Relchslabinell.
(D r a Ts t m c I b u n g.)
wtb. Moskau, den 1. Februar.
Radck beschäftigt sich in einem Artikel der
Iswestija mit dem neuen NeichSkabinett. Er
schreibt: Ter Regierungswechsel in Deutschland wird
voraussichtlich keine Änderung in der deutschen
auswärtigen Politik zur Folge haben. Eine deutsche
Realpolitik ist gezwungen, sowohl den Markt
Sowjctrußlands als die Tee- und Finanzmacht
Englands zu berücksichtigen. Die deutsche Regierung
wird mit Beteiligung der Deutscknationalcn um die
Wiederberstellung der außenpolitischen Bedeutung
Deutschlands nach allen Richtungen kämpfen und
eine feste Bindung nach einer Seite zu vermeiden
suchen, um freie Hand in ihren Entschlüssen zu bchalten.
Tie deutsche Realpolitik stellt ein snstcmatischcs
Vorrücken nach dem Westen und L'sten dar
und verfolgt den einzigen Zweck, allmählich durch
Sammlung der Kräfte und Ausnutzung jeglicher
Widersprüche Schritt für Schritt den Versailler
Friedensvertrag zu zerstören. Die Beteiligung
der Teutschnationalen an der Regierung wird die
Selbständigkeit der deutschen Politik stärken
und fördern.
Das kommen und Gehen in den
Reichsminitterien.
Ter Wechsel im Neichsministerium für Ernährung
und Landwirtschast.
(D r a h t in e l d u n g.)
wtb. Berlin, den 1. Februar.
Im Reichsministerium für Ernährung und
Landwirtschaft verabschiedete sich heute Reichsminister
Dr. Haslinde von seinen Beamten m t
> aar inen Worten des Dankes für ihre treue »"d
vertrauensvolle Mitarbeit. Gleichzeitig trat der
neue Minister Schiele sein Amt an und
führte sich ein mit einer kurzen Ansprache. >n der
er auf die Bedeutung der Landwirtschaft für unsere
Volkswirtschaft und Voltsernäbrung und die daraus
resultierende Stellung des Ministeriums im Rahmen
der Reichsregierung hinwies.
Staatssekretär Dr. Hoffinann hob die Ver-
Lenste Dr. HaSl'ndes hervor und sprach ihm im
Namen der Beamtenschaft seinen Dank und seine
besten Wünsche für die Zukunft aus. Den neuen
Minister begrüßte er aIS einen Mann, in dessen
.Hand die deutsche Landwirtschaft mit Zuversicht ihre
Interessen gelegt sähe.
RrichSfinanzminister Dr. Köhler übernimmt
sein Amt.
Der neuernannte Reichsminister der Finanzen Dr.
Köhler hat die Leitung des ReichSfinanzministerium«
übernommen. In seiner Begrüßungsrede betonte er,
er wolle kein Einzelprogramm aufstellen.
An Stelle der vielen Reden müsse die Tat treten.
Die Ver e i n fach'a n g der Verwaltung in
Reich, Ländern und Gemeinden müsse alsbald durch,
geführt werden, wenn möglich, ohne da? Stadnim
dickleibiger Denkschriften.
Hierauf dankte der Staatssekretär im Reichssinanzministerium.
Prof. Dr. Popitz, für die Be«
grüßung und übermittelte dem neuen Minister die
Wünsche der Angehörigen de« ReichSfinanzininistei
riumS für die Führung seines Amtes.
Hexenkessel.
57
Roman von HuOolpfl Straß
17.
Im Handelskontor der Rowo-Rossija am
Königsplatz saß unbewegt der Lette Uhkoncek,
schweigsam, flachsbärtig, flachsmähnig vor
der Seitentür auf einem Stuhl und bewachte
wie ein mürrischer Schloßhund das Privatbureau
seines Herrn. Durch das Klappern
der Schreibmaschine, das Rasseln der altmodischen,
östlichen Rechenbretter im Vorräum
klang da drinnen das Knarren zweier
Stiefel rastlos über den Teppich seit einer
Stunde auf und nieder auf und nieder.
Schmelkc Machalles, der junge Galizier,
schlurfte geschäftig an Jakob Uhkeneck vorbei.
Seine Rechte schwang ein paar vielgewanderte
und vielgeprüfte Wechsel des Ostens,
an deren Streifen noch angeklebte Papiersahnen
flatterten, um die Unterschriften aller
möglichen Menschen zwischen Danzig und
Rarwa zu fassen. Er steckte den kränklichgelben,
verschmitzten Kopf durch den Türspalt
und riß ihn. die Schultern bis zu den Ohren
hochzichend. erschrocken zu dein Letten zurück.
~Eu weh! Seh der ehm on!" verkündete
er wispernd. „Der Herr is meschügge geworden?
Gibt der Warmwasserlcilung e,T"ß'
tritt nach dein andern! Mitten in de Röhren!"
.Was willst du. du Hund?" grollte es
heißer von innen.
„Renne Sie mich nicks c Hund?"
.Bleib draußen? Schick nur Uhkencek!"
Der Vertraute trat düster und wortlos ein
und schloß die Tür hinter sich. Drinnen lief
Serge Ssilin langbeinig und schnell wie ein
Mcnagerictier hinter Gittern, im Zimmer
hgn und her. Dessen Boden war mit Zigarettenstummeln
besät. Die Tür des Geldschranks
stand offen. Papiere überschütteten
in unordentlichen Haufen Tische und Stühle.
Der Inhaber der „Rowo-Rossija" fingerte
sie ungeduldig durcheinander.
„Nicht einmal verbrennen kann man lästige
Briefe!" sagte er heftig. „In diesen Westlichen
Wohnungen! Rur Warmwasser!
Keine Kachelöfen wie bei uns?"
„Warum wollen Sie verbrennen?" frug
der Lette eintönig.
„Weil ich Berlin verlassen will? Ich sagte
es dir schon vor ein paar Stunden?"
„Es eilt nicht so. Herr?"
„Doch! Es duldet keinen Ausschub?" Serge
Ssilin zuckte zusammen. Er machte ganz
plötzlich mitten im Zimmer halt und schielte
lauernd über die Schulter, als könnte
jemand da hinter ihm stehen.
„Sic sehen Gespenster!" sagte langsam die
tiefe Stimme des anderen.
„Ja. In mir ist auf einmal eine Unruhe
.. Du hattest vorhin recht: Es kommt durch
den Wald?.. Roch sieht man nichts..
noch hört man kaum etwas.. Aber es
kommt.. Es ist Zeit.." Der Mann aus
dem Osten atmete entschlossen auf. „Ich reise
heute Rächt noch. Uhkcneek?"
„Und wohin wird Gott Sie führen?"
„hier?" Serge Ssilin warf ein dickes, mit
Bindfaden zusammengeschnürtes Banknotenbündcl
aus dem Safe auf den Tisch, „hier
hast du ein paar Lot deutsche Kreditbillette!
Geh und hole mir eine Schlafwagennummer
nach Warschau! Ich kann immer noch in
Poznan den Zug wechseln nach Süden
fahren in die Donauländer.. Oder, halt:
Nimm lieber eine Karte nach Riga! Ich
werde in Kaumas aussteigen —in d ''ug
nach Wilna.
„Warum wollen Sie Haken schlagen wie
ein gehetzter Hase..?"
„.. öder nein.. So bleibe doch stehen,
wenn man dich ruft!.. besorge alte diese
Karten zusammen.. Ich werde dann heute
abend eine davon wählen.."
„Ich höre.."
„Oder auch keine davon.." Serge Ssilin
warf sich keuchend auf einen Stuhl und das
grobschlächtige, hcißgcrötcte Gesicht über die
Tischplatte. Er ballte die wuchtigen, noch
von der Leibeigenen-Frohnde früherer Geschlechter
ausgearbeiteter Bauernfäuste. Sein
vierschrötiger, knochiger Körper wand sich
unter dem englischen Homespun eines Sakkoanzuges
neuester Frühjahrsmode. Der Lette
trat näher.
„Warum schluchzen Sie?" sagte er. ~Warum
beihen Sie in die Tischkante? Es wird
Ihren Zähnen schaden.."
Sein Herr bleckte ihm. den rotborstigen
Schädel hebend, das weihe Wolfsgcbih
zwischen den wulstigen, verzweifelt schiefgezogenen
Lippen • entgegen. Die Augen
schwammen feucht in einem trüben, graublauen
Wasser.
„Kann ich denn fort?" stöhnte er. Er nahm
ein Vapiermesser aus sibirischer Bronze und
zerknickte es. um seiner Atemnot Luft zu
schaffen, mit Bärenkraft wie einen Stroh-
Halm zwischen den Fingern. „Ich kann nicht!
.. Nie finde ich die Stärke, jetzt abzureisen!"
„Was hält Sic?"
„Das fragt er noch dieser Pferdedieb!
.. Warum bliebst du denn nicht Lederschmugglcr
hc wenn dein Verstand für
Höheres nicht genügt?"
„Dies Mädchen aus Sebastopol.."
„Fa. Sie.." Serge Ssilins Augen
glühten nah auf. „Sie. Sic.,."
„Dies schwarze Mädchen brachte Ihnen
das Unglück.
„Glücklich fall sie mich machen!" Der
Mann aus dem Öfter» warf dem anderen
seinen erloschenen Zigarcttenstummel ins
Gesicht. „Ich bin ein Mensch.. Ich bin
wahnsinnig.. Ich bin in dies Mädchen
verloren.."
„Seitdem diese Grünäugige hier ist, zieht
sich die Gefahr über Ihnen zusammen."
„Kann ich van ihr lassen?.. Weg von
ihr?. Bin ich ein Heiliger?.. Nein..
Ein Mensch von Fleisch und 81ut.."
„Diese Deutsche aus Sebastopol wird noch
Ihr Verderben!"
„Ich bleibe bai ihr, in Berlin.." Serge
Ssilin sehte sich an den Tisch und stützte
müde den Kopf in die flache Rechte. „Ich
bleibe.."
„.. bis es zu spät ist.."
„Weiht du, warum ich bleibe? Weil ich
muh.."
„Herr.. Die Katzenäugige hat Sie behext."
„Was verstehst du davon?.. Mein Herz
steht still ohne sie.. Ja.. Runzele nur
verächtlich die Stirne.. Auch ich habe ein
Herz.. wie alle Söhne Adams. ein
blutiges Herz.."
„Herr!.. Treten Sie an das Fenster und
sehen Sie auf den Platz hinunter. Erkennen
Sic. wer da steht: Der Petersburger Knjäö,
den Sic mir in der Grenadierstrahe
zeigten.
Wolski..Da ist er wieder.." sprach
der oben leise zwischen den Fahnen.
„llith neben ihm der junge Deutscbe. den
Sie vorhin verjagten!.. Er hat dem Fürsten
den Weg hierher gewiesen.
„Wie haben sich diese beiden Vögel nur
gefunden..?" S.rge Ssilin starrte, durch
die Gardine gedeckt, hinunter. Langsam wurden
seine grobkantigcn. erhitzten Züge bleich.
„Die Zwei gehen um das Palais herum!"
sagte der Lette. „Sie wissen, jrcr darin ist!
Sie betrachten es von allen Seiten!.."
„Jetzt entfernen sie sich langsam.. da..
um die Ecke.."
„Sie wissen für heute genug! Sie werden
morgen wiederkommen! fyiir.. Sic müssen
heute noch weg!"
„Weg!" wiederholte Ssilin dumpf. Er
stand und schichtete mechanissch die zerstreuten
Papiere, ohne sie anzusehen, in säuberliche
Stöße.
weg von diesem Mädchen.
.Warum?" Serge Ssilin lachte verbissen
auf. Er schritt stürmisch, die Zauste hoch«
gereckt, durch das Zimmer. Er keuchte heiß,
mit weißverquollcnen Augen. „Wenn ich
gehe soll sie mit mir!.."
„Man könnte fürchten. Sie hätten zu viel
getrunken!.."
„So ist mir auch zumut.." Ssilin schlug
wild und triumphierend mit der Faust auf
die Tischplatte. „Ich spüre Kraft in mir!
Wagclust!.. Ich bin verwegen wis ein
Kosak!.. Sie wird mit mir reisen ver»
stehst du wohl —, diese kleine Waise vom
Schwarzen Meer."
„Wollen Sie sie rauben?"
„Ich werde sie dazu bringen, freiwillig mit
mir zu gehen..lch verspreche ihr goldene
Berge.. ich verspreche ihr die »Heirat..
Was verläßt sie denn hier? Einen weggejagten,
kleinen, deutschen Weinkellner?..
Oh - sie wird ihren Vorteil begreifen..
Sie kam mir ja gestern schon schnurrend
entgegen, das Kätzchen!"
(Tortsehuno MotJ
Mittwoch, 2. Afebn»ar 1027
Morgen AnSgabe
itamburfltv 9lnrfirlifitrn
-Jj, säiit Sodencr
A4 Pastillen gegen
Huslen, Heiserkeit, YervMmung

Bronvermelding

Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg, Hamburger Nachrichten (PPN hamburger-nachrichten), woensdag 2 februari 1927, pagina 2




Commentaar

Bent u de eerste persoon die aanvullende informatie levert?


U bent nog niet ingelogd

Inloggen
Geen abonnee? Bekijk de abonnementen!

Scan + Transcriptie


Klik op de afbeelding om het te vergroten en de transcriptie ernaast te zien

Kunstmatige intelligentie

De transcriptie is automatisch door de computer gemaakt met tekstherkenning. De samenvatting wordt door de computer gemaakt op basis van een taalmodel. Beide bewerkingen zijn niet perfect, maar vaak ruim voldoende zodat het historische document begrijpelijk wordt. De resultaten van de toepassing van (Europese) kunstmatige intelligentie zijn niet gecontroleerd door een mens.

Zoek uw voorouders en publiceer uw stamboom op Genealogie Online via https://www.genealogieonline.nl/

Geef samenvatting van transcriptie

De transcriptie van het historische document is gemaakt met behulp van geautomatiseerde handschriftherkenning. Er kan hier ook geautomatiseerd een samenvatting van worden gemaakt in hedendaags Nederlands.

Met Plus leest u oude teksten in hedendaags Nederlands. Deze functie hoort bij Open Archieven Plus. Plus kost € 22 per jaar.

Naar inlogpagina

Voeg commentaar toe

Heeft u extra informatie over het historische document? Voeg deze dan toe zodat andere onderzoekers hier ook profijt van hebben.

Om spam en schending van de privacy van levende personben te voorkomen wordt het commentaar eerst gecontroleerd voordat deze gepubliceerd wordt.

Als u deze functionaliteit wilt gebruiken dient u eerst in te loggen.

Document markeren als favoriet

De documenten die u tegenkomt op Open Archieven en die nuttig zijn voor uw onderzoek kunt u toevoegen aan uw lijst van favoriete documenten. U kunt deze lijst ordenen en bij zoekacties ziet u direct welke documenten al op uw lijst van favoriete documenten staan.

Favoriete persoonsvermeldingen kunt u downloaden in PDF formaat (ideaal om te printen) en GEDCOM formaat (ideaal om in te lezen in uw stamboomprogramma).

Als u deze functionaliteit wilt gebruiken dient u eerst in te loggen.

Open Archieven Scan & Transcriptie Viewer