Nr. 2>i» Hamburger Anzeiger 24 ottobe? !»?.>; lliillitlmburg Ter Süder-Elbbmlken-Vau macht gute Fortschritte Zer Sarburg-Wilhelmsburger im Bilde Kunstau»st»llung im Dezember -In der Zeit vom 1. bi» LS. Dezember veranstaltet die NS- Kulturgemeinde in den diesigen höheren Schulen am Pollweg eine Kunstausstellung. Innerhalb dieser Kunstausstellung sollen Porträt» au» Privatbesitz ausgestellt werden. Hierbei ist ge dacht, möglichst Porträt» von Harburger Volksgenossen der letzten und jetzigen Generation zu zeigen. E» wird aber daraus Hingewielen, dab, soweit die Künstler, welche die Porträt» ge malt haben, noch leben, sie der Reich»tammer der bildenden Künste angehören müssen. Alle Harburger, die im Besitze solcher Porträt» sind, wer den gebeten, ihre Anmeldung zu dieser Ausstellung im Ge- fchäflszimmer der NS-Kulturgemeinde, Bergstrahe 3, Zen trumshaus, umgehend vorzunehmen. Die Werte werden gegen Feuer, Diebstahl und Tian»portbefchädigung versichert. Es wäre zu wünschen, wenn die Harburger Mitbürger derartige W?rte zahlreich zur Verfügung stellen würden. Die Stadtver waltung selbst sördert diese Ausstellung nach besten Krastels Ausstellung zur Vuchwoche Wer stand nicht schon vor der Auslage einer Buchhandlung voll brennendem Interesse an der Vielsälligkeit der ausgestellten Bücher? Und wer spürte nicht schon ein starte» Verlangen, die Bücher in die Hand zu nehmen und einmal einen Blick hinein zuwerfen? Gewib, die Buchhandlung war ossen, man hätte hineingehen und sich Bücher zur Ansicht vorlegen lassen tonnen. Aber dann lam der (ungerechtfertigte) Einwand, bah der Ver käufer einen Kaus erwartet, und es war einem vielleicht noch nicht möglich, sich hierzu zu entfchlleben. Man möchte sich gerne unterrichten, um bei einer späteren Gelegenheit bestimmte Bücher zu wissen, die man sich zulegen oder anderen zum Neschen! machen möchte. Damit unlerblicb aber der Eintritt in die Buchhandlung und die Bekanntschaft mit Büchern, die man aerne einmal näher betrachtet Halle. Aber der Buchhändler weitz um die Seelentämpfe. die sich tag täglich vor seinem Schaufenster abspielen und sreut sich über jeden Besucher, der die Hemmungen überwindet und sich nun auch im Laden die Bücher ansieht. In der kommenden Bücherwoche soll den Buchsreunden in Harburg -Wilhelmsburg in einer Ausstellung Veiegenheit gege- ben werden, einen Ueberblick über Neuerscheinungen auf wich tigen Gebieten der Literatur zu gewinnen. Unter Führung der NS-Kullurgemeinde veranstaltet der Berufsbuchhandel in Ver bindung mit der Stadtbücherei im Rahmen der Buchwoche eine Buchschau. Wissenschaftliche Werke und gutes unterhaltendes Schrifttum, Roman, Biographien und Jugendbücher werden einander ergänzen und zu näherer Kenntnisnahme bereitliegen Die Ausstellung wirb in der Zeit vom 2». Ottober bis 2. November, nachmittags vor 16 bis 2l Uhr, im Lesesaal der Stadlbücherei, Petersweg 6, gezeigt. X X Familiengeschlchtlicher Vortrag. Im Restaurant zum .Goldenen Lamm" in Harburg hielt der Verleger Schulde aus Wilhelmsburg vor den Mitgliedern der Zentralstelle für niederdeutsche Familientunde einen Vortrag über die Geschichte seiner eigenen Sippe. Der Vortrag gab gleichzeitig Ausschlüsse über die kulturelle Entwicklung der Heimat feiner Familie, die in der Hauptlinie aus Dänemark und Nordfchleswig stammt. Rektor Reinstorf. der Leiter des Vereins, berichtete unter anderem über die Namengebung von Findlingen, über Fa- n.ilientradition und über die Erblichkeit der Geburt von Zwil lingen oder Mehrlingen in den Familien. Flaggen heraus! 7ln einem Ausruf wendet sich der Oberbürgermeister der Stadt Harburg. Wilhelmsburg anläßlich des Empfanges de» III. Bataillons de. Wandsbeker Infanterieregiment» 69 durch die Stadtverwaltung und die Partei an die Bevölkerung. Der Oberbürgermeister bittet die Bevölterung. der herz lichen Freude und der Anteilnahme an dem Einmarfch der Trup pen in unsere Stadt dadurch sichtbaren Ausdruck zu geben, daß die gesamte Bevölkerung, insbesondere die Anwohner der bereit» bekannten Anmarschstraben, ihre Häuser beflaggen und wo irgend möglich mit leichtem Grünschmuck versehen. Feuer in der Elisenstrahe Die Brandwache vom Grobseuer in Wilhelmsburg war am gestrigen Mittwvchnachinitlag kaum wieder zur Feuerwoche zu rückgelehrt, al» gegen 17 Uhr wieder Löfchzug 1 nach einer Brandstelle In der Elif-nstraße in Harburg gerufen wurde. Im Späneraum einer Tischlerei, in dem auch ein Spanverdren- nuiigsosen ausgestellt war. waren Späne in Brand geraten und kalten Balkendecke und Verschalung entzündet. Das Feuer hatte sich in ungeheurer Geschwindigkeit ausgedehnt. Die Spane er äugten einen fo starken Qualm, dab das mit dem Keller in Verbindung stehend« Treppenhaus und das ganze Wohnhaus bereit» bei Ankunft de» Löfchzuge» verqualmt war und den Be amten der Feuerlöfchpolizei ein Vorgeben nur unter Anwen dung von Rauchfchutzgeräten möglich war. Der Brand wurde mit zwei Rohren gelöscht. Durch erhebliche Aufräumungs arbeiten, verbunden mit dem notwendigen Ablöfchen versteckter Brandnester, war die Anwesenheit der Feuerlöschpolizei bi» gegen 21.36 Uhr notwendig. X Das Erohfeuer der Flachswerke Die Ausräumungsarbelten auf dem Fabritgelände der Firma Diltmar Hurtzig sind mit allen Kräften in Angriff genommen worden. Von der Belegschaft wird niemand entlasfen, und der Betrieb kann weitergeführt werden, da die eigentliche Rösterei von dem Feuer nicht zerstört wurde und noch genügend Flachsvvrräte vorhanden sind. Während de» gestrigen Tage» hatten die Harburger Wehren mit dem Ab löschen der noch glimmenden Flachsberge zu tun. Nun ist jedoch alle Gefahr beseitigt. Lelber tonnte noch nicht ermittelt werden, wie diese» grobe Schadenfeuer entstanden ist. Auch Kurzschlub kommt nicht In Frage, da teine Licht- ober Starkstromleitungen in dem Laaer- hau» waren. Der Gedanke der Brandstiftung labt sich leider nicht von der Hand weisen. X Iragislher Eastad eines Ehepaares Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich In ben letzten Tagen In einer Wohnung In der Lange st rahe, die von einem älteren Ehepaar bewohnt wurde. Einer Mitbewohnerin des Hause» war ausgefallen, dab da» Ehepaar felt einem Tage nicht zum Vorschein gekommen war. Die Poll«! Heb bl» Wohnung öffnen und fand da» Ehepaar In der Köche leblv» aus. Dem geöffnete» Gaszuleitungsrohr entströmte Gas. Selbstmord Ist ausge- fchlosst», e» kann sich den Umstände« nach nur um einen U n» glück»sall bandeln. ^ Noch glücklich abgelaufen ist eln» andere Gasvergiftung, die sich gestern in einer Wohin»., der Hindenburgstrab» dadurch ereignete, dab ein Tischler während seine» Baden» im Badezimmer den Gashahn de» Badeosen» nicht ganz fchlofz. Al» dle Angehörigen ein Stöhnen au» dem verschlossenen Badezimmer vernahmen, erbrachen sie die Tür und fanden den Badenden fast erstickt In der Badewanne vor Der sofort herbeigerufene Arzt ordnete dle sofortige Uederfühlung de» Tischler» ins Krankenhaus an. Ein Pleiler steht, der zweite in zwei Wochen Die alte Süder-Elbbrückc, erbaut ln den Iahren 1897—gg. ist bislang auber der WZ Kilometer oberhalb erbauten Brücke bel Dömitz, immer noch die einzige Straße: Überführung über den Elbstrom, von der Mündung angerechnet. Die alt» Elbbrücke hat auber dem sehr umfangreichen Nahverkehr den gesamten Fernverkehr aufzunehmen, der auf den Fernverkehrsstraßen 3, 4. 73 und 75 in der Richtung von und nach Hamburg auf kommt. Nach der letzten amtlichen Verkehrszählung im Dezember 1934 betrug die Belastung der Brücke rund 21566 Tonnen täglich, die sich zu 63 Prozent au» dem Nahverkehr, zu I? Prozent aus dem Verkehr von und nach der Provinz Hännover und zu 20 Prozent aus dem übrigen Fernverkehr zusammensetzt. Zur Ausnahme diese» aewaltigen Verlehr» ist bie vorhandene Brücke zu Ichmal. Die fe» der Erbauung eingetreten» Steige- Photo: Hentschel. rung der Belastung hat zu einer so starten Beanspruchung de» Tragwerks geführt, dab eine baldige Entlastung notwendig ge worden ist. Die neue Brücke wird zwischen der Eifenbahnbrücke und der alten Strabenbrücke erbaut. Arbeitsbrücken aus kräftigen Pfählen führen weit in den Strom bis an die Senkkästen heran. Nur ein schmales Fahrwasser ist für bie Schiffahrt freigelassen wor den. Aus der Wilhelmsburger Seite ist eine grobe Anzahl Baracken errichtet worden, in denen die Materialien lagern, die Arbeiter ihre Unterkunstsräume haben und in denen eine rich tige Fabrik errichtet wurde, um Druckluft für die Drucklustanlage mit Schacktrobren und Druckluslfchleufen «Taucherglocken! zu erzeugen. Auf beiden Usern der Süderelbe befinden sich mächtige Betonmaschinen, und über die Arbeitsbrücken wird die dick- flüssige Betonmasse in Loren nach den Senkkästen gefahren, wo die Betonarbeiter bie Brückenpfeiler Schicht für Schicht gieben. Für jeden Pseiler wurden fo bis zu 35 Zentimeter Schicht pro Tagwerk sertlaaest'llt, An dem Fortschritt der Arbeiten an den einzelnen Pfeilern kann man den Werdegang der mühevollen Arbeiten deulliH verfolgen. Immer tiefer senken sich die Betonmassen innerhalb der Senkkästen. Zwei Schächte sind freigelassen worden, um die Schachtrohre einzusühren. sobald der Senkkasten den Flub- boden erreicht hat. Durch den Ueberdruck der Preßluft wird das Wasser au» den Schächten herausgedrückt. Die in dem Kasten arbeitenden Männer lönnen fo trockenen Fuhe» den Sand und Schlick in Eimer schaufeln, die mit einem Aufzug nach oben befördert und durch eine Luftschleuse ausgekippt werden. So lange dauert diese Arbeit, bi» der Grund und feste Boden er reicht worden ist, der von den Bauingenieuren al» geeignetes Fundament für die Brückenpfeiler bei den Bohrungen ermittelt wurde. 150 Arbeiter. Techniker und Ingenieure haben bislang 96 666 Tagewerke an dem Aufbau der Brücke geschafft und im kommenden Frühjahr wird es so fein, dab mit der Ausmontie rung der Stahl- und Eisenteile der Flachbrücke begonnen wer den tann. Die gesamte Nutzvreite der Flachbrücke wird 17,56 Meter betragen und zwar 1256 Meter Fahrbabnbreite, 2mal 1,25 Meter Radfahrweg und 2mal 1,56 Meter Gehbahn. Die Brückentafel besteht aus einer Eisenbetonplatte aus Elfenbeton- läng»trägern und stählernen Querträgern. Al» Hauptträger spannen sich zwei vollwandige Träger aus Stahl in durch laufender Anordnung unter der Fahrbahn über fech» Felder. Dl» Spannwelte von Süden nach Norden beträgt Ins- gefaint 471 Meter. Aus beiden Ufern sind für die Brückenanfahrt zwei Erdrampen vorgefehen, die von den Elbdeichen in einem Sleigungsverbält- nis von I-46 bi» zu ben Brückenpfeilern ansteigen. Der Ver- tehr Hot auf dieser Brücke vollkommen srele Sicht über die Fahrbahn. Bi» zum Dezember 1935 soll bie gesamte Gründung mit den Pfeilern und Widerlagern fertiggestellt sein. Die Auf- stellung der Stahlüberbauten dürste im Sommer 1936 fertig gestellt fein und die Herstellung der Brückenarbeiten und Ram pen und der sonst verbleibenden Arbeiten benötigt ein weiteres Baujahr, fo bah bl« Brücke Im Sommer !SZ7 dem Verkehr llb»rgeb«n werden tann. Tin gigantisches Wert ist hier im Entstehen be griffen und wenn der Laie es vielleicht bisher unbegreiflich fand, daß teine für ihn erkennbaren Fortschritte zu verzeichnen sind, so möge er sich einmal diese mühevolle und kunstvolle Arbeit aus nächster Nähe betrachten. Oberbürgermeister Bartels von Harburg-Wilhelmsburg hatte gestern eine grobe Zahl von Personen au» Partei, Ver waltung, Wirtschaft und Presse eingeladen, um ihnen unter Führung von Ingenieur Hermann, in dessen Händen die Be aufsichtigung der Baiiarbeltcn liegt — und der auch in ge meinsamer Arbeit mit Baurat Dr. Kleeberg und den I»> genieuren, Technikern und Zeichnern der Stadt Harburg-Wil helmsburg die Entwürfe zu dem Brückenbau schuf — einen Einbeck von den Fortschritten des Baues zu vermitteln. Für zwei lange Iahie ist für viele Menschen Arbeit geschaffen wor den, nicht nur die Arbeiter am Bau selbst, sondern die vielen Lieferanten und Konstrukteure des Materials haben lohnende Aufträge erhalten. Und wenn eine» Tages das grobe und schöne Werk vollendet sein wird, dann können Harburg-Wil helmsburg und seine leitenden Männer stolz sein, dab es ihnen gelungen ist, der Erschließung des Verkehrs in so großzügiger Weise gedient zu haben. X Ratschläge in Devisensachen In Kreisen der Wirischast wird viellach Klage darüber geführt, dab beantragte Devisenbescheinigungen und sonstige bevisenrechlliche Genehmigungen nicht recht zeitig erteilt werden und dab sich durch solche Verzöge rungen häufig Geschäfte mit dem Ausland zerschlagen. Der artige Verzögerungen sind sehr oft daraus zurückzuführen, daß bie Anträge unvollständige Angaben enthalten oder bei einer nicht zuständigen Stelle eingereicht werden. Die Industrie- und Handelskammer Hardurg-Wilkelmsdurg ist stets bereit, in solchen Zweifelssällen mit Auskunft und Rat zu helfen. E» empfiehlt sich also, vor Einreichung der Anträge dieselben der Industrie- und Handelskammer in Harburg-Wilhelmsburg vorzulegen. X Zwei Verhaftungen. Festgenommen wurde ein 29jähr!ger Mann, der von der Ämtsanwalifchaft Wefermünde wegen Dieb stahls steckbrieflich gesucht wurde. Ferner wurde ein 22jäkriger Mann angebalten, «eil er keinerlei Ausweispapiere bei sich führte und sich nach Handftreicherart wohnungslos umhertrieb. Er gibt an, aus Bochum zu stammen. Die Nachprüfung seiner Verhällnisfe erfolgt durch die Kriminalpolizei. Der übliche Fahrrabblebstahl. Gestern wurde gegen 16 Uhr ein Herrenfahrrad in der Konradstrahe vvr dem Hause 22 ge stohlen. Da» Rad. Marke Opel, ist mit englischem Lenk«r vtrfehen. X Allerlei Dleb»r«l. Au» einem Garten in der Bonlfa- tiusstrabe im Stadtteil Wilhelmsburg würben mehrere hochstämmige Stachelbeersträucher und ein Kirschbaum ge stohlen. Einem Bewohner der Ebbelbüttel st rah» sind 15 Bettlaken, 15 Bettbezüge, 16 Kopskissenbezüge und 1t« Frottierhandtücher gestohlen worden. Die Bettwäsche ist mit „MW" in blauem Kreuzstich und ,,M. G." in weißem Platt stich gezeichnet. DI» Handtücher haben rosa, blau» und lila Kanten. Von zwei auf dem Hofe des Handelshofe« auf dem Krummholzberg aufgestellten Fahrrädern wurden die Lampen mit den Batterien entwendet. X Kein Freibankvertaus. Am Freitag und Sonnabend dieser Woche findet in der Freibank des Städtischen Schlachthofe» kein Fleischverkauf statt. X Wechsel b«l der Hitlerjugend. Der Stabsführer der Hitlerjugend im Gebiet Nordsee, Oberbannführer El»mann, Haltet die Plundspendell bereit! Von Donnerstag bl» Sonnabend kommen Sammler b»« Wlnt»rhllfsw»rie« z« »uchl scheidet au» dieser Tätigkeit au» und übernimmt da» Amt be» Dezernenten für Jugendpflege und körperliche Ertüchtigung bel der Regierung ln Magdeburg. v.d.M. Ring Hardur». «m sfr »t»ag, dem U. 10. ZS treten sämillche Mbrcrinne» de» Ringes Harburg am Helm In der Lud- wla-ftrledrIch-^»d»-Zlrabe an. Mitdelrlng liIXS. Alle Gruppen treten am Dien «tag. dem W. dS. Mi>i., »m Udr. a»I dem Hasicdivlab !»m Ri»a»ppell an. Tic Heimabende tallen I» der kommend«» Woche ans. I M. Gruppe «Ilftadt, Innenstadt und Mitte 2: ZiiniIIIche MSdet Irtle» am st r e i I a z. dem Ä. tl>.'!5>. uni IS Uhr zum Hr»vpe»> dle»st vor dem IM.-Helm, <i»r. Zchlppsee .11, an. Sämtliche Mädel, deren Micrn nlcht erwerbslos sind, bringen l Brikett mit. X Mitglied»- und Krant»nb»stanb d«r Ort»krankenkaffe Wilhelmsburg. Am Wochenfchlub betrug die Zahl der männ lichen Mitglieder 5992 <5872), dl» der weiblichen 1826 (1834>. Krankmeldungen erfolgten Im Laufe ber Woche 416 (5,19). Da von wurden 57 Personen arbeitsunfähig gefchrieben. Der Be stand der Arbeitsunfähigen betrug demnach am Wochenfchluß 189 <LI2>. Auf 166 Mitglieder entfallen demnach 2.35 <2.63) männlich» und 2,62 (3,16) wtidllch» ardeil»unfähig» Kranke. Familiennachrichten. Verlobt: Erna Rulf» und Hermann Marauard, Helmi Hestermann und Werner Keller. — Ge st orbrn: Georgine Grob», geb. Günter, 77 Jahre; Lokomotiv führer i. R. Gustav Jordan, 62 Jahre! Hinrich Piaß. wasserstiind Hafenamt »Udereibe (vom stedenlden Peget ad» gelesen»: Hochwasser PI»« l.0<> Nledrlgwasler minus 1.04. taiMeis lmblim Neue Wandergewerbefcheine b»antrag»n. Die Personen, die im Kalenderjahr 1936 den Gewerbebetrieb im Umherziehen fort- fetzen oder neu beginnen wollen, werden vom Landrat aufge fordert, ln ihrem eigenen Intereffe Anträge auf Erteilung von Wandergewerbescheinen baldigst, möglichst noch im Lause diese» Monats, und sür die Antragsteller ber Stadt Winsen bei der dortigen Ortspolizeibehörde, zu stellen, da andernfalls auf die rechtzeitige Aushändigung ber Scheine nicht gerechnet werden kann. Bei der Anmeldung sind die für 1935 au»gestellten Scheine vorzulegen. Gleichzeitig sind entsprechende Unterlagen beizubringen, aus denen ersichtlich ist, wie hoch der Umsatz und der Gewerbeertrag au» dem Gewerbebetrieb im Umherziehen im Jahre 1934 gewesen ist. Auherdem hat der Antragsteller ein gut erkennbares, unausgezogene» und nicht be schädigtes Lichtbild beizubringen. <>!'. Miblungene Meerrettiche»»!». Grobe Enttäuschungen in ber Meerrettichernte erleben die Bauern, die in ber Feldmark von Altenwerder Meerrettich angebaut hoben. Der dort reisgewordene Meerrettich ist schwarz und sozusagen wertlos. Die Anbauer stehen vor einem Rätsel! henn sie können es sich nicht erklären, daß diese» fette Ackerland, da» bislang noch Weideland war und keine andere Kultur getragen hat, keinen besseren Meerrettich hervorgebracht hat. w.Ic. Dl» Ziegenzüchter tagen. In Flschbeck hielt dle Orts- fachgruppe ber Ziegenzüchter von Hau»brauch-Neugraben-Fifch- beck eine Versammlung ab. Al» Bockhalter in Hausbrauch-Neu- graben wurde Streckwall und in Fifchdeck Navrazalla eingesetzt. Für den Eintritt In die Ort»fachgruppe wurde geworben, es find 2.— RM Eintrittsgeld und monatlich 6.36 RM Mitglied»- beiträge zu entrichten. Dafür beträgt da» Deckgeld sür Ziegen von Miglledern aber auch nur sür die erste Ziege 6.56 RM und für das zweit» Tier 1.— RM, während von Nichtmitgliedern für jede» Tier 4.— RM zu entrichten sind. v.lc. Verlegter Vortrag. Der für Freitag, den LS. b. M., an gesetzte Vortrag der Reichsrednerin Maria de Smeth in N » u - grab » n fällt wegen Behinderung ber Rebnerin au» und wirb auf den 26. November, 26 Uhr, bei Wolkenhauer verlegt. i. Dle erst» Tagung b»r arlfch»n Vl»hvert»ller und Schlächter be, Landkreise» Harburg fand In Winsen statt. Der Haupt- obtellungsleiter Mäiler-Raven erläuterte, daß dle ein schneidenden Maßnahmen aus dem Gebiet de» Echweinemartte» nicht al» Zwangsmabnahmen bezeichnet werden könnten. In den Iahren de» System» hätte ein» Schweineknappheit zweifeilo» zu Preisschrauben geführt. Im nationalsoziallstifchen Staat aber bekommt jeder sein Teil. Pflicht und Schuldigkeit eines jeden Viehverteiler» und Schlächter» fel e», sich in den Dienst des Volte» zu stellen. Verstöb» g»g»n bl» n»uen Anordnungen würden scharf bestraft. Es wurde noch besonder» darauf hin gewiesen, daß der Kreisdauernschast an jedem Freitag ge meldet werben muß, wieviel Schweine sür die andere Woche zum Martt durch ben Viehverteiler geschickt werden. Die Schlubscheine sind bei ber Kreisdauernschast unter Hinzusügung von 66 Pfg. in Marken anzufordern. Zum Schluß ber Tagung wurde an die Anwesenden der Appell gerichtet, als National- sozialist zu handeln. Bauer, Viehverteiler und Schlachter ge hören zum Reichsnährstand und müßten deshalb an einem Strang ziehen. * W. Geburt»tag I» Holm-Sepp»ns»n. Dl« Witw« be» ehe maligen Proviantmeister» be^Hapag, Frau Friederike Herdst, Holm-Seppensen, seiert am 36. Ottober in geistiger und körper licher Frische Ihren 96. Geburtstag. l. Triumph ber Runkelrüb». Ein Hanstedt»! Bauer att» b»i s»in»r Runtelernte ein» Runtelrude von gut 26 Pfund adel gehabt. 1^. «irchltch» Mitteilungen sür Hanstedt, «m Freitag, 2S. Ok tober, LV Uhr, tindet tm «onsirmandcnlaal «In « IrchlIcher MSnneradend Patt, wozu herzlichst eingeladen wird. Sonn tag. S7. ONober, S,l?> Ubr. tst Klndertcdre, Udr Beichte in Hanstedt, 10 Uhr Gottesdienst und gcier de« hin. Abendmahls an- schliekenb. Donnerstag. Zl. Ottoder. M Udr. BIdelstund» in Marren, yrettag, l. Slodember, SN Uhr, Bidelstunde in Brackel und IS Uhr Beichie und geier des hlg. Abendmahl«. Die r°b« 14. Eeuieiullhaltskolllerellz lu Lüneburg Am kommenden Sonntag beginnt in Lüneburg die 14. Ge- ineinschastskonserenz mit einem F«stgotte»dienft in der SI. Io. hanniskirche, bei dem Pastor Fifcher-Hübner au, Lübeck die Festpredlgt halten wird. Die weiteren Konferenz- Versammlungen finden In den Sälen de» Gemelndehaufes lia». Die eisten Vorträge beginnen am Eonntagnachmittag. An de» vier Abenden der Gemeinfchast»konserenz von Sonntag di« Mittwoch werden Voik»milsion»»orträg« gehalten. Von auswärtigen Konserenzgästen liegen zahlreiche Anmel- düngen vor. lp. Trohe Nachfrage nach Herdbuchvieh Die Herbstzuchtviehversteigerung de» Lüneburg«! Herdbuch«, wie» mit 324 Tieren, darunter 46 Bull«n, eine grobe Be- schickung aus und wurde trotzdem restlo» geräumt. Die Nach, frage konnte nicht einmal ganz befriedigt werden. Für die drei oesten Bullen konnten Ankaufsbeihilsen bewilligt werden. Bullen zeichneten sich durch Festigkeit ber Körpersorm. Tiefe und Breite aus. Der Durchfchniltsprei» betrug 966 Der teuerste Bulle, der Hartmann-Sohn „Herold", bedacht mit dem 1I> Form- und 1. Lcistungspreis, gezüchtet von O. Tweslen- Hunden, ging in den Besitz der Genossenschaft Handorf I >Kr. Harburg) über. Ein Bruder dieses Bullen mit gleichem Namen, Züchter: Heinr. Wiegels-Hunden, bedacht mit dem 1- Form preis, wurde für 1566 RM an die Genossenschaft Eyendorf (Winsen) verkaust. lp. Krel» Soltau v»rsorgt Hamburg m» Kartoffeln. An ber Versorgung Hamburgs mit Kartosseln im Rahmen de» Wintei- hilsswerkes Ist der Kreis Soltau maßgeblich beteiligt. In säst allen Orten de» Kreise» wurden in den letzten Tagen Kar- toffeln, bis jetzt waren es 17 Waggons, verloben, um an die Hilfsbedürftigen Hamburgs geschickt zu werden. Der Deutfche Forstvereln Nordwest tagt ln ber H»lb». In Walsrode tagte die Gruppe Preußen-Nordwest de» Deut schen Forstvereins in Anwesenheit de» Regierungspräsidenten Dr. Stapenhorst-Hannover, des Provinzlalobmanne» sür Forst- Wirtschaft, des Gaujägermeisters Heintze-Hannover und über Kundert namhafter Forstmänner. Mit der Tagung war ein Waidausslug in die Bomlitzer Forst und ein Waldbegang durch die Forsten des preußischen Forstamte» Walsrode verbunden. Die nächste Tagung soll in Flensburg stattsinben. In Walsrode werben sich in Kürze bie Kreisjäqermeister der Provinz Hau- nover zu einer Tagung zusammensinken. Brennstoffversorgung durch das Winterhllfswerk Stade Di» Ausgabe der Kohlengulscheine sür ben Monat Oktober 1935 sinket am Freitag, 25. Ottober, in der Küche de» Minterhilsswertes in Stade, Wallstrabe, statt. Die Au»gabe er folgt nach den ausgegebenen braunen Benachrlchtigungskarten In der Zeit von 2—3 Uhr sür bie Antragsnummern 45 666 bi» 45 336, von 3—4 Uhr sür die Nummern 45 331 bi» 45 656 und von 4—5 Uhr sür die Nummern 45 651 bi» 45 856. Der Um tausch ber Kohlengulscheine beim Kohlenhändler muß bestimmt bls zum Mittwoch, den 36. Oktober, erfolgen »». Zn Stade werden Wohnungen gebaut! Vor einiger Zeit konnten wir von einem groben Wohnung^ bauprogramm der Stadt Stade berichten. Der Bau der erste» drei Sechssamilienhäufer, die von der Gemein nützigen Bau- und Siedlungsgenossenschast erstellt werden, ist Inzwischen soweit fortgeschritten, dab da» erste Hau» in den nächsten Tagen gerichtet werden tann. Die Häuser liegen in ber Günther-Grünhoff-Strabe. 46 Kleinwohnungen, sogenannte Volt»wohnungen. mit 466 bi» 566 Quadratmeter Gartenland, werden in der Hermannstraße errichtet. Sie werden zu einem Mietpreis von 26—22 Mart vergeben. Alle hier genannten Wohnungen sind bereits vermietet, da im Augen blick eine grobe Nachfrage nach Wohnungen besteht. Schon in allernächster Zeit wird mit dem Bau von weiteren 46 Drei zimmerwohnungen in der Talstrab», der Hermann st r a h e und am Go»th»platz begonnen werden. Die Frage der Finanzierung ist bereit» geregelt. Diesem »rsten groben Bau programm wirb im nächsten Jahr» »in wtiler»» grob»» Programm folgen. Bczlrk»schornstelns«germ«lst»r ln Harsefeld. Der Bezirk«, schornsteinfegermeister W. Witt« hat seinen Wohnsitz von Sit tensen nach Harfefelb, Garten st rab» 377. verlegt Er ist an das Fernsprechnetz unter Nummer 245 angeschlossen. 5». Drei goldene Hochzeiten lm Kreis» Br»m»rvörd». Ihr goldene» Ehejubiläum feiern am 25. Oktober die Eheleute Alten teile» Wilhelm Engelt» und Frau Margaretha, geb. Wöhr mann ln KIrchwlstebt, am 28. Oktober dle Eheleute Dledrich Tletien » und Frau Gertrud«, geb. Matthla». ln Nieder- ochtenhausen und am 36. Oktod«r bl« Eheleute Altenteller Friedrich Frese und Frau Anna Abelheld, geb. Holten, in Bremervörde. ss. Vierjähriger Knabe ertrunken. Der vierjährige Sohn de» Arbeiter» Johann Hastedt in Kuhstedtermoor Ist m den Brunnen gestürzt und »rtrunten. Niemand hatte den Unfall bemerkt. Wegefperrung. Der öffentliche Gemeindeweg von Barg stedt nach Frankenmoor, Kreis Stade, wird wegen Aus baues ab sofort bis zum 8. November für b»n Fahrz»ugverkehr gesperrt. Umleitung »rfoigt über den logenannten Afp er Weg. Cuxhaven» Volkshochschule Di» G»m«ster-Eröfsnung»sei»r fand In der Aula der Höheren Etaalsfchule statt. Bürgermeister, Kr«i»leit«r und Festungstoin- mandant wohnten der Feier bei. Di« Aula war bi» auf de« letzten Platz besetzt, al» Pg. Wiehemey »r Wort» der Ve- grübung sprach. Di« Reihe der Vorträgt wurb» »röffnet vo« dem Leiter ber Hochschul« für Politik, B«rlln. Dr. Johann vo » L««r», der da» Thema .Karl und Wlttetlnd" behandelle. Abschllebenb stellt« «r sest. wie sehr das deutsch« Volt de« Führer und feiner Bewegung zu Dank verpflichtet fein mull«, dafür» daß heule wieder di» Fäden zur völkischen Vergangen heit geknüpft, der freie Bau« auf sr«i»r Scholl» zu neuen Ehren komme und das Einigung»wert der deutschen Nation zur vou «ndung geführt werd«. ^ »In« tl«in» R«mbrandt-Radi«rung tonnt« in Cuxhaven «»» deckt werden. Diese» künstlerische Ereignl» tst dem Turhaven«! Kunstmaler Ernst Gock zuzufchreib«n. Das Blatt, ba» l'w „bSrtig»r Mann tm Samm»tmant»l, an einen Erbhüaei und stehend" betitelt, befindet sich lm Besitz be» Kunsthlstvrile» Dr. Otto Böttcher, Eurhaven. Da» Reichsmuseum in AmM' dam hat da« Blatt al» „Abdruck von der Originalplatt« adge- zog»n" antrlannt.
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Kunstmatige intelligentie
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