Nr. 24» Aamburger Anzeiger «4. Oktober ISZ5 MnaerHageslpieael Die Kleingartenlaulie ist kein Wohnhaus Nach dem Krieg« hat die Wohnungsnot Kleingärten vielfach In wilde Siedlungen verwandelt. Die nationalsozialistische Re gierung ist bestrebt, die schweren Versäumnisse der Vergangenheit durch energischen Zugriff wieder gut zu machen und da » Land für die a u s s ch l i e h l i ch e KI e i n g a rt e n n u tz u n g zurückzugewinnen. Der Kleingarten ist nicht zu Wohn zwecken bestimmt, er soll die Wohnung als Freiplatz und Er holungsstätte ergänzen. Dieser Forderung steht nicht entgegen, dab man gelegentlich im Sommer auch in der Kleingartenlaube 'übernachtet. Dagegen wird da» Dauerwohnen in Kleingarten- U'uben in Zutuns! energisch unterbunden; neuer Zuzug wird nicht mehr geduldet: die Laubenkolonien werden von der Bau polizei verschalst überwacht, und die vorhandenen Wohn lauben werden allmählich geräumt. Soweit die Laubenbesitzer geeignet sknb, werden sie — wenn es die städte bauliche Lage erlaubt — in einem sesten Hause aus ihrem bis herigen Boden angesiedelt, sonst aus anderem Gelände. In Al tona sind bereits Versuche dieser Art unternommen worden. Dieses Ziel kann aber nicht in kurzer Frist erreicht werden. Bis dahin geniehen die Siedler durch Gesetz vom 26. Juni 1935 einen besonderen Kündigungsschutz, der aber entfällt, sobald der Laubenbesitzer insolge einer Besserung seiner wirtschaftlichen Lage oder der Bereitstellung billiger Wohnungen In der Lage ist. sich eine ordnungsgemähe Unterkunst zu beschossen. Dieser Kündigungsschutz steht auch denjenigen nicht zu, die erst nach dem 31. März 1335 eine Dauerwohnlaube bezogen haben. Die Altonaer Baupolizei wird sich in Zukunft streng nach diesen neuen Richtlinien verhalten und warnt heute schon ausdrücklich davor, etwa Lauben sür Dauerwohnzwecke zu kaufen oder zu ver lausen. p. Zuchthausurteil im Altonaer Kommnaistenprozetz Schüsse nach der Machtübernahme In Altona hat der Dritte Strassenat des Berliner Kaminergerichts in mehreren Prozessen die Vorgänge gellärt, die am 6. März 1933 zu dem kommunistischen Feuerübersall aus den groben Fackelzug der SA und SS geführt haben. Nach dem' Umfang der kommu nistischen Vorbereitungen hätte dieser Uebersall die Ausmabe des „Blutsonntags" annehmen können. Drei Tote und sechzehn Verletzte waren die Opfer. Das Gericht bat gestern den dritten Prozeß in dieser An gelegenheit abgeschlossen. Es verurteilte den Haupttäter Karl Bruhn wegen Vorbereitung zum Hochverrat, wegen versuchten Mordes, schweren Aufruhrs, schweren Landsriedens- bruchs und Vergehens gegen mehrere Verordnungen des Reichs präsidenten und gegen das Schubwassengesetz zu acht Iahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Ferdinand Be- rendsen wurde wegen derselben Straftaten zu sieben Iahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verur teilt. Ueber 2! weitere Angeklagte verhängte dos Gericht Zuckt» hausstrasen von einem Jahre bis zu süns Jahren. Walter Seltier kam mit einem Jahre Gefängnis davon. Gegen die meisten Angeklagten wurde auf zeitlich begrenzten Verlust der Ehrenrechte und gegen Karl Bruhn auch aus Zuiässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt. p. 6. Ungetreuer Krankeniasfenbeamter. Ein Angestellter einer Alionaer Kranlenkasse, der auch mit der Kassierung von Bei trägen beauftragt war, unterschlug i!7> Lause der letzten beiden Jahre nach den bisherigen Feststellungen Gelder im Gesamt betrag von 1500 Mark und vernichtete die Belege. Zusällig kam die Kriminalpolizei bei der Untersuchung zweier Brand- sälle aus diese Verschlungen. Der Täter wurde festgenommen und dem Richter zugeführt. cl. Jugendliche Einbrecherbande. Vier sugne Bürfchchen lm Aller von 14 bis 1k Iahren, die in den späten Abendstunden Diebstähle aussührten, wurden ermittelt. Sie suchten Schre bergärten aus, erbrachen die Kaninchenställe und ent wendeten die Tiere. Es konnten ihnen bisher schon süns der artige Einbrüche nachgewiesen werden, bei denen sie sich Ins- gewml 31 Kaninchen angeeignet hallen. Die Tiere haben die Biirlchchen zum Teil auf dem Fischmarkt verkaust. Einige konn ten den Eigentümern wieder zugestellt werden. Weiter haben die Zungen hier und In Hamburg Baubuden erbrochen und Hcmdwerszeug entwendet. Auch ein Teil dieser Beule konnte wieder herebigeschasst werden. Orchesterkonzert fllr die Dienstgemeinschast der Stadtverwaltung Arbcilskameraden sinden nicht nur im gemeinsamen Erlebnis der täglichen Arbeit den Weg zueinander, sondern mehr noch in der Gemeinsamkeit schöner Freizeilstunden, in denen sich unter dem Eindruck künstlerischer Erlebnisse odeerr der Schönheit eines Landschastsbildes die Herzen öffnen. In dieser Erkenntnis ver- anslallele die Dienstgemeinschast der Allonaer Sladtverwallung gestern sür die städtischen Beamten, Angestellten, Arbeiter und ihre Angehörigen einen Konzerl abend. Betriebszellenobmann Pg. Seth leitete die Veranstal tung ein mit einer kurzen Ansprache über den Sinn der Ar- beilskameradschast und den Adel der Arbeit, der über alle Stan- desunterschiede hinweg die schassenden Volksgenossen verbindet. Da» Landesorchester Nordmark spielle dann unler der Leitung von Willi Hammer Beethovens Prometheus- Ouverlüre und Werke von Schubert, Brahms, Grieg und Strauß. Ein besonderes Erlebnis war ein Vortrag von Kon zertmeister Jan Westerkamp, der Beelhovens Violinkonzert, Werk 61, spielte. Mehr und mehr sestigen sich unter dem Ein druck so schöner Veranstaltungen die persönlichen Bindungen in der groben Arbeilssamilie der Verwaltung. Als Gäste nahmen Vertreter der Partei, der Wehrmacht und der Altonaer Reichs und Staatsbehörden an der Veranstaltung teil. p. p. Die Dienststelle der NS-Kulturgemelnbe Im Ortsverband Grvsi-Allona verlegt am Freitag ihre Büroräume nach d« Heiligengeislkapelle an der Königstrabe sin den Anlagen dem Eladllbealer gegenüber). Die Dienststelle bleibt darum am Freilag und am Eonnabend sür den Geschäftsverkehr geschlossen. p. Die Novemberrenten. Die M i l i t ä r r en I e n werden beim Postamt in der Poststrabe am LS. Oktober von 7 bis >4 Uhr. die Invaliden- und Unsallrenten am 1. und 2. November von 7 bis 14 Uhr ausgezahlt. Die Postämter in den Vororlen zahlen die Renten an den entsprechenden Tagen während der Eckiallerdienstslunden aus. i>. Die Allonaer Mcdizlnalstatistik verzeichnete in der Woche vom 6. bis 12. Oktober 44 Todesfälle. Die Ursache war in vier Fällen Tuberkulose, in drei Fällen Krankheiten der Almungs- o7aane. Unler den angemeldeten Neuerkrankungen sind wieder 7 Fälle von Tuberkulose, 8 Diphtericsälle. 8 Scharlach- falle und 5 Fälle von Ruhr. ix Der Fiemdenverkehr in Altona hielt sich noch den Fest- slcllungen des Amles sür Wirlschasl und Statistik auch im Sep tember auf erfreulicher Höhe: 3455 Fremde, darunter 250 Ausländer, kamen an und blieben zwei oder drei Tage in der Siadl. Man zählte fast 9000 Uebernachtungen. Außerdem be- nichlen 263 Iungwonderer die Iungherberge an der Allee. >>, Die Nationalsozialistische Abendschule in Altona veran- stalle! in diesem Winter eine sicherlich weile Kreise interessierenbe Veibe von Lichtbildervorträgen über die „Deut sche Landwirtschaft". Der erste Abend linde! am Freitag um 20.30 Ubr in der Knabenmitlelschule an der Tresckowalle« statt. Heinrich Deiters spricht hier über die Schönheit der Sächsischen Schweiz. Der Eintritt ist frei. zeittslliM all der Wdenlmrg-Alltt: Mtseier der Wandsbeker Artillerie-Kaserne Am Auslauf b«» herbstlichen Wand»beker Gehölze» zieht die Hindendurgallee, eine der schönsten, vorbildlichsten Verkehr»- strahen Wandsbek», wie ein breite», helle» Band in» freie Land hinau». In Jen selb, in Hohe de» ehemaligen Erer- zierpiatzes, von dessen, linken Feld die rolen Giebel-Häuserchen der Etrabenbahnersiedlung herübergrüben, steigen rechts an der Slrab« heule der Mauern der Kasernenbaulen «dato: Neudacher Generalleutnant Knochenhauer, dankte Oberst Buschmann sür die bewundernswürdig schnelle und gute Arbeit. Wenn die Artillerie in einigen Monaten ihr neue» Heim bezieh«, dann werde auch der alte preuhische Geist mit ihr einziehen, der Deutschland grob und stark machte. Für die Stadt Wandsbek sprach Oberbürgermeister Dr. Ziegler herzliche Grübe und Glückwünsche aus. Die in siei- jziger Arbeit erbauten Kasernen sind eine Bereicherung de» Wandsbeker Stadtbildes: sein Wunsch sei, dab die Wands beker Kasernen nach ihrer glücklichen Vollendung dem Regiment eine schöne Soldatenheimat sein mögen! — Kreisieiter Bürger meister Eggers erinnerte an den Empsang der Wehrmacht, an dem die Bevölkerung in einem beispiellosen Maße teilge nommen habe. Mit dem Dank an alle beim Kasernenbau be teiligten Volksgenossen grüble und beglückwünschte er die Trup pen im Namen der Partei. Die Wehrmacht gibt heute vielen Arbeitern Brot, und dem Führer ist es zu danken, dab Deutschland wieder ein starkes Heer bekam! ». für da» Wandsbek» Artillerie-Regiment 56 In» Licht. Vor zwanzig Jahren exerzierten aus diesem Raum die Schwadronen der Wandsbeker Lusaren, hier knatlerlen in den Iahren vor dem Kriege die Motoren der Flugpioniere, und hier nahmen nach dem Kriege die Kleingärlner von gröberen Landstrecken Besitz und pslanzten in den Iahren der ärgsten Lebensmiltel- nö!e ihre eigenen Kartosfeln, ihren eigenen Kohl. Aus diesem, man kann schon sagen: erlebnisreichen Boden ersteht nun die Artillerie-Kaserne da die allen Bauten in der Lindenstrabe nicht mehr den heutigen Anforderungen entfprechen. Stolze, starke, harmonisch gefügte Bauten sind es, über deren Dachge rüste gestern die Fahnen des Reiches in der hellen Oktoberlonne wehten. Von der Wehrmacht waren der Standortälteste von Grob- Hamburg, Oberst Win her mit seinem Adjutanten, Major Gerstorf, der Kommandeur des Wandsbeker Arlillerie-Re- aimenls 56, Oberst Buschmann mit seinen Ossizieren und Oberst Roettig vom Infanterie-Regiment öS mit den Ossi zieren des Regiments zugegen. AI» Vertreter der Bartei war Kreisleiter Bürgermeister Eggers mit seiner Begleitung zur Stelle. Oberbürgermeister Nr. Ziegler vertrat die Stadt Wandsbek. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches marschierten die Fahnen der beteiligten Bausirmen im Festraum aus. Lang sam stieg der grobe Richtkranz, an langen Tauen aufgezogen, ins Dachgerüst aus, bis seine bunten Bänder fröhlich im Winde schwangen. Der Polier Gebers erschien im zünftigen Zy linder aus der lustigen Dachtribüne und hielt eine feierliche Ansprache. Pslug und Schwert aber sind Symbol des neuen Deutschlands, und in diesem Zeichen steht auch dieses Werk, das durch den Willen des Führer» und die Opserbereilschast des deutschen Volkes ersteht. Unter Voranlrill der Fahnen und im Rhythmus der slot- ten Marschmusik der Kapelle de» Insanlerie-Regimenls öS marschierte der mächtige Zug der Ehrengäste und der Arbeiter nach Wandsbek hinein. An den Strabensäumen sammelten sich die Menschen und grübten den Marfchzug, der zum festlichen Richtschmaus in Reisners Ballsälen einkehrte. Eine Lautspre- cheranlage übertrug die Reden. Baurat Lange dankle der Stadt Wandsbek sür die freu dige Förderung der Kasernenbauten, und den Handwerkern sür ihre gute Arbeit, wie er auch seiner vorgesetzten Dienstbehörde den Dank sür die schnellen Entscheidungen aussprach. Im Aus trage des Kommandierenden Generals de» X. Armeekorps, Fröhliche Gymnastik mit „Krast durch Freude" Wer lange jung bleiben will, mub Gymnastik treiben. Zwei rauen » Kurse „Fröhlicher Gymnastil" sind eingerichtet war en, und zwar Monlags, 20 Uhr, in der Mittelschule Ouarre- strabe, und Freitags, 2l> Uhr, in der Hermann-Göring-Schule. Für Männer und Frauen bietet sich Gelegenheit, an einem Kursus sür allgemeine Körperschulung teilzunehmen, der Dienstags, 20 Uhr, in der Schule Volksdorser Strohe statlsindet. Anmeldungen nimmt die NS-Gemeinschast „Kraft durch Freude", Bleicherstrabe 74—77, entgegen. ». ». Die Richtseier zweier Wohnungs-Neubauten in der Lesfer- und Iosephstrabe seierte der Bau- und Sparverein sür Wandsbek und Umgegend. * Dichterlesestunde — Buchausstellung. Die NS-Kultur- gemeinde, Ortsverband Wandsbek, veranstaltet im Rahmen der Deutschen Buchwoche am Montag, 28. Oktober 1335, 20 Uhr, Im Sitzungssaal des Stormarnhauses ln Wandsbek <Eingang Goethestrabe) eine Heimatdichter-Lesestunde, aus welcher der be kannte Rezitator Hans Langmaack aus plattdeutschen und hochdeutschen Werken vorlegen wird. Bei der Qualität des Ge botenen empsiehlt es sich, rechtzeitig Karten zu dieser Veran staltung in der Geschäftsstelle Hamburgerstrabe 44 zu bestellen. — Es sei hierbei hingewiesen aus die Buchausstellung im Slor- marnhaus. lcr. IS. Stiftungsfest des Sportklubs Bramfeld-Hellbrook. Der Sportklub Bramseld-Hellbrook begeht am Sonnabend, dem 2. November, sein 16. Slislungssest im Lokal „Bramfelber Hos" beim Sportlameraden Strobl. — Trauer im St. Adols-SIisI Reinbek. Das St. Adolf-Stift in Reinbek, das vor zwei Jahren auf ein 50jähriges Be stehen zurückblicken konnte, hat einen schweren Verlust erlitten: am gestrigen Mittwoch starb im Aller von 85 Jahren seine be währte Leiterin Schwester Wiborata, die schon seit 1894, also seit über 40 Jahren, mit grober Umsicht die Geschäfte des Hauses sührte und es verstanden hat, das Stift zu einem modernen Krankenhaus auszubauen. Erst vor süns Jahren wurde ein grober Erweiterungsbau ausgeführt, der allen Ersahrungen und Forderungen der modernen Hygiene entspricht. — Das St. Adolf-Stift wurde 1883 zunächst als Erholungsbau» sür ruhebedürftige Schwestern bestimmt. Konsul Adolf Schramm, nach dem das jetzige Krankenhaus auch benannt ist, kaufte die frühere Töchterschule in der Talstrabe und stellte sie den grauen Schwestern in gemeinnütziger Weise zur Verfügung. An Stelle des alten Hauses entstand 1897 ein Neubau, dem ein össentliches Krankenhaus angegliedert wurde. Durch Erwerb des Lolals „Harmonie" mit grobem Park war es möglich, hier im Sommer auch erholungsbedürftige Hamburger Kinder zu betreuen. Die Wandsbeter Kirchenkalle macht daraus aufmerksam, dab zum 1. November die 2. Halste der Real- und Personal- Nrchensteuer 1935 fällig ist. Wie aus der Not eine Tugend wurde Vier Zentner Kartosfeln hatte unser Bäuerleln auf der viel zu kleinen Karre. Kaum in Blankenese angelangt, bricht ein Rad und der ganze Segen kollert aus die Straße. Dunnerlittchen. Der Landmann kratzt sich den Kopf. Aber haste nicht gesehn stehen schon ein Dutzend Iungens da bei herum. Schauen aus die Kartoffeln, schielen noch dem Bauersmann. Na, denn von meinswegen! Holt sie man auf!", sagte er. Gott mag wissen, woher im Nu all die Kinder kamen? Und woher sie so schnell all die Körbe halten? Es war »in Gewimmel wie im Ameisenbausen, und es dauerte keine süns Minuten, da waren die Kartosseln ver schwunden. Der Landmann aber stand dabei und lächle, dab >bm die Tränen über die runden Backen Uesen: „Na", sagte er, „denn hew ick jo ok wat sör Mudder und Kind don!" »>>. k. t. Eidelstedt hat fein Kinol Am Dienstagabend um S Uhr wurden die Eidelstedler Lichtspiele nach erfolgtem Umbau in der „Doppel eiche" mit einer Festvorstellung erössnet. »b. Schiileranmeldung In Schenefeld. ABT-Schützen sür Ostern sind die Kinder, die bis zum 30. Juni 1936 das 6. Le bensjahr vollendet haben. In Schenefeld wird ihre Anmeldung am 29. und 30. Oktober im Lehrerzimmer von 15 bis 17 Uhr entgegengenommen. Kinder, die erst bis zum 30. September da» 6. Lebensjahr vollendet haben, können, wenn sie geistig und körperlich tüchtige Kerle sind, auf Antrag auch schon zu Ostern in die Schule kommen. Impsschein mitbringen, und mög lichst auch da» Kroppzeug selber! Der Blankeneser Halbzug de» Roten Kreuze» veranstaltete gestern abend eine Alarmübung, in deren Verlauf dle Aufgabe, die bei einer Erplofion Verschütteten und Verletzten aufzusin- den und ihnen aus dem schnell heraerichtelen Verbandsplatz unler Anwendung von Behelssmittein die erste Hilfe angebelhen zu lassen, in beiipielhast schneller und zuverlässiger Weise ge löst wurde. Die „Verletzten" — durch Männer vom Sülldorfer Arbeitsdienst dargestellt — wurden aus Tragbaren nach dem Kolonnenheim, dem singierten Krankenhaus, gebrach!, wo der be- gulachtende Arzt die Verbände, Nolschienen usw. als vorschrists- mäbig ausgesührt bewerten konnte. Da» Ami sür Vvlkswvhlsabrt, Abteilung Schabenverhütung, vtranstallel in Verbinduna mit der Deutschen Leben»- rettung»gesellfchast am Montag, dem 28. Oktober, 20 30 Uhr, in der Johannesburg, Blankenese, einen Pro pagandaabend mit Vortrag der bekannten Schwimmerin und Retterin Johanne Beitels zum Schmalsilm „Hilfe, Hilse, ich ertrinke." cle. In Wedel Ware« Einbrecher an der Arbelt und ent wendeten au» der Werkstatt de» Sattlermelsler» M. mehrere braune Volleder-Altentaschen und hell- und dunkelbraun« Feder taschen und «in angeschlossenes Damensahrrad mit der Marke „Fallenburg" Nr. 103 454. Da» Rad Hot schwarze Felgen mit blauen Zielstreifen, schwarzen Rabmen und schwarze Ballon- brleisung. Eiwaige sachdienliche Angaben sind an die Polizei- verwallung Wedel zu richten. Nus^olsfein Auch die Lolstedter sparen mehr! Die Lokstedter Sparkaffe entwickelte sich im abgelausenen Ge schäftsjahr 1S34 äußerst günstig. Das komm! besonder» in der Erhöhung der Spareinlagen zum Ausdruck. 787 Spar bücher wurden neu ausgestellt (im Vorjabre 594). Der Spar einlagenbestand erhöhte sich mit Zinsen und Aujwertungsspar- lonten von 1,962 Mill. RM aus 2,283 Mill. RM. (Vorjährige Kapilaierhöhung: 31 419 Marl.) 5 Angestellte konnten neu «in- gestellt und auch die Geschäftsräume «weiter! werben. In Neu-Lokltedt wurde in der H o r st - W e ss e l-A l l e « eine neue Nebenstelle errichtet. Im Geschäftsjahr 1934 wurden insgesamt 37,683 Mill. RM umgesetzt <1933: 26,183 Mill. RM). Der Mehrumsatz bellef sich demnach aus 11,5 Millionen: im Vorsahr betrug die tlmsatzsteigeriing I Mil lion RM. Die Bilanzsumme betrug 3^326 Mill. RM (2,811 Mill. RM.) «. t. Barmstedt baut Kläranlage und Saualisatlos Seit dem 20. Januar 1S26 hat die Wafferpolizeibehörd« der Elad! Barmstedt die Auslage erteilt, auf «in« V«r» besserung d«r Abwässeranlag« b«dacht zu s«in. Di« Etadt ist gezwungen worden, sei! dieser Zeit einen besonderen Fond» an zusammeln, um eine» Tage» die Abwässer der Etadt durch ein» besondere Kanaiisationsaniage in eine Kläranlage zu lenken und aus diese Weis« da» Wasser geklärt In den Vorfluter di» Krückau, leiten zu können. Dieser Fond» Hot im Lauf« d«r Jahr« einen Juten Umsang angenommen, so dah setzt unter Zu- hilsenahme eine» Kredite» von der Rentendankkreditanstalt die Herstellung der Kanalisation und Kläranlag« in Angriff g«. n?mmen werden kann. ei. lip. Eine Brleftaub« au» Belgl«n skoa dem Einwohner Schröder, Pinnederg, Elmshörner Strohe 1l5», zu. Ei» ist be- zeichnet mit „Henry Bruneel Hout dem Hper Belg. 33—3012215." Das Tier war so matt, dah e» sich ohne wei teres anfassen lieb. Jetzt hat die Taube sich erholt und wird gut gepslegt. <le. Der Schnelsener Ferkelmarkt halte am Mittwoch nur eine geringe Zufuhr. 4—6 Wochen alte Ferkel waren nicht am Markt. 6—8 Wochen alte kosteten 14—17 RM, 8—12 Wochen alt- 17—21 NM. ältere 21-30 RM. Futterfchwelne 50-60 Pf. per Pfund Lebendgewicht. Preise je nach Qualität höher und niedriger. Der Handel war sehr gut. Der Markt wurde schnell geräumt. a MrferzWerlal üeryeäorf. Hüarlek- sMerlaime — Di« Frauengruppe Bergedors im Verein sür da» Deutsch tum im Ausland veranstaltet am 28. Oktober, 20 Uhr, in der Aula der Berufsschulen einen össentlichen Vortragsabend. Dr. Gras von der Berliner Bundesieitung im VDA wird über die Lage in der Tschechoslowakei sprechen. — Dr. med. Burk in Bergedors wurde zum Leitenden Ober arzt der Augenobleiiung de» Hamburger Marienkranlenhauses ernannt. — Winterhilfswert Lohbrügge. Die nächste Lebens- m Ittel-Psundsammlung sindet am Eonnabend, dem 26. Oktober, statt. Notwendig wurde die Einsührung von Warengutscheinen. Diese sind bei den Geschäftsleuten sür 50 Psg. und 1 RM erhältlich. An Sleile serliggepackter Pakete können den NSV-Sammlern also auch diese Gutscheine gegen Quittung ausgehändigt werden. Die Einlösung ersolgt nur durch da» Lohbrügger WHW. OesfenIIiche Kleidersammiungen werden diesmal in Lohbrügge nich! durchgeführt. Es wird aber dringend gebeten, alle entbehrlichen Bekleidungs- und Wäschestücke dem WHW zur Verfügung zu stellen. — Herrenlose» Ruderboot. Vor dem Grundstück Allermöhe 66 (Hamburger Marsch) wurde aus der Doveelbe ein viersitzige» Sportbool aus Eichenholz mit dem Namen „Dömitz" geborgen. Nähere Auskunft gibt die Fundsachenverwaltung im Hamburger Etadlhau». — Da» Geesthachter Winterhiisswerk macht bekannt, daß In diesem Jahre Kohlengutscheine nur durch das WHW ausgegeben werden. In besonderen Fällen sind diese Schein» ad»r auch lm NSV-Heim in der Krummen Strahe erhältlich. Neues Siedlungsgelände für Wellingsbüttel Das Wellingsbütteler Grundstück, Kartenbl. 1, Parz. 3391^189 und 3933/189 soll zu Siediungszwecken ausgeteilt werden. Da aus dem Gelände Dauerwohnhäuser errichtet werden sollen, hat d«r Eigentümer Erteilung der Ansiedlungsgenehmigung beantragt. Gegen diesen Antrag kann innerhalb von 21 Tagen von den Eigentümern, Nutzung»-, Gebrauchsberechtigten und Pächtern d»r henachdarten Grundstücke Einspruch erhoben werden, wenn Gesahr besteht, daß die Ansiediung der Nutzung ihrer Grund stücke aus Land- und Forstwirtschaft, dem Gartenbau oder d«r Jagd und d«r Fischerei schaden könnte. Berkehrsentlastung am Ochsenzoll Der Verkehr von und nach Hamburg über den Ochsenzoll hat i» den letzten Iahren einen großen Umfang angenommen, so dab die beteiligten Gemeinden daraus bedacht sein mußten, sür eine Entlastung Sorge zu tragen. Eine wirksame Möglichkeit bot sich in dem Ausbau des Schiageterwege». Der alte Steig wird als seste Fahrstraße mit getrenntem Radsahr- und Fubweg ausgebaut. Die Arbeiten chreiten schnell vorwärts. Die neue Brücke über den Tarpenbeck ist schon sertig. Der Platz vor der Stauwehr Ist so gehalten, dab dle Löschzüae zur Wasserentnahme bequem anfahren können. Die neu« Ltrab« wirb «inen groben Teil de» leichten Verkehrs nach Garstedt, Hark»heid«,Friedrich»gabe und darüber hinau» aus nehmen und sür Radsahrer und Fußgänger «ine erheblich« G«- fahrenverminderung bedeuten. Eine weitere Entlastung be» Ochsenzoll wird der vollständig» Ausbau der Tangstedter Landstrahe bringen, der von Hamburg aus bis an die Landesgrenze in Angriff genom men ist. Die Abtragung de» Holitzberge» macht gute Fortschritte. Hoffentlich folgt die Gemeinde Glashütte bald nach und beginnt ihrerfeits mit dem Ausbau der Schluhstrecke bis zur Einmündung in die Segederger Chaussee. Damit würd» »ine gute abgekürzte Verbindung für Glashütte, Sege- berg und weiter hinau» geschaffen, di« auch den Verkehr am Ochsenzoll fühlbar entlastet. t. äl. Begradigung der Oberalster. Der Bürgermeister von Lemsahl-Mellingstedt sordert die Alstcranlieger auf, den Be amten, Angestellten und Arbeitern der seit einiger Zeit Im Gange befindlichen Begradigung der oberen Aisler beim Betreten ihrer Wiesen und Grundstücke keine Schwierigkeiten in den Weg zu legen. <11. Klnderbelhllsen In Poppenbiiltel. Anträge aus Gewäh- rung von Kinderheihiise sür Familien mit vier und mehr zum elterlichen Haushalt gehörigen Kindern unter 16 Jahren können im Gemeindebüro Poppenbüttel gestellt werden. Bedingung Ist daß die Eltern Reichsbürger sind, ihrer und der Kinder Leumund einwandfrei ist und weder Eltern noch Kinder an vererbllchen geistigen ober körperlichen Gebrechen lelden. Der Unterhalt»- pslichtige mub -überstände sein, die Mittel, die zu angemessener Führung des Haushalt» nötig sind, aus Eigenem zu beschassen. v Ein» »rsreullche Statistik. Di« Tausregister der Kirchen- gemeinde Tangstedt weisen in diesem Jahr eine erheblich gröbere Zahl von getauften Kindern auf. E» wurden bisher 78 gegen 45 Kinder im Vorjahre getauft. Für ein Kind der Familie Steffen in Wasfermühie übernahm der Führer und Reichskanzler die Ehrenpatenschaft. 61. Bergstedter Markt. Am Sonntag Ist Bergstedt»» Markt. Schon sind die ersten Wagen aus dem Marktplatz aufge- fahren. Die Jugend Ist au» Rand und Band, und überlegt und berät, wa» sie sich kaufen soll. ^ Auch ln Sasel wird künftig gelurnt. Der Sporlvereln Lasel wird Anfang November eine Turn-Abteilung eröffnen, in der Geräte-Turnen, Gymnastik, Handball, Schwimmen usw. eine gute Pslegestätte sinden sollen. Eporlabzelchen-Prüsungen und Prüsungen lm Rettungsschwimmen (Im Sommer) werd«n eben- salls in Sasel durchgeführt werben. Wenn auch Sasel noch nicht in der Lag« ist, seinen turn- und sportsreudigen Einwohnern eine neuzeitliche Turnhalle bieten zu können, so Ist doch zu «r» warten, wie die vielen Anmeldungen von Männern und Frauen schon setzt beweisen, dab ganz Sasel, sung und alt Männer und Frauen sich ab November in srisch-sröhlicher Weise im Linden- hos (Ecke Lübecker Thaussee/Echulweg) tummeln wirb. Saseler Männer und Frauen! Begreift und erfüllt da» Wort unsere, Führers: Im Dritten Reich gilt nicht nur da. Wissen, sondern auch die Kraft. äl. Kohlen- und Flelschau,gabe l» Sasel. Dl« «rsle Au»- gäbe von Kohlengutscheinen Serie ^ und Fleisch sindet am Sonnabend, dem 26. Oktober, statt. Die Volkigenvssen mit b«m Ansangsbuchstoben A—G werden von 15—16, H—P von 16—17 und R—Z von 17—18 Uhr abgefertigt. Meldeschein, Stempel karte ober Rentenbescheld sind mitzubringen. >orsmuflkanlen" au» Hark»h«Id«. Nach stiller »In sel! der Gründung tri!! diese Orchestervereinigung »p. „DI« Dorfi jähriger Ardei! l mit einem Konzert erstmalig in der Oessenllichkeit aus. Di« Aufführenden stellen sich uneigennützig In den Dienst der Kultur- pslege. Solche Konzerte sollen In den Wintermonaten wiederholt werden. Der erste Konzertabind wird am tv. St»- v«mb«r In den LIndenhofgastslätten »eranstaltet. »p. DI« NS-Frauenschast Harkshelde gründet am kommen den Freitag eine Zelle „Harl»helbe-N»rd", da die Gemeinde so ausgedehnt liegt und deshalb dle umsangreichen Winlerhils»arbelten sonst nicht pünktlich erledigt werben können. ^ luden« S0u.ö0pf» > Llostopf' O U 1.20
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