»• V Morgenvlakk, Tests 8 Schweden* Die Wahle« zur Zweite« Kammer sind beendet. Da bei mehreren Abgeordneten die Parteizugehörigkeit verschieden ange. «eben ist kann die Zusammensetzung der neuen Kammer nicht genau festgestellt werden. Das ungefähre Wahlergebnis ist folgendes: Di« Rechte erhält in der neuen Kammer 8b Sitze, bisher 100. die Linke etwa 100, bisher 90, di« Gemäßigten etwa 10. bisher 20, und die Sozialdemokraten 33. bisher 17 Sitze. Insgesamt zählt die Kammer 230 Mitglieder. (Xel.) Großbritannien. Zolleirrnahme«. Der Bericht -er englischen Zollkornmission llber die Netto-Einnahme in dem am 31. März abgelausenen Jahr zeigt, daß die Zolleinnahmen 32 581994£ betrugen, d. h. um 2,06 pZt. höher waren als die Budgetschätzung und um ^5 pZt. niedriger als die Netto-Einnahme des Geschäftsjahres 1906/07. Die Zolle zahlten in den Staatsschatz ein £32 490 000 gegen £ 33115 000 un Jahre 1906/07. Der Rückgang um £ 625 000 erklärt sich Hauptfach, lich durch die Abschaffung des Kohlenexport-ZolleS. Der Rückgang würde größer gewesen sein, wenn nicht Zucker, Tabak und Txe eine höhere Einnahme gezeigt hätten Ter Import an Tee beließ sich während des Jahres aus 280 Millionen Pfund d H. auf 6% Pfund pro Kopf der Bevölkerung. Tabak stieg um £ 443 575 gegen das Vorjahr zu £ 13 739 378. Ausländische Spirituosen und ausländische Weine zeigten einen Rückgang im Werte von £ 83 318 resp. £ 60 678. Die'Zahl der Beschlagnahmen geschmuggelter Waren Donnervrag, Den 1. Oktober 1906. 3« der Lage i« Lancafhire war bis Montag abend keine Donnerstag wird in London der Rat L)ie <L>PiNNer sino III CUlCl hhhiuuihui «uhc. yuu«.» wuuiuu- lich dafür gestimmt, die Untecnehmervorschläge anzunehmen. und sind nur Mitleidende durch das Vorgehen der Kardierer. Es wird nun von seilen der Trade-Unions darauf aufmerksam gemacht, daß keine Anrechte auf den Verbandsfonds hätten, weil äae der Unternehmer annahmen. In Asbton on the ^^.^rivge und Dunrensield stehen jetzt IA Millionen Spindeln still. Auf beiden Seiten soll nach Nachrichten aus Ashton das Geld reichlich sein. Dies würde zur Verlängerung des Streils dienen. Die Pcnuypost «ach Amerika. Der englische Gcneralpost- meister macht darauf aufmerksam, daß am 1. Oktober das Porto franfcretcb. Sozialistischer Natioualkougretz. Als Einleitung zu dem National » Kongreß der Unifizierten in Toulouse hat die sozialistische Föderation des Seine - Departement? wieder ein herrliches Schauspiel der Einheit der Kollektivisten geboten. Bei der Versammlung ihrer Delegierten, der auch zahlreiche Abgeordnete und Stadträte beiwohnten, wurden erst die verschieden, untte der Tagesordnung ruhig erledigt, bis die Ausschüsse ihre Wirksamkeit begannen. In der Schiedsgerichts. Kommission wurde nämlich über einige Ämsässige zu Gericht ge- festen, die sich nicht in alle Machtgebote der Parteileitung fügen ge- wollt hatten. Dem Abg. Brouste wurde es heftig borgen orfen, seine Unterschrift für die Kundgebung der parlamentarischen Gruppe der Sozialisten verweigert zu haben, in der gegen den Besuch Fallieres' widerfuhr . _ . Ferner wurde ein der anesdistischen Gruppe ungehöriger Delegierter, Marius Andre, ausgestoßen, weil er bei einem Bankett eine refor- mistische Rede gehalten hatte. Das läßt für den National-Kongreß der Unifizierten sehr heftige Kämpfe voraussehen. Schweiz. Die Internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz kn Luzern hat gestern in ihrer letzten Sitzung befürwortet: Re- gelung der Heimarbeit, insbesondere hinsichtlich des Lohnproblems durch die gewerkschaftliche Organisation und Tarifverträge sowie gegebenenfalls durch di« Errichtung von Lohnämtern und Festsetzung von Minimallöhnen. Für die Maschinenstickerei soll die Möglichkeit einer internationalen Regelung geprüft werben. Die Kinderarbeit soll in allen erwerbSmäßigen Beschäftigungen, auch in der Landwirtschaft, geregelt werden. Solange die Volksschulpslicht dauert, ist keine Kinderarbeit zulässig. Der Maximalarbeitstag von zehn Stunden soll für alle Arbeiter, auch für Männer, in der Textilindustrie eingeführt werden, im Bergbau der Achtstundentag. Für Eisenhütten und Walzwerke wird eine nähere Prüfung erwünscht. Bezüglich des Vollzugs der Arbeiterschuhgesetze wird daS Arbeitsamt beauftragt, fortlaufend Bericht zu erstatten. Für die Behandlung der Ausländer bei Betriebsunfällen wird eine durch das Gesetz und Verträge hcrbeizusührende internationale Gleich- stellung mit den Inländern hinsichtlich einer Entschädigung empfohlen. Das Verbot für WeißphoSphor soll weiter durchgcführt werden. Empfohlen werden die Beseitigung des Blciweißes für Jnnenanstrich, Erhebungen über die Einschränkungen der Blei- glasur in der Keramik und die Sammlung weiteren Materials über die Dleigesahr in der Polygraphie. Endlich solleck die Ver, hältniste in der Saisonarbeit gründlich geprüft werden. Die Ver- sammlung beauftragt zum Schluß der Verhandlungen daS Bureau, die Frage des Urlaubs in der Industrie zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. (Tel.) Verhandlungen deS Bundesversammlung. Der Ständcrat er- gesetzlich festgelegt, sondern durch besondere Beschlüsse der Bundes. ledigtc die Vorlage des VundesratS über die Kurie zur Aus. ildung der Offiziere nach den abweichenden Anträgen seiner Kommission. Danach werden diese Kurse einstweilen nicht bi Versammlung jährlich bestimmt. Sodann begann der Ständerat die Beratung der bundesrätlichcn Vorlage über die Organisation des Militärdepartemcnts. Im Nativ nalr'at wurde die Diskussion über die Organisation der Unfallversicherung fortgesetzt. insbesondere über den Antrag auf Rückweisung der Vorlage an den Vundesrat. zur Prüfung der Frage, ob nicht ein anderes System angcwendet werden sollte. Diesen Vorschlag unterstützten mehrere Redner. Heinrich Scherrer verteidigte die Vorlage des Aundesrats, betonend, daß die Frage allseitig gründlich geprüft und bewährte Fachmänner über die technischen Grundlagen befragt worden wären. Di« Gegner hätten ihre Einwendungen und Materialien früher vorlegen müssen; ihre Argumentation erweise sich als unhaltbar. Tie Annahme des Antrages wäre gleichbedeutend mit einer Ablehnung der Vorlage und einem Verzicht auf die Unfallversicherung überhaupt. Vundesrat Teucher erklärte, der Bim- desrat habe wiederholt die Frage geprüft und halte wie anfänglich einstimmig an der Monopolanstalt fest, ebenso an der Versicherung der NichtoctriebSunfälle als an einem großen sozialen Fortschritt. Der Sprecher d.-s Bundcsrats endlich erinnerte an die Versprechungen bei der Aufstellung des Zolltarifs. Der BundcSrat habe seinerseits die Versprechen gehalten und mahnt die Volksvertreter ihrerseits jetzt ein gleiches zu tun. Die Diskussion wurde abgebrochen. Italien. Die Minister Jswolskj und Tiltoni. Jswolski und der russische Botschafter Murawiew sind gestern mittag in Racconigi eingetroffen und in Hoswagen nach dem Königsschloß gefahren. JSwolski wurde nach der Hoftafel vom König empfangen. Um 5 Uhr nachmittag? reisten Tittoni und Jswolski, des letzteren Gemahlin sowie Botschafter Murawiew im Automobil nach Turin ab. lTel.j Vierhundert alt Garihalbianer, angetan mit den legendären Käppis und roten Hemden, wollten am Sonntag in Rom zum Ministerium des Innern ziehen und dort ein Gesuch um Gewährung von Pension überreichen. Der Zug wurde indessen zweimal durch die Polizei auscinandergesprengt. und nur mit Mühe und Nor gelang es einem Garibaldianer, einem Polizeikommissar die Bittschrift zu übergeben, während ihre Delegation überhaupt nicht vor- gelassen wurde. Der Messaggero zieht aus diesem Anlaß einen Vergleich zwischen der Duldsamkeit der Polizei gegenüber den klerikalen Turnvereinen, die mit Fahnen und Musik ungestört die Straßen durchziehen durften, und den Veteranen Garibaldis, die ihr Blut für das Vaterland vergossen haben und nun wie Uebel- tätcr behandelt werden. Spanien. Das Jubiläum der September-Rcvolutlon von 1868, die mit ber Vertreibung der Königin Jfabclla und der Einsetzung der provisorischen Regierung Prim-Serrano endete, wurde am Dienstag von allen freisinnigen Parteien in ganz Spanien in großem Maßstab gefeiert. In Madrid veranstalteten die Republikaner, ein^m Tele- gramm des Berliner Tageblatts zufolge, einen großen F-'stzug, an dem sich unter anderen liberalen und demokratischen Führern auch Moret und Canalejas beteiligten. Dieses demonstrative geschlossene Auftreten der freiheitlichen Opposition macht in politischen Kreisen dre hohen Gipfel genau begucken können zur Morgentoilette. Die Sonne steigt höher. Im Süden erhebt sich ein leises, duft- erfülltes Lüftchen, das den See leicht kräuselt und in tausend und aber tausend Schaumperlen das Sonnenbildchen wider- strahlen läßt. Das Lüftchen wächst, die Wellenrluge werden breiter. Der See hat inzwischen blaue Färbrllig aiigcnommen, di« kleinen Welleickerge aber schiurmern wie ein Edelopal tn goldroten, goldgelben und goldgrünen Tönen. Uoi> nun sehr dre Ora mit voller Kraft ein. Immer größer und mächtiger werden dre Wellen in der ganzen Breite deS Sees, brausend und tosend und sich überstürzend, so daß die weißen Welle«- kämm« aus dem tiefblauen Grunde meterhoch aufgischen. Tav ist die Zeir des BadeS, das nicht schöner erträumt werden kann alS tn dieser blauen, kristallklaren Flut mit ihren mächtigen Wellen i-m Angesichte des majestätischen Hochgebirges. Am rech, ten Deeufer nächst dem Dorfe umsäumt ein smaragdgrüne» Baus dir blaue, weisigischende Flut. Dort ist ein meitauSge» debnter Sandstrand, wie ihn der Lido und Grado nicht weicher besitzen. Erft am Spätnachmittage legt sich die Ora. die Gellen glätten llch, der See w rd wieder zum Spiegel und ruht jo trämmeriich die ganze Nacht, die hold« Täuschung eines zweiten sterne,^besäten Himmels hervvrrufend. Und wie zaubervoll sind diese milden Alpennächte tn ihrer ttefen, göttlichen Stille, in die nur das Zirpen der Grillen und der leise Widerhall dev Rauschens ett^S fernen, einfanven Wasserfalle» hinetntönt. Ileberretch hat die Natur dieses Alpenparadie» gesegnet. Nun bedarf eS nur mehr ber verständigen Menschenhand. um alle- fertigzuumchen: Die Verbellen,ng der häßlichen Straße von Mezolombardo nach Fat, di« Anlage einiger bequemer Spaziergänge durch den Wald von Molvcno u,ü> um den See herum die Herstellung einiger Landungsplätze für Ruder- und Segelboote, die Errichturig eines Strandbades nächst dem Dörfchen, die Herstellung einer Telegraphenlettung. die Et», führung einer täglichen Fahrposi. DaS sind Kleinigkeiten, mit geringen Mitteln durchzuführen und hoffentlich schon biS zum nächsten Sommer vollendet. Ver Oktober unck keine Gaben. Sobald di« Monaie ansangen, ei« R sich »uzulegen, verläßt der Krebs und öffnet der Auster die Tür. So wird es noch aehalten und als Tradition betrachtet — trotzdem ist eS falsch. Die Krebse sind ». B. im «September gerade ausgezeichnet uiid Austern uns immer aß man um 1550 in England schon Ende Jul«. Stach dem Tagebuch von und Schneidermeister zu Londoj», fand Die mor< ihre Austern bei dazu T c b» Schneidert,»nung begaben stch^zu ganz früh ,8 Uhr am 80. Jjuly" ,« bie Herbe rar und aßen bon rl Kemitticht mit Zwiebeln und Pfeffer. Z\< tranken von das elfte Austernestei, iw Jahre damals in fc'ierli'cher Weste' flott Die Obmänner der Schneider! ' ' L ~ »ens. um «8 Uhr am 80. I ! Austern bei Kerz<i,licht m» i Ale. Claret und Muskate.. WÄ WIM werden. Tie Bänke find überfischt worden und schon jetzt fehlt die M.ttelgröße fast ganz und die Preise ziehen an. Wenn nun eine Seche teuer wird, so sieht man sie viel genauer an als sonst und stellt weit höhere Ansprüche an sie. So reitet man augenblicklich ,n London auf dor Hygiene herum und verlangt, daß die Austern sauber behandelt werven. Sie werden nämlich, sow-e sie aus den Booten kommen, tn Reservoire gelegt, wo sie mit Salzwasser begossen werden. Dies ist aber meistens nur Brunnenwasser mit Kochsalz und enthalt durchaus nicht die Stoffe deS Seewassers. Statt Ernährung und Erfrischung bereitet man den Austern also nur Qual, und rvenn, wie es oft geschieht, noch Hafer, und Weizenmehl dem Wasser beiaemengi wird, um sie „fett zu machen", ( o macht man sie dadurch direkt krank und wistrno gesundheitsschädl ch. In richtig zusammengesetztem Scewasser. wie iS die großen Aquarien benutzen, da» also Magnesia, schwese sauren Kalk, Chlorinsowum. Pottasche, r l "MM ' *- 'rrpfla , | MWW>WW»W»WWWU ist n< lich nur da möglich, wo dir Austern noch frisch auS der See oder den Parks ankommen, im Binnenlande entfernt man am besten die oberen Lagen des Fasse-, beschwert den Inhalt so, daß sich die Schale« nicht öffnen können und stellt das Faß an einen kühlen Ort. In London soll nun jede Auster, die aus solchem Reservoir kommt, sauber gewa chen werdm, aber weder Grossisten noch Kleinhändler wollen sich dieser Arbeit unterziehen, da sie ihren geringen Verdienst nicht noch mehr schmälern wollen. Sie suchen lieber nach neuen Austernbänken. um wieder billige Preise und mit ihnen f irößeren und — leichtsinnigeren Konsum zu schassen. So kommen eit einigen Tagen in Maste portugiesische Austern on den Markt Brom und ko§lensaüren Kall enthält und in dem SeMasserps'lanzen keimen müssen, halten sich die Austern Monate lang. Das ist natür- und auch spanis .agen ir lisäik, di ünlich, 1 die in ihren Hohlräumen viel Schwefelw infernalischer Geruch den Appetik nicht Auster ist so groß wie unsere jchleswia Die portugiesischen sind klemer wie die Nativeö^unv enthalten fette, die als ^MarenueS" gehen. Tie spanischen lind se . K Gerucy den Appetit nicht re»zt. spc.nische sBiscaya.) Auster ist so grob wie unsere jchleswigsche. 'zwar auch grünli^, und zwar apselarün, aber sie habe« eine sehr zerbrechliche Schale, die in ihren Hohlraumen viel Schwefelwasserstoff enthält, dessen infernalischer Geruch den Appetit nicht reizt. 'Die spc.nische I " weiß« Diere von großem Wohlgeschmack. Di« Schalen sind manch mal etwas rötlich gefärbt, w e ja fast alleö in luo sich durch lebhafte Fa ' Import in London Dil . fast alles in südliche« Gewässern rbe gegenüber dem Nord auszeichnet. Der beträgt zurze -tinf und es ist alle Aussicht v « Auster populär wird. Auch der Import der amerikanischen biuo •oioto nach England und nach dem Kontinent soll in diesem Jahre ordert werden. Wenn unsere Schlemmer nun auch einmal tief in den urzeit pro Tag ungefähr 114 Million '■ vorhanden, datz di« portugiesis' en eng. teuer Driitiel der Zahl der Abgeordneten über schneitet, I, tikel 62 der Verfassung gebunden zu sein, zu einem Drtttel Sultan ernannt und zu zwei Dritteln vom Volk« greifen müssen — möge« sie dessen eingedenk sein, daß «inst bie Große» im alten Rom ganz anders für ihr« Taselsreuden zahlten, aqlignla z. V. gab für e>« einzige» Diner IV» Millionen Mark aus, kein Wunder also, daß er das vom llaiser Xioeriui hintrrlassene Vermögen von 121 Millionen Mark in einem Jahr glatt erledigte. Lucullur und Helivaaval, die bekanntlich auch zu Irden wußten, liebrn sich ihre iveltverühmten Gastmähler 4-WJOOOO Mark kosten, wäyrend Ailop IV» Millionen Mark für ein einziges Gericht au», gab. Antonius bekam es fertig, nach unser« Geld« fast SVh M'lli» ukden Mark Nein z» kri-oe» ~ Gleichgültigkeit wird tiefen Eindruck. ES bildet einen deutlichen Ausdruck der Stimmung im ganzen Lande, die zu jener der künstlich erzeugten Cortes- Majorität i« schroffem Widerspruch steht. Ctlrhef. DaS sungtttlsifche Programm deS Komitees für Einheit und Fortschritt wird jetzt im Wordlaut milgeteilt. Wir entnehmen dem Schriftstück zu.r Ergänzung de» bisher mitgetailten folaend« Bestimmn.ngen: Die V er fassnng wird «uff einer Grundlage onfgebaitt fein, welche di« Vorherrschaft der VolkSstmnne sichert. Auch wird die absolut« Veramttvorftickibeit deS Ministerrates gegenüber dem Parlamente eingefführt werden. Von den Ministern, di« im Parlmnent nicht dbe Majorität für sich werden gewinnen können, wird angenommen, daß sie ihre Demission geben. Die Senatoren werden unter der Bedingung, daß ihre Zahl nicht ein t, ohne durch Ar- vom >It. Die Person Untertan ist und das unbavogliche« Eigen- tum oder Vermögen recht ersten Oirades. Es ist natürlich, daß diejenigen, die ihrer bürgerlichen Recht« vcrluisttp geworden sind, dieses Stimmrecht nicht haben werden. ES soll di« Auftrahme eimer Bestimnuvng. betreffend di« Freiheit der Bildung politischer Vereine in die Verfalsumg erfolgen, unter der Bedingung, daß sie den Artikel 1 der Verfassung respektieren. Auf dem Gebiivle der Bern>altung der BilajetS: die Erlassung von Sondergesetzen in Hinsicht ans die voll ständige Anwendung dcS Systems der Erweiterung der A d m i n i st r a t i v g e >v a l t, wovon im Artikel 103 der Verfastung die Rede ist, unter der Bedingung, daß die Ketten des gegenwärtigen Verwaltungssystems nicht zerrissen werden. Die Amtssprache des Reiches bleibt türkisch. Für alle Korrespondenzen und Be- ratnnyen gilt diese Sprache. Die Abgeordneten halben das unbedingte Recht, Gesetzentwurffe vorzuschlagen, unter der Bedingung, daß diese von mindestens zehn Abgeordneten eingobracht werden. Alle oh,re Unterschied der Roste oder der Religion genießen Alle Dauer ihres Mandats wird eine beschränkte sein. cher Unt -nrückgelegt hat, mag st« i besitzen oder auch nicht, hat daS Stimm> männlichen Geschlechtes, di« ottomamiil. zwanzigste Lebensjahr zurückgelegt hat, mag volle Gleichheit und Freiheit und r Pflichten. Ottomanen sind vor dem Gesetze gleich und haben on den Rechten und Pflichten deS Staates gleichen Anteil. Die öffentlichen Aemter sind allen Bürgern je nach ihren Fähigkeiten und ihrer Verwendbarkeit zuigänglich. Auch di« Nichtmuselmanen unterst chen dem Gesetze ühr di« Militärdienstpflicht. Die Grundsätze über^ie freie Ausübung der Kulte und die den verschiede- kirchlichen Privilegien oniocn MUsrccyi. ajic iiano- und Seestreitkräfte des Reiches sind entsprechend seiner^ politischen und .geographischen Lage nen ReligionSgenostenschaften gewährten bleiben aufrecht. Die Land« innerhalb der Gruppierung der europäischen Mächte zu reorgant- sieren, bei Herabsetzung der Militardienstzeit auf eine der richtung und Ausbildung des Heeres unschädliche Dauer. ^Oer Artikel 113, letztes Alinea, der Verfassung wird als dem Grundsätze der persönlichen Freiheit widersprechend aufgehoben. sArtikel 112 verleiht dem Sultan daS Ilockt zur Ausweisung staatsgefährlicher Personcn.i 'Die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Arbeiter und A r v «i t fl 1 1> < r werden durch besondere Gesetze festgestellt. Alle Schulen unterstehen der Aufsicht der Negierung. Um die Erziehung der ottomanischen Untertanen einheitlich zu gestalten. werden öffentliche staatliche Schulen errichtet, die für jedermann zu- _ . . - . -- gänglich sind und in denen das Prinzip der freien Lehre herrscht. In den staatlichen Schulen wird der Unterricht in den Elementar» klassen unentgeltlich erteilt. Für diese Schulgattung ist der Unterricht in der türkischen Sprache obligatorisch. Hften. Der Dalai Lama in Peking. Der Korrespondent der TimeS in Peking schildert einen Vorgang, den man bis vor wenigen Jahren noch nicht für möglich gehalten hätte. Bei schönstem Sonnenschein befand sich am Montag ganz Peking aus der Straße, um das merkwürdige Schauspiel des Eintreffens des Dalai Lama mitanzusehen. Ter Talai Lama wurde von hohen kaiserlichen Beamten und einer Ehrenwache empfangen. Die Station war geschmückt wie bei der Ankunft eines Kaisers. Der Sonderzug aus Tingtfchau traf aus die Minute ein. Der Dalai Lama wurde vom Bahnhof durch Kavallerie eskortiert, der Trompeter vorausritten. Er saß in einem kaiserlichen Tragstuhl, der von gelbgekleideten Trägern getragen wurde. In diesem Aufzuge kam er zu der gelben Lama- ferne, die ihm als Aufenthaltsort zugewiesen wurde. Die sonnverbrannten tibetanischen Reiter in ihren gelben und scharlachenen Kostümen machten auf ihren Ponies mit Bannern und Schirmen einen höchst merkwürdigen Eindruck. Ganze Scharen von Ausländern hatten auf dem Wall außerhalb der Station Platz genommen, während die Chinesen an der Straße standen. Die Polizei hielt musterhafte Ordnung. Hunderte von gelbgekleideten LamaS kamen ihrem Oberpriester in der Stadt entgegen. er die aufgelöste Perle von l l A Millionen Mark, die ihm Cleopatra kredenzte, verichluckt haben! Armselige Epigonen, unser« heutigen Verschlvender! Sie versuchen nicht einmal ähnliches, wie es vie Kaiserin Josephine tat — allerdings mit negativem Erfolge! Etwa 60000 Francs kostete das „römische Frühstück", das sie einst in Napoleons Abwesenheit Herrichten ließ, und dem fast die oanz« kaiser» keiten war besänftigt. aisers Zorn Die Abende sind lang und kalt geworden und die Tage der . jine sind wieder gekommen! Gebrauch des Teeblätter-Aufausses, denn schon im China ei Christus ist nachweislich in China eine Steuer von vielem anregenden und die Müdigkeit vertreibenden Getränke erhoben worden! Wie hübsch weiß die chinesische Sage die Entstehung des Teestrauches zu schildern! Ein alter Buddha-Priester, der so ftomm war, daß er schon beinahe für heilig galt, wollte nicht nur di« Tagesstunden Gebeten und Bußübungen weihen, sondern auch die Nacht. Dann aber überfiel ibn trotz aller Anstrengungen immer wieder der Schlaf und mit ibm kam ihm im Traume die Erinnerung an ein holdeS f fräulein, das er einst geliebt batte, als er noch nicht so alt und so row.m war. Da» störte ihn jetzt sehr und kurz «ntschl ge uralt ist im fernen Osten der ? abre 778 nach iese Nltt ihn jetzt sehr und kurz entschlossen er sich die mandclförm^en Augenlider ab und warf sie fort! Buddha aber erkannte die» Opfer an und ließ dort, wo die schm iuvdh armen Lider . ibnt.l ~,m er nach Pari», 1638 durch tatarische Gesandte nach Rußland. Erst Ende de» 17. Jahrhundert- lernte ihn Preuße« kennen, wo es ihm wie dem Kastee gi«L d- h- " wurde anfangs verboten und mit hohen Steuern helegt. Schließlich aber gelangte er doch zur allge- meinen EinführuM. wenn Deutschland als Teekonsument auch weit hinter Rußland, England und Holland rangiert. Neuerdings wird der Teeaenuß im Heere von oben herab lehr proteg,en und auch die neue Felddienstordnung trägt diesen Bestrebungen Rechnung. Reben dem abendlichen Tee beginnen jetzt auch wieder di« kräf» t*Ml, legierten Suppen mehr a«s der bllraerlichen Tafel zu er- sFeine». wie z. B. di« Erbsen- und Bohnensuppe. Mocturtle- und Ochsenschwanzsuppe und wir möchte« unser« deutschen tzausfrauen noch auf die englischen Wiltziuppen, au» Bratenresten und dem Knochengerüst bereitet, aufmerksam die sehr gut munden, wozu Haieu, Reb. Rebhuhn, Fasan usw. dienen könne». Die Hohe«» zollcrn hat!«« siet» eine aewisie Vorliebe für kräftige Sr llild und Ge P . Upp tttt lüge! die «sser und wurde täglich Pfund M«d- Friedrich aß Richard
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Kunstmatige intelligentie
De transcriptie is automatisch door de computer gemaakt met tekstherkenning. De samenvatting wordt door de computer gemaakt op basis van een taalmodel. Beide bewerkingen zijn niet perfect, maar vaak ruim voldoende zodat het historische document begrijpelijk wordt. De resultaten van de toepassing van (Europese) kunstmatige intelligentie zijn niet gecontroleerd door een mens.
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