Blader door transcripties » Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg



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Transcriptie

*.
— ■*
i
1. ffuflitfl 1934
tonaer Nachrichten
waltung haben anläßlich des Tode» des deutschen Reich»,
oberhaupte» ihre Flaggen aus halbmast fltltfct. Ueberall
stehen Gruppen von Menschen zusammen, di« den Tod de»
Reichspräsidenten besprechen.
Kundgebung des öundes-
führers des ASDAV.
Zum 2. A iguHl
rtch,. |
icral.
k auf
laflflc
balb-
i
Unsere Wehrmacht nach
dem Weltkriege
an Oberst von hindenburg
Berlin. 2. August
ij (Stahlhelm), Reich«
des Todes des Herrn
Berlin, L. August
Ter Führer de« deulschen Reiche« und Volkes Adolf
Ht«l«r richtet, an vtzrrft von Hindenburg nachstehende«
Teleßrammr
Ostpreutzen trauert
Ter Bundessührer de«! NSDYB
minister Seldte erläßt aus Anlaß
chspräsidenten folgende Kundgebung:
Traurrkund« hat vir Herzen aller brutschen Soldaten ge-
ffcn: Ter Reichspräsident, unser Äeneralseldmarschall von
Hindenburg ist zur großen Armer heimgegangcn. Im tiefsten
bewegt senken wir, die alten Frontsoldaten, die Jahnen vor
der Bahre dessen, der unser Führer im Weltkrieg und der
getreue Ekkehard deS deutschen Volke» in schwerster Zeit ge»
wesen ist.
Wir der Name Hindenburg im Volke zum Symbol der
Pflichterfüllung und der Einsatzbereitschaft aeworden war, so
in selbstloser Dienst an der Nation in Jahren bitterster
und Vorbild und Beispiel aeworden und wird er bletoen
kür alle Zeit. Wenn wir setzt Abschied nehmen müssen
dem, wa8 an dem deutschen Soldaten Hindenburg sterblich
war, dann tun wir eS in dem Bewußtsein, daß seine große
Persönlichkeit auch in die Zukunft unseres Volkes fortwirken
wird, wegweisend, unterstützend für jeden Kämpfer der deut.
schen Nation.
Wir Frontsoldaten d«S Nationalsozialistischen Deutschen
Frontkämpserbundr« (Stahlhelm), mit dem Generalfrldmar-
schall al« unser Ehrenmitglied besonder« verbunden, geloben
in dieser Stunde, seinem Borbild nachzulebrn und niemals
müde zu werden, bi» zum letzten Atemzuge hingegebcn dem
Dienst an Bolk und Vaterland.
Front^ril!
Franz Seldte. BundeSführer de? NT Deutschen
Frontkämpferbunde« (Stahlhelm).
'Jlti
Freyftadt (Ostpreußen), 2. August
Der Heimgang de« Gcneralscldmarschall» hat >n ganz
Ostpreußen, besonder» aber in der nähere» Umgebung
von Ncudeck größte Bewegung hrrvorgerufen In dem
benachbarten Ort Fre » stadt konnte man seit dem gestri'
§ en Tage an einem regeren Kraktwagenverkehr und einer
lnwesciiheii zahlreicher auSlänvischer Journalisten den
von Stunde zu Stunde wachsenden Ernst erkennen. Dir
Bevölkerung, dir gerade hier mit dem grldmarschall und
Dicnstherrn von Ncudeck besonders eng verwachsen war,
schicksalsschweren
kurz
und Anteilnahme der
de.
So hoch gespannt Erwartung,«» ^
Bevölkerung an dem riesigen bcutffbcn Heere des?>. ellkriege«
!än°.n io lehr suhlte der Zuiommenbruch mi« all „inen
ttn nach Auslösung de« afttn H»re» dazu dah man dem
Aairu im nächste» Jahrzehnt zunnch mit Gleichgültig-
» oder sogar aus Grund pojisistiicher >l erlies,ung mit oise«
, Widerwille» begegnete. Hin»» kamen die viele» auß
»nd liinenvolilliche» .Hemmungen, die Immer ivieoen beson-
S »nSllfi Arbeiieu in Deutschland bereite,
wurden^E» gehörte für Führung und rruppcnangehörig«
unendlich viel Lieb« z»m Lvldalcnbcrui und innerste Ueber-
zeuauna von der Notwendigkeit de» Vorhandenseins einer
ael^ulten Truppe dazu, um unter solche» Verhältnissen über,
bau»! an den Ausbau einer neuen Wehrmacht brranzi-gehrn.
Der erste Versuch der neue» Negierung von 1918, «>n«
Wehrmacht al» freiwillige Voll« wehr nach
marristischer Auffassung zu bilde», mißglückte gründlich. Nach
dem Gesetz vom 12. 12. 1918 sollte dies« Truppe au» Frei-
willigen bestehe», di« sich zu Hundertschaften zusammen»
stbloneu, ihre Führer selbst wählten und dem Rat der Volks-
beoustraglen unterstände». Geringer Zulaus und da« fehlen
etncS innere» HalteS infolgc der sich ständig wiederholenden
W.rcrwalil, nahmen diese» Formationen jeden Xampswert.
" Tie Urzelle» de« neuen Heeres wurde» vielmehr dir
AreiiorpS und Grcnzschutzverbände, also Trup«
»eutcilc, deren Angehörige aus BaterlandSliebr und
M innerem soldatischen heraus frei willig vcnten, ohne
»Wils auf Tank oder Versorgung rechnen zu können, ^i*
bofctn in starker Disziplin hinter dem selbllerlorrnen
Wrer, der in allen Fällen schon im allen Heere >,»ihrer
«ii-kicn war. Der f rtit Wille de» Einzelnen und die all«
„ilitärtschr Disziplin wurde» denn auch die
Grundpfeiler des neuen deutschen Heeres, da« In seiner
100 hOU Mann Stärke am 1. 1». 1921 endgültig dastard.
Tie neue Reichsnerjassung bestimmte i.n Artikel 79: Die
Verteidigung des Rr'cheS ist NetchSi-chr. Die Wchrversas.
jung des deut.chcn LolkrS wird unter Brriichsichttgung der
besonderen landsmannichaslliü.en Eigenichailen durch ein
Re chsgesctz geregelt Dieses neue Wehrgeictz wurde von den
gesetzgebenden Zlörverschasten am 21. 2. 1921 verabschiedet,
mußte auf Geheiß dis Feinddundc« aber am ,8. 0. 1921 in
einigen Punkten nochmals verändert werden. Damit trat
an die Stelle der ehemaligen preußischen, bayri'chen, sächsische»
usw. Armeen run ein einheitliche« Ne ich 3-
Heer. Es war einer der ersten Schritte zur inneren Vereinheitlichung
deS Reichest . .
Nun bestand aber di« größte Gefahr, daß die neue Wehr-
macht tu ihrer planmäßigen, soldatischen Aufbauarbeit ge-
hemmt und unterbunden werden konnte dadurch, daß man
immer wieder versuchte, sie im ganzen, wie auch ihrer rin-
zelnen Angehörigen, in die p o l i t i s ch r n Kämpfe mithincin-
zuziehcn. Obwohl bi« Wehrmacht durch ihre Führung mit
eiserner Folgerichtigkeit dtesem Gefahrstrudel sirngehalten
wurde, konnte es nicht ansbleibrn, daß ein großer Teil
Öe'fcntlichkeit, vor allem natürlich die marxistischen Parteien,
eine ständige Hetze gegen die Wehrmacht durchführten.
Demgegenüber stellte Generaloberst von Seeckt seinerzeit
die klare und nüchterne Parole aus:
„Arbeiten, schweigen und gehorchen!"
tro
die
«och tief beweg« von der für mein ganze« Leben
unvergeßlichen Visite, ln der Ich zum letzten Mal unseren
Venrralseldmarschalt sehen und sprechen durste,
erhalte Ich dir erschütternde Nachricht.
Mit dem ganzen drutfchen Volke In tiefer Traurig-
keit verbunden bitte «ch Clt, mein eigene« und da«
Beileid der Nation rntgegennrhmen zu wollen.
Adolf Hitler."
»
>rden
rbeit
en-
»st
ist I
Not
Siun»
wartete tm trnsten Schweigen die
den ab.
mar-
von
dem
Al» heute ein nebelvcrhangener ostpreußischcr Morgen
C d, auftat, bangte wohl jeder bi« zum letzten Dtenstknech
aß der Tag der Alsährigen Wiederkehr der Mobi
I den greisen Helden des große» Krieg,
Am Eingang von Ncudeck standen d
Aus der Straße von Teutsch-
Etzlau, die unmittelbar am Hause Ncudeck vorbcifüb
standen Posten, die die vorübersahrenden Wagen anhlel-
tcn und sie vcranlaßlcn, ohne Signal und ohne anzuhallen
am Guishausc vorbeizusahren.
Nur wenige Außenstehende waren daher Zeugen, al«
kurz nach 9 Uhr früh auf dem Dach des Schlosse« di«
blauwetßc HauSslaggc herabsant und darüber die RctchS-
vrästbenten-Standaric auf halbmast gehißt wurde Bald
danach wurden dir Arbeiter der Guter Ncudeck und Lan-
genau von der Ernicarbeit zurttckgeruscn. In wortlosem
Schmer«, wie e« die Art des harten ostpreußlschen Menschenschläge«
ist. kamen sie über die Felder, alle
und Frauen, die in dem großen Feldmarschall ihren väterlichen
Gut-Herrn verehrten.
In Frenstadt, nicht weit vom Haus Ncudeck, begannen
kur; nach in Uhr die Glocken der evangelischen Kirche, in
der Hindenburg regelmäßig den Gottesdienst besuchte, zu
läuten. Ostpreußen trauert um keinen Vater und Beireuerl
allen
t.
Das Beileid des ehemalige« Kaisers
hat,
1-
war
machuiig von 191
brechen würde.
Mannschaften der 22
es
crlin
>prä<
voorn. 2. Auaust
Der ehemalia« ktatser hat an den obersten von Hindenburg
ein Vetleidstrieqramm aesandl, in dem er seiner und seiner
tdakttn Trauer Ausdruck atbt. „Ein von Gott überreich gr-
seqnete, erben ha« seine Ersüllunq gesunden. Der Kronprinz
wird dem verewiatrn in Reudeck unsere letzten Sirüßr über-
brtutzen."
ie
aus
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:tlnr
Prä-
incr
nde-
des
den-
csctz.
II«».
So« Saargebiel trauert
lchrr
I
vedrohung des wiener Vertreters
der m.
Männer
Saarbrücken, 2. August
Mit tiefer Trauer und Erschütterung hat di« Saarbeväl«
kerung von dem Ableben.de» Reichspräsidenten Kenntnl»
erhalten. Feierliches Glockengeläut kündigte da» ernste Er»
«igni, an. Wie ein Lausseuer verbreitete sich di« Nachricht
durch di« Stadt Saarbrücken und das ganze Saargebirt. Auch
di« Rrgierungskommisston und die französilche Grubenver«
Al
DNB. Berlin, August
In der Nacht zum Mittwoch drangen bewaffnetr Seim-
wrhrleute in dt« Wohnung de, DNB-Dertretrr» in Wien,
Dr. von Hahn, ein und forderten unter Drohungen Auskunft
über seine Tätigkeit. Erst nach längerer Auseinandersetzung
gelang e» Dr. von Hahn, die Heilmwehrleute zum
Derlassen der Wohnung zu bewegen. Die deutsche Grsandt-
B aft hat sofort bei der österreichischen Regierung
rderlichen Schritte getan, und dabei gegen da» V
der Heimwehrleute energischen Protest eingelegt. Die österreichische
Regierung hat die umgehende Uniersuchuna des
Vorfalles zugesagt.
st
t\\
um.
mit
der
Die Trauer um den großen Toien
Da» Beileid des Saarlandrs
Saarbrücken, 2. August
Die Rcgicrungskommission des Soargebiete» hat auS An-
laß des tzlblebens des Reichspräsidentea von Hindenburg nach-
steyende» Telegramm an das Auswärtige Amt in Berlin
gesandt:
,Jm Namen der Regicrungskommistion des Saaraebietes
bitte ich Euer Exzellenz, das aufrichtige und tiefgcsüh.te Beileid
anläßlich bes Ablebens des Herrn Reichspräsidenten
Generalfridmarichall von Hindeubura entgegennchmcn zu
wollen. Ich wäre Euer Exzellenz zu Tank verbunden, wenn
Sie der Rcichsregierung und der Familie des großen Ver-
storbenen den Äusdruck unsere» Mitgefühls übermittel»
wollten. (gez.) G. Änox.
die er-
erhalten
Huf
um.
Ver
di«
mast. Die Blätter veröffentlichen mit dem Bilde deS verstorbenen
deutschen Reichspräsidenten geschmückte Nachrufe
und führen in eingehenden Lebensbeschreibungen vor Augen,
in welcb hohem Maße daS Leben dieses Manne» rin Leben
der Selbstaufopferung und treuester Hingabe an da» Volk
war.
Dos Beileid der niederländiichen Regierung
eer-
zur
Da
Heues Todesurteil in Men oollstcecki
Wien, 2. August
für
der
die
Das Standgericht verurteilte am Mittwoch den Angeklagten
Siegfried Wurmig zum Tode, und den Angeklagten
Christian Meyer zu 20 Jahren Zwangsarbeit. Das Urteil
Wurmig ist kurz nach 20 Uhr vollzogen worden.
Die beiden VcrurteUten waren beschuldigt worden, am
25. Juli den Polizeihauplmann Hickl von der
Sicherhcitswachc auf der Straße erschossen zu
Verurteilung Meyer» erfolgte wegen Mittäterschaft.
>chs-
Haag, 2. Auaust
Außenminister Dr. Araess stattete herile sofort noch dem
Bekannlwerden des Ablebens de» Reichspräsidenten al» erster
öcm deutschen Gesandten Zech einen Besuch ab. um ihm da»
Beileid der niederländö'chcn Regienina zu dem lchweren Der-
lust ouszudrücken. von dem Deutschland betroffen «vurde.
Di« Nachricht von dem Dahinicheiden des Reichopräfidenten
wurde iowrt in ollen Zeitungsaebäuden angeichlaaen und vrr»
breitete sich wie ein Lauffeuer durch die ganze Stabt. Sie
machte überall einen tiefen Eindruck.
achc
!et
an
ten-
Innsbrucker
haben. Die
Warme Anteilnahme in England
So verblieb dir Wehrmacht im Hintergrund beS poktti-
fjcn Ringens als Garant einer legalen Staatsentwicklung
rad ivurde dadurch zwangsläusig ein Staatsorgan von größer
Bedeutung. Indem sie durch ibr Vorhandensein den
Staat vor einem gewaltigen Umsturz bewahrte, hielt sie üa-
rü die Wege offen für die Entwicklung einer besseren Zu-
b-'i. wie sie 1933 io. Er;süllung gegangen ist. Bor allem
cta erwies sich die Wehrmacht in schwierigsten politischen
Üatm immer wieder als die einzige feste Klammer de»
TsttWer wurde sie allerdings im Laufe dieser schweren
t» »itt farfi dem Volke als solchem entfremdet. Erst durch
uaiionalsozialistische Revolution konnte diese
l bundendeit wieder hergestellt werden. Das bÄte
I! Zeichen dafür ist die Neufassung der .Beriisspnich
I Soldaten" vom 25. Mvi'tÄä, in der es u. a. beißt:
k „Die Wehrmacht ist der Wassrnträger des deutschen
s Volkes. Sir schützt das deutsche Bolk und sriuru Leben».
; raum. Dir Wurzeln ihrer Kraft liegen in ihrer ruhmreiche»
Brrgangrnhei«, im deutschen Bolkotum, deutscher Erde und
deutscher Arbeit. Der Dienst tu der Wehrmacht ist Ehrendienst
am drotschru Volke."
London, 8. August
Die Nachricht vom Hinscheidcn des Reichspräsidenten von
Hindenburg verbreitete sich wie ein Lausseuer durch die
Stadt. Innerhalb weniger Sekunden war die Meldung vom
Tode de» .grand old mau" Deutschlands, wie er hier genannt
wurde, in alle Ecken des britiichen Weltreiche» getragen. Zu
der Bewunderung und Belehrung, die dem tapferen und
ritterlichen Führer der deutschen Heere im Weltkriege ent-
gegengevrachl wczrde, hatten sich überall in England in den
Iahren>n,«,cv>tzel»'tKriege rin« warme Zuneigung gelellt, die
heute bei der Nachricht seine» Ableben», in ticsster Weise zum
Autdruck kommt.
Auf der deutschen Botschaft sinken die Fahnen auf halb-
Homburger wmenmärlle
lt
v
Trauer in Bclgicn
Brüssel, 2. August
Am Gebäude der deutschen Gesandichatt erschien kurz vor
10 Uhr die schwarzumhüll:e Flagge aus halbmast zum Zeichen
der Trauer über den Tod des Reichspräsidenten. Mit großer
innerer Anteilnahme wurden in den letzten Tagen in Belgien
NachrichtRt"rM» de»'Nrirnkheitszustand verfolgt. Die
tungcn rröLiiit'lchon'am" Mlttn»ih wilder aus d«m
Leben des Generalfeldmarschalls und würdigten in sympathisch
gehaltenen Darstellungen sein Lebenswerk.
elb>
Di« Lrauerboischast au» Neudeck, daß d«r Reichsprästden.
Generokfridmarschati von Hindenburg verschieden ift, wurde von
Srichüllerung
genommen. Zumeist wurden die Arbeiten ein«
Betriebsmilglieder versammeuen sich, um die
an-
den Hamburger WarenbandelSfirmen mit
Kenntnis
und die
Uedertiogungen zu deren. Nennenswelre Umsätze waren nit-
. senM.m wtieiäiutu.
WrWmotfi. Wenenmeblk Bast« Type 7SO. frachefrei-waygon-
srei Gr.-Hamburg tAeftpreirgebiel SB VI) 27.25 M.; Basis ly
790, waggonsrei SchieSwig-Hotsiein Stationen (Festvreisgeb
SB IV) 27!— JL Roggemnedl: Bast» Type 997. srachtsrei w«
gonfrei Gr.-Hamburg Winschafi«gebiet XU einscht. Harburg.
Wiiyetmsburg 22.— M, Roggemnehi Typ« 1600 do. 16.25
GerreidemarN. Preise: Weizen sranto Hamburg 10.00—10.10.
Leizen ab Meckiendurg.Hotstein S.75—9.80, Roggen R IX. Er.
zeugerprei« 155.—. Roggen, R XU, Erzeugerpreis 156.—, Futter-
gerft«, S IX. Erzeugerpreis 156.— Futiergerfte, Ä XI1, Sr,
zeugerpreiS 161.—, lonaugerste 10.20, Hajer H XII 158.—, Hase,
H XVI 156.— M, Leinsaat per Äugust-^epiember 8.10 hsi.
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Das Hauptquartier für den Reichsparteitag iu Nürnberg
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Fuuergerste, G Xli, Sr.
Hajer H XII 153.—, Hase,
Jt, Leinsaat per August-^epiember 5.10 yst
Bericht. Der heunge GerreidevormittogSveikedr verlies aut
die Nachricht von dem Abteben de» Reichöpräflbenlen von Hin-
" * | still. TaS Geschäft war aus der ganzen Lrnii
rundftsnrmung btieb jedoch stetig. Für
ietr sich Interesse. Zn neuem Weizen
oggen nar weniger im Marti,
neuer t*rfei nur knabv osserien
und
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nira
An.
denburg äußerst
gering. Die G
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Weizer
war dal
Alter
app osterierr wurve
Kein anderer als der Führer Adolf Hitler selbst bat in
seinen Ansprachen immer wieder die enge Verbundenheit
»wischen 'Nationalsozialismus und Heer zum Ausdruck gc-
vracht. Wenn heute die Wehrmacht nach dem Willen de»
Führer» das Hohcitsabzeimcn der nationalsozialistischen Bewegung
an Stablbelm und Uniform trägt, so vollzog sich
iorit ein symbolischer Akt von historischer Bedeutung.
Daß es sich hierbei nicht nur um eine Acußerlichkeit Hantel«,
geht am besten aus de» Worten hervor, die Reichskanzler
Adolf Hitler in seiner Ansprache am ersten
Jahrestage der Revolution der Wehrmacht des Reiches
widmete;
„Dir Armer und ihr« Führung hat in diesen 12 Monate»
in bedingungsloser Treue und Gesolgschast zum neue»
Staate gestanden und »ns vor der Geschichte überhaupt erst
den Erfolg unserer Arbeit ermöglicht."
Zum 20. Jahrestage der Mobilmachung des alten deutschen
Frtedensheeres von 191» werde» die Gedanken de«
Frontkämpser von 1914/18 bei der alten und bei der neuen
Wehrmacht de» Deutschen Reickies weilen: die alten Frontsoldaten
können dabei versichert sein, daß die junge deutsche
Wehrmacht, Heer und Marine, fest verankert im nattonal-
sozialistilchrn Staate, dt, soldattschen Tugenden voll und ganz
von der alten Armee übernommen da», von der .derrllcvsten
iirmee, die die Welt" — nach Ausspruch eine» hohen sran»
psischen OsiizierS — „j, gesehen hat."
auei
alter Ernie erbiet,
Interesse
Angebot ausreichend. Roggen nar wen
H-ser lag still, während neuer Hajer nur
enrnart, trat keine Slerändeiung ein.
Reis. Maikitage unverändert, last umjatzloS.
Lete und ftette. Seit längerer Zejr sind die Harburger Müb-
len wieder mit Angeboien für Soyadodnen und Erdnußöl im
Marti, ttokoäöl etwa» biniger angeboien. Leinöl unveianderu
Geschäfte wurden nicht
Gewürze. MarkUage
anziedend. Am Pia» ist das Geschäft wie abgeschniUen bei
unveränderten Forderungen.
Rnustfuner stetig, unverändert.
Fw»ermi«rel stetig. Preise unveränden.
Brasikkafjee. Offerten von drüben unverändert. Kost-Fracht.
Geschäft rudig. Für Lokoware tage« einige Kaufaufträge de«
Zniande» vor. Preise unverändert.
Gewajchene SafsreS stetig, unverändert.
Schmalz stetig. Preise unverändert.
Hükjenfrüchte geschäfiSloS. Preise unverändert.
EaiUfchuk stetig. Preise unverändert.
Zucker gesckmstöloS.
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Jarl
getätigt
fest. AbcadungSpreife zum Teil weiter
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fhr-
Amtliche Berliner Devisenkurse
%. Lombard 5 %
1. Auiraet
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RetrhsbankdUkont teil 21 «. 1112, 4
ßten
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1. Auarust
Geld I Brie,
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iten.
Geld
Briet
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kt Reichsbankausweis für Ultimo Zull
In diesem Jahre findet bekanntlich in Nürnberg vom 5. bis 10. September der Reichs-Parteitag der NSDAP, statt.
Schon jetzt Ist man in Nürnberg in angestrengtester Arbeit, um das riesig« Programm der Masienkundgcbungen aller
drutlchen Gau« reibungslos durchzusühren. Hier sieht man die Ausstrllungsteitung in Nürnberg, wo die Jaden zu-
>am menlause»
7
13.015 13.045 1 tffvpt. £
0 63t) 0 642 lPap.-Pee.
58.01 59.03 100 Bel*«
0.184 0.186 1 Milrns
3.047 3.053 100 Lev»
2.553 2.559 1 kanad. $
56.41 56.53 100 Kr.
81.74 81.90 lOOUnld.
12.635 12.665 1 £
69.53 69 67 10O Kr.
5579 5591 lOOfln.Mk.
16.50 16 54 100 Fr.
2.497 2.503 lOoDrchn.
169.73 170 07 100 Üald.
57.17 57 29 100 iel.Kr.
21.58 21 62 100 Lire
0 750 0.752 1 Yen
5 664 5.676 100 Din.
79.67 79.83 100 Lette
42.11 42.19 100 Lite»
63 51 63 63 100 Kr.
48.95 49 05 100 Hdilll.
47.375 47 475 100 Zlotj
11.47 11.49 100 Beend.
2.488 2.492 100 l*i
65.15 65.29 100 Kr.
81 68 81.84 100 Kr.
34 32 34.38 100 IVeet
10 44 10 46 100 Kr.
1.991 1 995 1 türk. £
— — 100 l'eugü
0 999 1.001 lUld. IV»
2.512 2.51h|l ,
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0.638
0.842
59.00
0.186
3.053
wäi
Berlin, 2. August
Nach dem Ausweis der Reichsbanl vom 31. Juli 1934
w» sich die ßtiomit Kapitalanlage der Bank in der Berichts-
Woche um aut 4254 Mitt. 3IM. erhöht. Die Bean-
wruchuiig ist als normal zu bezeichne». Im ciuzelncn haben
die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 282 auf
3468. an Reichssäiatzwechsrln um 19 aus 24, an Lombard»-
forderuiigrn um 50 auf 109, a» dcckung-sähiae» Äcrt-
papieren um vier auf 39JJ| unb an sonstigen Wertpapieren
8>7 °' 3 , ou f 923.8 Mill. NM. zugcnommeu. Die sonstigen
miiva haben sich um Gl aus 654 Mill. RM. erhöbt, da der
BeiriedSkredlt des Reiches in der Berichtswoch« wieder
«was stärker in Auspiuch genommen worden ist.
Notenumlauf erhöhte sich um 296,1 Mill. RM., und zwar
der an Reichsbanlnoieu um 2944,8 aus 3768,5 MUI. RM
Während der Umlaus an Rentrnbankscheincn um 02 aus
SA Mill. RM. vermindert ist.
Der Umlauf an Echeidemiinzen nahm um 76 auf 1445
-Rill. RM. zu. Die Bestände der Rrichsbank au Rcnlenbant-
scheiue» lsttden sich aus 83.» Mi». RM. erhöh,, die an
EcheidemUinen unter Berücklichiigung von u,u Mill RM
neuausgeprüglen und 8.1 Mill. RM. wieder eingezogenen
au 226 Mit,. RM. ermäßig,. Die i.emden t^ld.r zeig.?. Mi,
649 eine Zunahme um 29 Mill. RM. wobei wiederum di«
älsentlichen abgenommen. die privaten zugenommen lwben.
-l'le Bestände a» Gold und deckuugssähig«,, Deviien haben
■ _ wiederum «ine Erhöhung um 0,1 auf 78,0 Mi». RM er-
iayrrn. Im einzelnen habe» die Goldbestände um l6l>060RM
aus .4.9 Mil, RM zugenommen und die Bestünde an
drckungesäh,ge,, Devise» um 21 GUI RM. aui 3,1 Mill. RM.
iÄ" ^ l ' r (lcfainte Zahlunasmittelumlaus
wni u 5334 iii der Bor Woche, 5781 am
Vormonat, und 5537 zur gleichen Zeit de» Borjah
kille!
3.5
58.88
7
0 184
rar.
7
den
3.047
>ßen
neu
6
2.554
2.560
2.5
56.44
81.74
1264
56.56
81.90
3
Die Vorbereitung Des Angriffs auf
2
12.67
4.5
69.53
69.87
1(1
4.5
5.584
16.56
5.606
Finnland « •
Frankreich . •
CrieAeoland .
Holland » *
Island » » »
HaUea . • •
Japan . » »
Jn»oala»le» •
Lettland .
3
16.54
Das vunDeskanzlerami geklärt
7
2.497
2.503
2.5
169.73
57 20
21 58
0.750
170.07
7.5
57J2
Ter
3
Massenvcrhaftungen in den Bundesländern
bnb. Wien, 2. August
Tie polizeiliche Untersuchung de« Puisches vom 25. Jul!
hat ergeben, daß die Aussiändischen in Wien ihre Wasscn
und Unlsormen aus einem Holzlagerplatz im 20. Bezirk verbargen
hatten. Erst ai» Millwochvoruuliag wurden diese
Gegenstände in dir Turnhalle im 7 Bezirl gebracht. Ferner
wurde sestgrsteUt, daß dir Führer der fünf Kraftwagen, die
Ut den Uebersall verwendet wurden, voUkommen unschuldig
ind. Sir wurden vormittags von einer nubekanulen Per-
on angerusen, sich zu eine», große» Tran-port in die Siebe»-
trrnaassc zu begeben, wobei ihnen bedeutel worden war, daß
e« sich um einen staatlichen Auftrag handele. Ta« ganze
Manöver war so geschickt ringesädell worden, daß tciner der
Rrattwagensübrer »och der ztrastwagenbesider irgendeine!»
Becd.icht schöpfte, zumal da« bekannlgegebene Fahrtziel, Bu»
detkanzleramt, üdrrhanvt dazu angetan war, jeden weiteren
Zwrisrt zu zerstreue». Außer den beiden hingerichleten Füh-
*
21.62
3.65
0752
5676
bei
7
5.664
ttel«
reru der Aufständischen wurden noch weitere 20 Anführer
beim Uedersait aus da« Bundeskanzleramt ermittelt.
.Preisgericht sind 200 Personen weaen
Ausstand ciuaelieicrt worden. Et besiu-
deu sich darunter zahlreiche Iuteilckluelle und SteatSbeamir.
Boraussichltich dürste für Welt ein elgrner Militärgerichts-
senat bestellt werden.
In Graz sind bisher 1400 Strasanzeigen eingelausen.
Bemerkenswert ist die derustinäßigc Schichtung der unter
Anklage gestellten Iuli-Puiichislen in der Provinz,
einer Meldui.g des „Neuiateiiwelldlaltrs" rekrulierr sich
überwiegende Zahl der Beschuldigten aus rein bäuerti
.sirrise». Der RcP sind säst ausschließlich Inlrllektuelle wir
Amtsräte. Pastdiiekioren. Lehrer, Zvllbeamtr. Arrzte und
RcchtSanwültr. Da alle diese Leute ihre Posten und ihre
Aeuller verlieren, kann aeradrzu von einer Dezimitniua der
nationalen Beamtenschaft in Kärnten und Steiermark
sprvchcn werden.
6
79.67
79 8 t
42.19
63.86
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Re-
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Litauen . •
Norwegen .
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Holen . - »
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Bumänien .
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Sdiaeia . •
Spanien . •
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Bronvermelding

Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg, Altonaer Nachrichten / Hamburger neueste Zeitung (PPN altonaer-nachrichten-hamb), donderdag 2 augustus 1934, pagina 3




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