Blader door transcripties » Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg



Gebruik tekstcoördinaten

Transcriptie

*
-r
-1
ftreito fl , 2«. April i«09.
69« Jahrgang.
Nr. 188. Abend-Ausgnbe.
»ruck und Verlag:
«ltouaer Druck- und
. -
Die „Altonaer Nachrichten" erschein»» wöchentlich
»wiifmal, Soniitag« mit der lluterhaltuiigsbeilage;
„Altonaer Faniilienl'lalt".
Preis frei in. Hau» gebracht! nierteljöhrlich >1.90 M
lbei der Post czcl. Bestellgeld) monatlich 1.30 ^l.
Private Anzeigen kosten die Zeile 20 behördliche,
Bcreins> und an.wSrtige Anzeigen 2ö 4.
K
Verlagsgesellschaft
mit beschränkter Hnstung in Altona.
Mathau.markt ll (Holsteinische« Ha»«). Feruspr. 273.
Lhesredakteur: Anton Kroth in Altona.
Stellvertreter: Timm Möller in Altana.
Sprechstunde: Bonn, ll— 12 Uhr.
Altonaer
I.
bei, in der geheimen Sitzung sei die Absetzung
des Sultans mit hundertfünszig Stimmen beschlossen
worden. Bedenken beständen lediglich
über den Zeitpunkt der Absetzung. Der Scheich
uel Islam solle »in Fctwa darüber vorberei-
ten. Nach Schluß der öfsentlichen Sitzung der
Nationalversammlung in San Stefano hat?«
sich das Publikum vom Sitzungsgebäude entfernt.
Die geheime Sitzung dauert fort. Der
Kcrpskommandant von Saloniki. Mahmud
Schenket Pascha und der Generalstabschef Pa-
tew tvohnen der Nationalversammlung bei.
Die Zahl der an der Versammlung teilnehmenden
Deputierten soll inzwischen auf zweihundert
gestiegen sein. Di« Deputierten dürfen
sich nicht entfernen. Wie noch den neuesten
Meldungen verlautet, ist über den Antrag auf
Absetzung des Sultans eine Entscheidung noch
nicht gefallen.
Parlamentarische Nachrichten.
* Der Seniorenkonvent deS Reichstages
tritt am Freitaa nochnals zusammen. Wenn
ihr zwei Tage hint-reinaiDer ircigagoben wer,
den, glaubt die Steuerkommission ihre Arbeiten
bis zum Schlug der zweiten Maiwoche zu
beenden.
höchstens könnte dir Siivführung der Registriert
rung die Organisation dsr HauSarbeiter fördern
helfen. Zloei nationalbibervle Kommis«
fionSmitglieder fichrten auS: di« .Hausarbeit
sei, namentlichGe Verhältnisfe der sächsiifchen
Textilindustrie in Betracht gezogen, «in eigentümliches
volköloirtlschaftliches Gckbilide, einheitlich
nicht zu normieren imä> zu kontrollieren.
Sin« strikte Durchführung der altigemei-
nen Schutzbestimmungen würbe allermeist daS
Ende einer, eben jetzt neu auiölommenden
Hausindustrie selektrische Motoren) zur sichern
Folg« haben. Ein gesetzlicher Eingriff in daS
freie Verfügungörecht des HauSarbeiterS über
feine Arbeitszeit würide als umörülmmnene
Eittschcärckimg der persönlichen Frechcit nmp-
funden. Wohltat würde für viele eine Plage,
ja der Ruin des gnvchnten ArbeitsbetriobeS.
wollte die Hausarbeit in den Rckhmen allge,
meiner gesetzlichcrBcstimmungen gespannt werden.
Die Beschlutzfaffung wund« ausgesetzt.
Deutsches Reich.
• Berlin. 23. Äprsk.
cf Sturz und Hanßmann. Von einer von
dem volksparteilichen Reichstags- und Landtagsabgeordneten
Storz in Trosiingrn,
Oberamt Tuttlingen, abgehaltenen Bersamm,
lung ivurde eine blockfrei»ndliche Resolution
beschlossen, worin die Abgeordneten
der Vokkspartei u. a. crusgeftudert werden,
„die freundschaftlichen Beziehungen zur
nationallöberalen Partei weiter zu entwickeln",
Der Abg. Storz hatte in seiner vorausgohen-
den Red« bemerkt, der Block fei nur scheintot
und werde wicher erlmachen. Die Stellung von
Storz hebt sich in bemerkenswerter Weife «6
von der seines Fraktionstkollegen Haust»
m a n n. wie sich dies schon in der Mitwirkung
von Storz an der Stuttgarter Verfammlsinq
zur Finanzrcfokm gezeigt hatte. Haustmann
hat, Ivie man sich erinnert, in seiner Reichs«
tagsred- vor Litern dem Block sein Gvablisd
gelungen, Swrz hält ihn blost für scheintot,
Hautzmann würde offenbar daS Ende deck
Blocks ernstlich gar nicht bedauern und war im
Grunde nie «in besonderer freund der durch
die lebten ReichstagSivahlen getschafsenen Par-
teitonstellation. Storz dagegen hofft auf Äas
Weiterbesteben des Blocks und will in diesem
Sinne Mitarbeiten. Der Hauptuntevschisd ist
freilich der. Last Hautzinann nur als „parlamentarischer
Saisonarbeiter" rthetoriischc Gastrollen
im Reichstag gibt, um so rasch als möglich
in di« schwäbischen Gefilde zurückzueilen.
Storz dagegen im Parlament mitarbeitet. Die
Wähler von Troffinqen. die im Landtage durch
Storz. im Reichstage durch Saustmann vertreten
sind, ischeinen allerdings die Arbeit nn
Parlament der gleisteckden Saiisonrhetorik vorzuziehen.
— Das 'däucht uns kein schlechter
Geschmack zu sein.
*
* Zur Finanzreform. Die konservative
Fraktion des Reichstages hat. nachdem
sich «ine Mehrheit gegen den Ausbau der
Erbanfallsteuer auSgesprocherv hat. boschlossen.
durch ihre Mitglieder in der Finantkommissio,,
eimn Antrag eintbringen zu lassen, der an
Stelle der Nachlaststeuer und des Erbrechtes
des Staates öder der statt bioser voggöschlagen-
de» Erbvnsallsteuer rin« Besteuerung deS
Wertzuwachses bei Immobilien
und Wertpapieren enthält.
Führer ihren Einflust geltend machen. So
dauert die Unsicherheit der Lage fort, und ob
schliestlich die zur Versöhnung geneigten Elemente
unter den Jungtürkcn oder die Radikalen
die Oberhand gewinnen werden, ist nach
wie vor ungewih. Dast unter diesen Umständen
immer ivieder ganz abenteuerliche Gerüchte
auslauchen, ist nichts iveniger als verwunderlich.
So hciht es, dast unter den
Abdul Hamid durch Tewfik-Pascha übermittelten
Vorschlägen der mazedonischen Armcechefö
sich auch der befinde, dast der Sultan eine
mcbrmonatigc Reise unternehme. Für die
Dauer seiner Ablvesenheit sollte eine aus jungtürkischen
Elementen bestehende Regentschaft
unter Reschadö Vorsitz die Geschäfte führen.
Abdul Hamid solle geloben, als Privatmann
zu reifen und tveder im Inland« noch im Auslände
zu' konspierieren. Sämtliche Prinzen
und Prinzessinnen vcrliesten bereits am Mitt-
Ivoch i» aller Heimlichkeit den Iildiz. Prinz
Durhan Eddin, der Lievlingssohn des Sultans,
der an den letzten Vorgängen nicht unbeteiligt
genoesen sein soll, wnrde in de» Palast einer
seiner Schwestern gebracht. Er soll von da
auf ein Schiff geflohen sein.
Ein cinslutzreicbes Mitglied de? jungtnr-
kisch-n Komitees teilt dem Pretztelegraph mit.
dast seinen Informationen zufolge der Einmarsch
der Truppen in Konstantinopcl, der von
verschiedenen Seiten bereits als vollzogene
Tatsache gemeldet wurde, tatsächlich noch nicht
begonnen hat. Tic Verzögerung in der end-
ailtigen Besetzung der Hauptstadt durch die
jungtürkischen Truppen erklärt er mit der
weisen Mäßigung. die die Komitecmitglieder
bisher bewiesen haben. Sie wollen erst alle
Schwierigkeiten aus dem Wege räumen und
ans jeden 'Fall Blntvcrgietzcn vermeiden. Bei
denKomiteetriippen befinden sich der Kommandant
des dritten Korps Mahmud Scheutet
Pascha, Gcncralstabschcf Petow Pascha, der
frühere Kriegsminister Ali Ri.za und der
srülicre Kommandant des Konstantinopeler
Korps Mahmud Muktar Pascha. Zu den Truppen
,zählen auch ctiva zehntausend Freiwillige.
Die Vorposten stehen aus der Linie San Ste-
fano-Litro-Gutscbokivv-Purgos. Der Einmarsch
der Truppen dürste auch sobald nicht
erfolgen. Konstantinopeler Blättern zufolge
ist auch der Freiheitsheld Niazzi bei den vor-
rückcnden Truppen eingetrosfen.
In der K a m m e r s i tz u n g in San
Stefano, an der 75 Abgeordnete teil*
nahmen, führte Achmed Riza das Präsidium.
In einer Rede, die stürmischen Beifall fand,
sagte er, di« Armee habe schlechtes getan, die
Armee habe e. aber wieder gut gemacht. I«
einer geheimen Sitzung, die in San Stefano
stattiand und an der 10 Senatoren und 120
Deputierte teilnahmcn, stand der Antrag auf
Absetzung des Sultans zur Beratung,
trogcgen Muktar Pascha sprach. Im lveitern
Verlaufe der Sitzung beschloß das Parlament,
tas sich als N a 1 i o n a l v « r s a m m l » n g
konstituierte, eine Proklamation zu erlassen,
tvorin erklärt tvird. dast das Vorgehen der Be-
lagerungsarmee den Wünschen der Nation entspricht.
Jedermann sei dieser Armee gegrn-
icker zum Gehorsam verpflichtet. Widerstand
gegen sie tvrrdt zu Recht bestraft werden. Die
Nationalversammlung erklärte sich in Permanenz.
Sodann legte der Ivährend der Unruhe»
gewählte Präsident Mustapha seine
Würde zugunsten des früheren Präsidenten
Ahmed Riza nieder. Die „Köln. Ztg." mel-
Rcihc dazu veranlassen, die Bilder von der
deutschen Invasion an die Wand zu malen.
Doch wir fanden, dast im grosten und ganzen
die Presse in diesem Fall nur ei» unvoilkom-
meneS Echo der öffentlichen Meinung ist. Die
Presse sucht, von dcnFällcn notorischer Deutsch-
seindltchlcit abgesehen, eher zu dämpfen und zu
beruhigen, als dast sie aufstachelt. Di« Meinung
ist ungeheuer verbreitet, sie ist, man kann
sagen, die BolkSmcinung, dast Deutschlands
Flottenrüstung und sonstige
Porbercitimgen nur den einen Zweck hätten,
gründliche Abrechnung mit England zu halten,
es in,? Herz zu treffen. Der SlaatSnrann ist
davon überzeugt, der kühle Grostkaufniann der
Eit» denlt mit Sorge daran, der Krämer unterhält
seine.Kunden mit diesem Thema, nnd der
Mann von der Straste ist Ivomöglich noch überzeugter
als alle andere». Deutschlands Sclstffe,
Deutschlands Heer, das einen fast .abcrgläu-
bischc» Schrecken einslöstt, und Deutschlands
„Zeppelins" beherrschen die Diskussion. Man
hört von diesen Gefahren, ivohin man kommt',
cs ist der unvermeidliche Gcsprächsgcgenstand.
Es ist nicht Hast oder Abneigung, die dabei sich
geltend machen.
Diese Aeusternngcn unverhohlener Empsin-
dung waren viel mehr zu bemerken während
des Burenfeldzuges. Es ist die nicderdrückcnde
Besorgnis, dast England, ungeachtet aller Entente»,
nicht im Stande sein tverdc einem solchen
Gegner der Zukunft, Ivie Deutschland, auf
die Dauer zu widerstehen. Man gibt offen zu.
dast König Eduards System vor der (üeival!
der Tatsachen wie ein Kartenhaus Zusammenstürzen
werde. Und dast England in entscheidender
Stunde allein sein werde — ebenso wie
in den Zeiten glänzender Vereinsmnung —
weil weder Frankreich noch Rustland den
Fehdehandschuh ausnehmen würden gegen
Deutschland und Ocslerrcich-Ungarns vereinigte
Wasscnmacht. Eine geivissc Verzagtheit
ist über das englische Volk gekommen, nnd
wenn jetzt der Augenblick von deutscher Seile
wahrgcnommcn würde, so hätte 'Deutschland
e» nicht schwer, zu günstigen politischen Abmachungen
mit England zu gelangen. Ein
deutsch-englisches Bündnis, das
sicht man ein, lväre das einfachste, das einzige
Mittel, diesen unerträglichen Zuständen beständiger
Beunruhigung und Ausgaben ein
Ende zu machen, die selbst das reiche England
je länger je mehr einpsindlich bedrücken. Aber
es traut sich keiner mit dem offenen Vorschlag
heraus, tveil es ja sicher sei, dast Deutschland
mit einem entschlossenen Nein antworten
würde. Habe doch Deutschland di« britischen
Anregungen wegen der Floltenbeschräntung
brüsk abgelehnt. tBciläiifig: weil diese Anregungen
niir halben Erfolg versprachen und
darum zwecklos waren.) So fristt das Mitz-
trauen sich immer tiefer ein; seine Beseitigung
wird immer schwieriger, und die Katastrophe
scheint schliestlich „»vermeidlich — weil keiner
das erlösend« Wort zuerst sprechen will."
Der Brannt»«itt
in der Fmauzko,„Mission.
# In der Finanzkommission wurde am
Donnerstag die Debatte über die Bemessung
des Kontingents der Lufthef«.
fabriken, die den Branntivein als Nebenprodukt
Herstellen, weitergeführt. Dem 8 27.
wonach la»>dwirtschaftliche Brennereien und
Obskbrennereien, di« zum gewerblichen Betriebe
übergehen, Branntivein zu dem niedrigeren
Abgabensatze nicht Herstellen dürfen, wurde a»f
Antrag der Abgg.' Dr. Weber und Fuhrmann
(Natt.) eine Bestimmung hinzugefügt, ivonach
la»,divirischastlick>e Brennereien, die zur Hcsen-
erzeugnng übergehen, den Vorschriften der
88 33 und 30 unterliegen, die eine Kontingentsminderung
beim Betrieb sweclsiel vorsehen.
Im 8 20 tvird durch Annahme eines
Anirageö Müller-Fulda (gcntr.) und Dr. von
Skarzynski (Pole), für den auch Freisinnige
und Sozialdemokraten stimmen, gegen den lebhafte»
Widerspruch von Konservativen und
Nalionallibcralc» ein- Einfügung gemacht,
lvonach eine radikale Neufestsetzung der Kontingente
der land,virtschaftlichcn Brennereien
im Jahr« 1010/11 erfolgen soll. Die Abgg.
D>. Weber und Sieg (Sinti.) wiesen vergeblich
darauf hin, dast mit diesem Bcschlusic die
schwerste Beiinrnhigiiug in das landivirtschaft-
liche Brcnncrcigelverbe hincingctragcn würde.
Es ist anzunehmen, dast dieser Beschluß in der
zweiten Lesung nicht aufrecht erhalten wird.
Beim 8 33 ivandle sich Dr. Weber (Statt.)
l^sonders gegen einen Antrag der Konservativen,
der einer Brennerei, auch tvcnn sie zur
Hefeerzeugung übrrgegangen ist, ihr altes
Kontingent erhalten tvill. während sie nach
di in Gesetz di<> Hälfte des Kontingents verlieren
soll. Das Kontingent sei seiner,zeit nach
dem Maischraum fiit dickmaischige Betriebe
voll, für dünnmaischige Betriebe unter Strei-
ck-ung der Hälfte der errechneten Monge scst-
gestcllt. Sobald eine Brennerei zur Hcfc-
crzeugung übergeht, müsse sie dünnmaischcn
und es würde nilbt nur eine lingcrcchtigkeit
für di.- Koutingentsvcranlagung der seinerzeit
veranlagten Hcfebetriebe bedeuten, sondern
auch die jetzt bestehenden Hefebelriebe einfach
auf den Slussterbeetat setzen. — Die Be-
schlustfaisung über den Paragraphen Ivurde ans
Freitag vertagt, da die konservativen SNitglie«
der der Kommiffion zu einer wichtigen Frak-
tionSsihung abgerusen waren.
r
*
A Ans der Gewerbe»rdnungsk«mm iffiou.
In der KoMmlission hatte die Mchöheit beschlossen.
den „Kops" der Regierungsvorlage
hetrefsend die gesetzliche Regelung der „H a u S.
arbeit" sallen zu lassen. Schlankweg gestrichen
wurde nämlich die gvunrisätzliche Bestimmung,
dast nur „für Gvwertbeztveige, (die
mit besonderen Gefahren für Leben und Ge-
surid>lieit verbunden sind, durch die Polizei«
behöllden :m Weg« der Verfügung für einzelne
Wcnkstätten die Ausfichrung >devjenigen Mast-
nahinen angeordnet werden >klann", die Leben
und Gesundheit der Hausa rbei-
t e r schützen sollen. Sozialdemokratie und
Zentnnn setzten den Beschlust durch, dast statt
dessen die Schutzbestimmungen von 8 120»—c
der Gewerbeordnung ganz allgemein auf die
Haresarbeit als solche überttagen werden
müsien. Einzelanträge von sozialdemokmtischer
und Zentrumsseite, letztere der Reihe ,«rch
begründet hauptsächlich von den Arheiterlekre-
tären. gehen im wesentlichen nunmehr dahin:
die Hausarbeiter sind den anderen Arbeitern
„leich zu stellen und ebenso zu schützen durch
Bcstininrungen iöber Gesu:«dheit, Wohnung.
Luft und Licht, Arbeitszeit und Sonntagsruhe.
Die Vertreter der Regieruug
iviosen mit Nackfdruck darauf hin. wie ver-
hänguiSuoll der Beschluß sei. die Hausarbeit
nicht ihrer Eigenart entsprechend zu behandele,
wie die Regierungsvorlage es vorgeschlagen
hatte. Hoffentlich werde in zlveiter Losung
dinier wiedcrhergeftellt. Die Vertreter des
Freisinns betonten, hast di« Hausinldustric wohl
eines Schutzes bsdiirfe, dieser dürfe aber nicht
zu eng untd schtver werden, sonst müstte sie
unter der Last dieser Brstimmungen erliegen.
Interessant und überraschend war. dast auch
ein natioiral-sozialer Vertreter des Freisinns
nach seinen persönlichen Erfahrungen sich
durckauS rcalpolitisch. fast pessiinülisch dahin
auck'hrach: er halte die vorgrschlagenen Anträge
zum Söbutze der Acrtusten der Armen für wirkungslos:
ein encozifches Eingreifen in die
Verhältnisse der Arbeitszeit und der Woh-
nungsv-rh»illnifse würbe dir Heiniarbeiter oft
der — Armrnunteostütznnq anheimfallen lassen.
Londoner Stimmungen.
Politiker, die soeben von einem
Frricnaussliig nach London zurückgckehrt sind
und vielfach Gclcgenhcit hatten. dieDtimmung
sowohl einfacher wie ciiiflustreichcr Personen
leimen zu lernen, schilderten uns mit lebhaften
Worten ihre Eindrücke, wie folgt:
„Man soll nicht prophezeien und namcnt-
tich nichts Ilebles Voraussagen. Aber es isi
auch töricht, vor der herannahenden Gefahr die
Auge,, zu verschliesten. Wix habe,, geglaubt,
daß der errege Ton der Londoner Zeitungen,
die immer wieder von der deutschen ttirsahr
sprechen und nicht müde weichen, den Bau von
Riesenschissei und lenkbaren Lustschissen zu
empfehle», auf Mache beruhe. Wir nahmen
an, dast Aeschästszivecke und Sensationsbedürf.
>>!s das Publikum jener Zeitungen in erster
Die Wirren in der Türkei.
* Die Lage ist nach wie vor unentschieden.
Die Minister und Hoskreise versichern andauernd.
d.,st die Verständigung zwischen der
Regicrung »nd der Leitung des >nazedonisck>«ii
Heeres vollzogen« Tatsache sei, doch scheint eö.
als ob sich die Lage ivieder zu ungunsten des
Sultan.) verschoben hal>e, da die bei den Trup-
vc» in San Stefano besindlichcn juugtürlischei.
*
den Zusammenhang mit Oesterreich gewahrt
hatte und als „Oesterreichs Herz und Schild"
eine der zuverlässigsten Stützen der Habsburger
geworden <var, hatte Kaiser Franz ll. nach
der unglücklichen Dreilaisersck.lacht i,„ Frieden
z» Prehburg am 26. Stoveinber 1800 schwere»
Herzens an Bayern ablrcte» müssen. Aber die
biederen Tiroler fanden keine Beziehungen zu
ihre», neue» Paterlarrd. de», Königreich von
Stapvleons Gnaden, auch wurzelte in ihnen zu
sest der Glaube, dast Oesterreich sein Land
Tirol nicht dauernd der Frenidherrschirft preis,
geben ivürde, und so tvaren Gttd heinrliche
Fäden zum Kaiserhof in Wien gelnüpsl, und
i» aller Still« bereitete sich d»rs Werk des Be»
sreiungslainpseS vor. Andreas Hoser. der
Sandivirt rill», Passeiertal. ein einfacher Man»
nur, aber von Wert und Geltung unter seine»
Landsleuten, hatte die Führerschaft übernommen
und »ach stiller Verständigung den
0, April 1800 zum Losschlagcn sestge-etzt.
Stock, lag der Tag in liefern Schlaf, als d.r
rherue Ruf der Sturmglocken durch die Täler
dröhnte und Flan»»enzeiche>» von Berg zu
Berg de» Einmarsch der österreichischen Truppen
verkündete». Aber ehe dies« die Landeshauptstadt
erreichten, tvar Andreas Hofer mit
seinen Passeiern über den Jausen gestiegen
und hatte bei Sderziug am Mllr,)«n dos 11.
April de» ersten Sieg über bayerii'ch« Soldaten
ersochten. Tag« daraus jagte er die Bayern
aus Innsbruck, und al» au» 13. April der
französische General Bissvn mit einem Armee-
korps he,beieilt», gelan-g es de» Tirolern, bi;
französische Kolonne zu uinzingeln, und der
Oieneral Stapoleon» imestte vor Bauern, denen
Begeisterung und Freiheitsliebe die Kriegstak.
iik ersetzten, di« Wasse,, strecken. Ilnibraust
von» Siegesjubel und unter dem klingenden
-Spiel de» sranzösische» Musikkorps. tvi« den
Freiheilskämpieru vorausgehe» mustte. hielte»
20 000 Bauern ihren Einzug i» Innsbruck.
Zwei Generale. 120 Offiziere und 6000
Man» wäre» gesange» gesetzt und die Haupt.
o>v«it diese» ersteu Besreiungekainpse« getan
ohne eine Schutz «ine» österreichischen
len, die erst am U. «pr,l unter 'F»ld„u,rich»,ll.
leutnant Khasteter in di« Landeshauptjladt
«inrückten.
Süapolorrn ichriumte vor Wut. al» ihn» di«
Hiobotiottchast vom Gelingen dt» Tiroler Ausstande»
überbracht wurde. In gröstter Eil«
sammelt« «r bayerische und sranMjche Trup.
peu und liest sie schon im Mai ivieder in das
BerKlaud »iurückeu. Di« Festung Kusfftei»
fiel di« Oesterreicher wurdest geschlagen und
InnM'iuck r»>n den Franzosen ungehiudttl be
setzt Ta erscholl abcrnmls der Ruf Andreas
HolerS an seine Pasteier. die ihre friedliche
Beschäftigung sofort im Stiäu liesten und wieder
zu drin Stutzen griffen. Ain 20. Mai er-
slürnrie er mit 8000 Laitdesschützen den Jsol-
tzerg, trietz die Bauern zurück und errang ain
20. Mai nach niedreren lleineren Scharmüt«
zel» in einem beiszen Kamps um Innsbruck am
Berge Jset einen enischeidende» Sieg. Das
Land war zum zweiten Male vom Feinde befreit.
Sei» Name aber und die feirver beiden
befähigst«» Wassengesährten, de» Schützen-
hauptinanns Specklmckur und des Kapuziner-
paterü Haspingrr, leuchteten hell aus dem Tag
der Freiheit.
Doch selbst dieser ziveite kühne und erfolgreiche
Wasfeiigang brachte den Tirolern nicht
den ersehnte» Anichlust a„ Oesterreich. Kaiser
Franz mutzte j,„ Wassenftillftand zu Znaiur am
12. Juli, der der unglücklichen Schlacht bei
Wagram folgte, von neuem aus Tirol verzichten.
und wieder besetzten französische Truppen
unter Marjchall Lcsetwre di« Landeshauptstadt
ohne Widerstund. Da« war für
Andrea« Hofer die neue Losung. lu,S Schwert
zu gürte», lind tveun er auch für vogelfrei
erktärt und sogar »in Preis auf seinen Kops
gesetzt ,wu, er wustte. au» der Bett>orgenheit
zu wirken. Und ehe noch ein Monat in»
Land gegangen ivar. ries ivieder di« Sturmglocke
»kii, Dorf zu Dorf, und die Bauern sammelten
sich wieder um den erProbten Führer,
der dock, nur einer der Ihren war und nicht»
mehr und nicht« tveuiger al« «in jeder von
tt'ne», und zo,i<n. Todesverachtung im Herzen
und da» jichcre Auge über der Büchse, in
einem ner»«n Siegeszuge hi» vor Innsbruck
Am 13. April siel dort die Enttcheiduug. Um
de» JseUierg. den alt«,, Schauplatz glänzender
Siege über die Franzosen, dröhnt« auch diesmal
die Schlacht, und als mich hartnäckigem
Kamps der verivehende Pulperdanrpf den Blick
frei gab, hatte Bäu ich,II Lesrbvre da» Feld
geräumt.
Zun, dritten Viule ivar Tirol vom Fremd-
herrujoche erlöst, blieb e« aber auch diesinal
nicht lange. Der Fried« zu Schoudruun am
14. Oltotxr trennt« da» Land «ndgüttig von
Oeft«rre>ch und l»lt«t« zugleich da« Trauerspiel
«in. mtt dein der tuhu« Ar»ih«>t»stur,»
seinen Abschlust fand.
ttterg«b«n» rief Hofer zu neue»» Kampf«
gegen di« rinrück«»d«n Franzosen, sein Name
halt, di» tmriund« Grast verlor«» Das Volk
murrt« wider Oesterreich, von dem «» sich nun
vollend« verlassen sah. und war de« nutzlos«»
Blutvergiest«»» müde. Da mustte Hofe» zum
Schuh des eigenen Lel'ens. „ach dem Stapo-
leons Rache dürstete, ein Versteck aufsuchen.
Er erstieg die Höhe von Krantbach im Passeier.
tol und bezog dort eine Alpenhütte. Das war
am 2. Dezember 1800. Alle Anerbieten,
auster Landes zu flivhen, wies er bestimmt
zurück, da er von seinem Tirol sich nicht trennen
wollte. So kam der 27. Januar 1810,
der Tag. an dem ein Verräter um feile» Judaslohn
de» kühnen Frriheilahelden an di«
Französin auöiieserte. Die Hütte wurde unr-
stellt, er selbst gefangen genonimen und nach
der Festung Mantua geschafft. E« war sein
Golgaklpr. Am 10. Februar schon trat ein
Kriegsgericht zusmmnen und erkaimte ihn der
Anstistung zum Ausruhr schuldig. Da» Todesurteil
wurde gesprochen, und der Pkorgcn de»
20. Februar grutzie den Helden zum letzte»
Böalc. Ausrecht, wie er gestritten, fiel er für
die Freiheit seines Vaterlandes.
Aber hoch oben auf dem Jfelberg, auf dem
er im dichte» Kugelregen so manch« Schlacht
gelenkt, reckt sich in Erz gegosten fein« nwr«
kig« Gestatt, ein Wahrzriche» deutschen Heldenmutes
und deutscher LaredeStreue.
Josef Kuh »ick.
Folteiedraperie einzuhllllen, »st, obgleich in
jetziger Zeit ziemlich lästig, schnell in Ans«
-nähme gükoi»m-n. Sticht jeder Hals ist blUfüll
geeignet, mit einem Vi Meter breiten Dtvhf-
sirerfen unvvickelt zu werden, der. nxre noch
das Lästigste isi. zumeist an der Taille angenäht
und aus Höh: von drei Zentimeter zu-
sammengefchoben wird. Im Vergleich mit
dieser Stemrui^ waren die steifen col militrire»
noch angeinchm zu nennen, wenngleich auch
diese an hcisten Iulitagen al« «ang unnötige
Belastung galten.
Di« dieser Tage eingetroffenen Modelle
weichen von den bei un» gültigen tnfoftrn ad,
al» — sehr praktisch — dir Taille vorn ettva
bi» zu», drillen Knopf oder Haken ausgeschnitten
ist. also die Fon,, eines lateinischen V,
bildet. Den Einschnitt deckt man mit echtem
Spltzenlatz oder getollter Rüsche, also kein
ossener Halsausschnitt, aber jsdcnfall» eine
Oeffnung. die im Sommer willlmmnener fein
dürft«, al» der den Hat« fest „mdchltestend«
Falt«nfch„l. Letzterer al» Gurt angeevettdet.
hat »och «cher ein« Art ExistenZberechtUUng.
Ivenngleich selbst die dünnste Tqille sich nNht
gern durch solch eine Stofstinsanunlunp verdicken
löst».
Für junge Mädchen sind Blusen vo«» «" p»wt
gisticktein Butttst mit solch einen, sfaltengult
vom selben Stofs, der vorn eine Rosette bildet,
sehr beliebt; die Bluse ist e»va« mehr uU %
hoch, stähl von, Hat» tust handbreit ab u,A> wird
mit 12 Zentimeter breilem. voll plrsfrertm»
Battisisvottrnt besetzt, wah»eitt> der dreilere ab«
fallende Teil bi« in Brujtbötze di« Taille deckt.
Auch derarttge Blusen von >t<rst mit fingerlangen
Guipurezacken statt de» Volant» ,p,r»
niert, filsd sch» modern. Die Spidentzackei»
ftralhlen von, Gurt au« »ach oben, von, Hat«,
autschnitt nach unten hin au« bilde» «in«
sch, kieidsa»,« Garnttur; derselben enösprecheist,
sind auch Rock, eventuell Tunique mit satscheu,
aus- und .s^vtiri« gestellten sogenamtten Eefel-
zncken besötzt Mai, will sich ziarr bet un«
manentan mit der Tuniau« >wck, nicht recht
besreund«». di« Koimtleule» »>ck,l. «ve»l fi» au
itait '»acht, di« SchlaiAen »>cht. «««»! ft« za
wenig Rueögarniiur zulastt. Jude» che noch
der W>»d über die Stoppeln sogt, wiad di,
st« Staatvsrag« gelast sei», denn Par,« und
London haben bereit» ihr Botmn zugunsten
des Doppelrockes abgogeden der im HeiBsr und
Winter als Tuniqu» »«der Samt-. Peluch«- unA
Moiv»e^tl«ch«rn getrau«» werde» soll.
Ein« s«hr essektvotle Steuheit Hilde,, dt«
Robe» au» glatt«,,, und dazu passenden» ge-
blüttite» Foulard, erster«»' z»,n Rock, letzterer
^ ?ik Whcitss'alkkl m\ äfflfirrn.
i^iir Erinnerung an die Tiroler FrcihcitS-
täiiipse vom April, Mai und August des
IahreS 1800.
Wenn in diesen Apriltagen vom Iselberg
die 100jährigen ErinnerungSzrichrn an die
kühne Tiroler ttsiilksenhebung gegen das
napoleonische Joch aufflamen, ivird auch der
Geist des gttr>>siligcn Franzoienkaiscr» ivicdcr-
crwacht durch Deutschlands Gaue gehcn, die
twr jene,, 100 Jahre» rin Dezennium fast
unter seiner drückenden Faust geknechtet lagen.
Damals uxu des Korsen glänzender Stern
ans schneller Bah» in de» Mittag Europas gerückt.
Der mittcllose Advokatensohn, e,„ un-
betichtete» Artslleriele»tna»t noch, als im
Jahre 1780 die Revolution in Pari» ihr bln-
lige» Haupt erhob »nd den Königsthron des
glanzvolle» Bourbonengeschlcchts in Trümmer
ich!»g,.stand 10 Jahre speiler an derselben
Stelle, „niivalli von, Purpur de» Königsinan-
>els. die Kaiserkrone über der hohen Stirn
und begann au» Machtgelüst und Willlür, sür
Euroi>a Gebote zu schmieden. De» kühnsten
Träumen gab er Olcstalt „nd schrieb mit >mrr«
bitterliche, Hand in de» Pulverdaurps der ge-
rvvnnene» Schlacht das Menetekel den, Besiegten.
Die Dreikaiserschlacht von Aujle»litz
>var 1800 grschlagen, Preußen ein Jahr darauf
frinen« Jena entgegengeführt, »»d 36
putsch« Fürsten hilte» sich aus schniäblicher
Furcht um ihre Setbstäi»di,ckeil in die Gesol-
üenscheast de» korsische» llsurpatorS gestellt.
Aanz Europa zitterte vor dem gttvalligen
mldherrn. dessen kalter Blick i» berechnender
den Koutinenl zu umspannen ichie».
NeneS von der Saison.
tMadebrielf aus Wien)
LI Die Mod« gefallt sich in fo bunten Farben,
daß man geraume Zeit bruucht. ehe amu
sich mit -hnen besreunbet So sistd »ungrune.
hochrote, violette, eerise- »nd poirreaurot« Hüte
a» der TregeSolbnungl ob sie kleiden, ist ganz
Siebenfache, sie wenden getragen und gelten
al» letzte Mode.
Die Kleider sind ztvar ettva» weniger bunt,
lmmerhia «Ter »n Hellen FarDe» gehalten, mtt
abswchenden. zum Hut passenden Maie««- oder
Ep,tzen St«ver» und Schärpen garniert. Sehl
schick gilt «». zu dunklen Faulaüd» ober Basi-
iletberu rot«, blaue aber grüne Tülldlusen mit
breiten Pufsarmeln zu »ragen; sie nmchei, bon
E»,«druck, al» sei di« Taille mit Tüll begogen.
Die grosten Spitz«,stragen btkden den Haupt-
fchmuck der glatt arrangierten Taille»; »>an
Verl »endet zMnestt irisch« und Benise-Guipure.
antike Valenrnnne«. seiden« Phantusiefpttze».
bi« mit Perlenstickerei gegiert, selbst da» ein-
sächsle Kleid elegant «rtzchetnen lassen. 'Dio
Epitzen/ragen werden »nttvodrr »» roeur ge.
feUigt untd unter de» mwerineedltchen ReoeUl
besait,gt, oste» oben mtt Fattenschot at^eeveilzt.
dessen E-chfust man settwait» mit einer strobige«
Masche deck» Dies« Mode, den Hak» in eine
. Lo tage,, die Dinge, als im April des
»hhre, 1 Koo die erste,, Freiheitssackeln >» den
**ioier Berge» aussla»unten. Kurz zivar
^ »»r immer ihr« D»nl«r. >A>«r da« Helte
^chl hatte doch Zeit gehabt, feinen Weg übe»
v>« deutsche,, Laude zu siuden und da» überall
k">!chlu„„»e,,» Lelbstoeitiamn zu neuem
«.eben z„ «rzvecken. llud wenn auch die he>-
Flamm« zu gulerletzt völlig erstickl ivurde,
lue»n auch die grotzen Ersolge des kriegsuno«-
nn>\ Eaueinvoff» Uber di« Ichlachlerpropte»
.^Lüilchen Truppen für da» eigene Land
Riii'vn '"'"u«6-vo.l blieben: d»r« geivaltig«
bei L«
lda-
gro
Jahre später »» der Bötterschlacht
. , die Stapoleon« Mercht zerbrach.
da, Blut der tapstre» Berg.
" U £" "**» «'sonst geflossen Ivar.
* lro1 ' ba- f«i| iQ03 i M ftreub und fielt
9WX
i
V

Bronvermelding

Staats- en Universiteitsbibliotheek Carl von Ossietzky, Hamburg, Altonaer Nachrichten / Hamburger neueste Zeitung (PPN altonaer-nachrichten-hamb), vrijdag 23 april 1909, pagina 7




Commentaar

Bent u de eerste persoon die aanvullende informatie levert?


U bent nog niet ingelogd

Inloggen
Geen abonnee? Bekijk de abonnementen!

Scan + Transcriptie


Klik op de afbeelding om het te vergroten en de transcriptie ernaast te zien

Kunstmatige intelligentie

De transcriptie is automatisch door de computer gemaakt met tekstherkenning. De samenvatting wordt door de computer gemaakt op basis van een taalmodel. Beide bewerkingen zijn niet perfect, maar vaak ruim voldoende zodat het historische document begrijpelijk wordt. De resultaten van de toepassing van (Europese) kunstmatige intelligentie zijn niet gecontroleerd door een mens.

Zoek uw voorouders en publiceer uw stamboom op Genealogie Online via https://www.genealogieonline.nl/

Geef samenvatting van transcriptie

De transcriptie van het historische document is gemaakt met behulp van geautomatiseerde handschriftherkenning. Er kan hier ook geautomatiseerd een samenvatting van worden gemaakt in hedendaags Nederlands.

Met Plus leest u oude teksten in hedendaags Nederlands. Deze functie hoort bij Open Archieven Plus. Plus kost € 22 per jaar.

Naar inlogpagina

Voeg commentaar toe

Heeft u extra informatie over het historische document? Voeg deze dan toe zodat andere onderzoekers hier ook profijt van hebben.

Om spam en schending van de privacy van levende personben te voorkomen wordt het commentaar eerst gecontroleerd voordat deze gepubliceerd wordt.

Als u deze functionaliteit wilt gebruiken dient u eerst in te loggen.

Document markeren als favoriet

De documenten die u tegenkomt op Open Archieven en die nuttig zijn voor uw onderzoek kunt u toevoegen aan uw lijst van favoriete documenten. U kunt deze lijst ordenen en bij zoekacties ziet u direct welke documenten al op uw lijst van favoriete documenten staan.

Favoriete persoonsvermeldingen kunt u downloaden in PDF formaat (ideaal om te printen) en GEDCOM formaat (ideaal om in te lezen in uw stamboomprogramma).

Als u deze functionaliteit wilt gebruiken dient u eerst in te loggen.

Open Archieven Scan & Transcriptie Viewer